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Formel 3 Mugello 2020: Startkollision macht Piastri zum Meister

Früher Spannungskiller im Formel-3-Finale: Logan Sargeant wird gleich beim Start abgeräumt - Theo Pourchaire macht es nochmal spannend - Oscar Piastri Meister

(Motorsport-Total.com) - Oscar Piastri (Prema; 7.) ist der Nachfolger von Robert Schwarzman als Meister der Formel 3: Dem Australier reichte beim Finalrennen in Mugello ein siebter Platz zum Titelgewinn. Eine große Hilfe war dabei Sebastien Fernandez (ART; 8.), der bei einer Startkollision Logan Sargeant (Prema; DNF) aus dem Rennen nahm. Den letzten Sieg der Saison holte sich Liam Lawson (Hitech).

Oscar Piastri

Oscar Piastri ist Formel-3-Meister 2020 Zoom

"Das ist doch ein Witz, man!", fluchte Sargeant im Funk. Der US-Amerikaner konnte nicht wirklich viel für eine Kollision, die von den Sportkommissaren letztlich als Rennunfall gewertet wurde.

Fernandez geriet im Startgetümmel nach der San-Donato-Kurve mit zwei Rädern in den Dreck, zog rüber und kegelte dabei nicht nur Sargeant, sondern auch Samstags-Polemann Lirim Zendeli (Trident; DNF) aus dem Rennen. Der Vorfall löste eine SC-Phase aus.

Piastri, der von Platz elf gestartet war, verbesserte sich im Zuge der ersten Runde bis auf Platz sieben und lag sogar vor seinem einzig verbliebenen Titelrivalen Theo Pourchaire (ART; 3.). Der Franzose hatte nichts mehr zu verlieren und setzte beim Restart zu einer beeindruckenden Aufholjagd an: Er überholte Piastri, der sogar bis auf Platz zehn durchgereicht wurde.

Pourchaires Aufholjagd sorgt für neue Spannung

Von da an waren die Rollen klar verteilt: Pourchaire griff an, Piastri fuhr auf Sicherheit, in den Augen mancher zu sehr auf Sicherheit. Der Franzose machte einen Platz nach dem anderen gut und plötzlich sah es so aus, als bekäme Pourchaire reelle Titelchancen. Platz drei hätte bei P10 für Piastri gereicht.

Doch Prema hatte noch ein Ass im Ärmel: Samstagssieger Frederik Vesti (Prema; 9.) ließ seinen Teamkollegen passieren. Die beiden Teamkollegen zogen auch noch am wenig überzeugenden Alexander Smoljar (ART; 8.) vorbei. Jetzt brauchte Pourchaire schon Platz zwei oder die schnellste Runde, die sich aber Vesti schnappte.

Liam Lawson

Liam Lawson holte einen souveränen Start-Ziel-Sieg Zoom

Auf Position drei war seine Aufholjagd jedoch beendet. Für einen Angriff auf David Beckmann (Trident; 2.) reichte es nicht mehr. Piastri wurde so zum Meister. Zur Feier des Tages schnappte er sich noch Platz sieben von Fernandez mit DRS-Hilfe auf dem Zielstrich.

"Ich bin ziemlich fertig, um ehrlich zu sein. Die vergangenen Wochen haben mich durch eine Achterbahn der Gefühle geschickt", sagt der neue Meister, der sogleich an seinen Teamkollegen denkt. "Es tut mir leid für Logan. Man will natürlich nicht sehen, dass einem Teamkollegen so etwas zustößt. Ich werde versuchen, ihn zu trösten."

Den letzten Sieg der Saison holte sich Liam Lawson. Der Neuseeländer hatte leichtes Spiel von der Reverse-Grid-Pole-Position aus, machte beim Restart alles richtig und darf sich letztlich über den dritten Saisonsieg freuen. Nur ihm und Vesti gelangen mehr als zwei Siege in dieser Saison, beide hatten jedoch zu viele Ausfälle, um in der Meisterschaft mitzureden.

Beckmann musste nach Zendelis Aus vorn allein die deutsche Flagge hochhalten. David Schumacher (Carlin; 19.) und Sophia Flörsch (Campos; 28.) kamen nicht in die Punkteränge.

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