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  • 18.07.2009 · 12:27

Bianchi siegt souverän vor "Restart-König" Bottas

ART-Doppelsieg in der Formel-3-Euroserie in Zandvoort: Jules Bianchi siegte vor Valtteri Bottas, Christian Vietoris verlor Platz zwei in letzter Minute

(Motorsport-Total.com) - Der souveräne Sieger im turbulenten ersten Rennen der Formel-3-Euroserie im niederländischen Zandvoort heißt Jules Bianchi. Der französische ART-Pilot behielt von der Pole weg die Führung und war zu keiner Phase von hinten gefährdet. Platz zwei schnappte sich in der Schlussphase des Rennens noch sein ART-Teamkollege Valtteri Bottas.

Jules Bianchi

Jules Bianchi fuhr in Zandvoort souverän seinen nächsten Sieg ein Zoom

Mücke-Pilot Christian Vietoris lag bis wenige Minuten vor Schluss noch auf Rang zwei, wurde dann aber von Bottas noch auf Rang drei verdrängt. Bottas schien von seinem Sieg beim Formel-3-Masters in Zandvoort immer noch wie beflügelt. Er erwies sich als der "Restart-König des Rennens": Zwei Safetycarphasen gab es, beide Male machte Bottas beim Restart einen Platz gut. So arbeitete er sich von Platz vier vor auf Rang zwei.#w1#

Spitzenreiter Bianchi konnte durch den Sieg seine Führung etwas ausbauen. "Es war ein echt toller Start ins Wochenende, Pole Position, Sieg und schnellste Rennrunde, das ist sehr gut für das Team", sagte der Franzose. "Es ist auch klasse, dass Valtteri Zweiter geworden ist. Morgen versuche ich, wieder zu punkten und meinen Vorsprung in der Meisterschaft weiter auszubauen."

Auf Platz beendete Jean-Karl Vernay (Signature) das Rennen, Esteban Gutierrez (ART) wurde Fünfter. Eine starke Leistung zeigte auch Lokalmatador Henkie Waldschmidt. Der niederländische SG-Formula-Pilot katapultierte sich gleich am Start von Platz 13 vor auf Rang sieben. Weil vor ihm Manor-Pilot Roberto Merhi eine Durchfahrtsstrafe wegen eines Frühstarts kassierte, rutschte Waldschmidt noch vor auf Rang sechs. Rang sieben geht an Carlin-Pilot Jake Rosenzweig. Sam Bird (Mücke) wurde Achter und steht damit morgen im zweiten Rennen auf der Pole Position.

Gleich nach dem Start krachte es

Das Rennen begann gleich mit einer Safetycarphase, weil es schon in der ersten Runde mehrfach krachte. In der dritten Kurve rauschte Nick Tandy (Kolles & Heinz) ins Heck von Andrea Caldarelli (SG Formula), Tandy musste gleich an Ort und Stelle stehenbleiben, Caldarelli schleppte sich nch zur Box. Ein paar hundert Meter weiter krachte es dann auch in der Tarzanbucht. Hier endete das Rennen für drei beteiligte Piloten: Mika Mäki, Tiago Geronimi (beide Signature) und Stefano Coletti (Prema).

Vorn an der Spitze konnte sich Polesitter Bianchi vor Vietoris und Vernay behaupten. Sie drehten ihre ersten Runden aber erst einmal hinter dem Safetycar. Beim Restart nach fünf Umläufen konnte Bianchi Vietoris wieder hinter sich halten und davon eilen. Dahinter jedoch drückte sich Masters-Sieger Bottas gekonnt an Vernay vorbei und übernahm Rang drei hinter dem Spitzenduo. In den nächsten Runden baute Bianchi an der Spitze seinen Vorsprung immer weiter aus, Vietoris verlagerte sich darauf, seinen zweiten Platz gegen Bottas zu verteidigen.

Nach 14 Runden musste das Safetycar erneut ausrücken. Denn Christopher Zanella strandete mit seinem Boliden von Motopark Academy auf der Strecke. Er hatte sich gedreht und wollte sein Auto schnell von der Ideallinie entfernen. Dabei würgte er allerdings seinen Motor ab und blieb stehen.

Nach zwei Runden konnte das Auto wieder freigegeben werden. Und beim Restart ging es noch einmal richtig heiß her - wieder war es Bottas, der den Restart zum Überholen nutzte. Vietoris reagierte nicht schnell genug und ehe er sich versah, hatte sich der Finne auch an ihm vorbeigedrückt und den Mücke-Piloten von Rang zwei verdrängt. Weil die Zeit ablief, waren danach nur noch zwei Umläufe zu fahren. Nach 17 Runden kam Bianchi als Sieger ins Ziel vor Bottas und Vietoris.

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