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Max Vatanen auf den Spuren seines Vaters

Max Vatanen, der Sohn von Rallye-Legende Ari Vatanen startet in Ypern erstmals bei einem Asphalt-Lauf - Der 22-Jährige steht erst am Anfang seiner Karriere

(Motorsport-Total.com) - Bei der Ypern-Rallye wird der Name Vatanen präsent sein: Max Vatanen, der Sohn von Ari Vatanen, wird zum ersten Mal einen Lauf der Rallye-Europameisterschaft in Angriff nehmen. Der Finne startet in einem Renault Twingo nach R2-Spezifikation. "Ich bin meine erste Rallye im Vorjahr im August in Finnland gefahren. Das wird jetzt meine erste Asphalt-Rallye sein", blickt der 22-Jährige auf das Wochenende in Belgien voraus. Noch verfügt der junge Vatanen über wenig Erfahrung im Rallye-Boliden. Ypern wird erst seine achte Rallye überhaupt sein.

Ari Vatanen, Max Vatanen, 1980

Ein Foto aus vergangenen Tagen: Ari Vatanen mit seinem Sohn Max Zoom

Deshalb steht Erfahrung sammeln an oberster Stelle. "Ich habe heute mit meinem Co-Pilot (Rami Suorsa; Anm. d. Red.) gelacht, denn es ist nicht die einfachste Asphalt-Rallye für das erste Mal. Ich möchte Erfahrung sammeln und Schritt für Schritt lernen. Natürlich möchte ich auch Spaß haben, denn darum geht es im Motorsport auch. Ich muss aber bescheiden sein, denn ich muss lernen. Wenn ich die Rallye mit einem Lächeln im Gesicht beenden kann und so viel wie möglich gelernt habe, dann habe ich mein Ziel erreicht."

Es ist noch ein weiter Weg, bis Max in die Schuhe seines Vaters Ari steigen kann. Vatanen wurde 1981 Rallye-Weltmeister und gewann zudem die Rallye Dakar in Afrika viermal. "Seit meiner Kindheit habe ich verschiedene Sportarten ausgeübt, aber nur der Rallye-Sport erfüllt meine Träume und sorgt für den Kick. Es ist sehr intensiv, denn es ist die Arbeit von mehreren Personen nötig", schildert Vatanen seine Eindrücke vom Rallye-Sport. "Es ist wie ein Puzzle."

"Wenn man alle Teile an die richtigen Stellen gefügt hat, dann ist es eine dankbare Aufgabe." Um die Finanzierung muss sich Vatanen größtenteils selbst kümmern. So hat er auf Facebook eine Spendenkampagne gestartet. Für 100 Euro wird der Name des Spenders auf das Dach seines Boliden geschrieben. Generell ist seine Situation ähnlich wie bei anderen Söhnen großer Fahrer.

"Ich hatte bereits dank meines Hintergrunds die Möglichkeit viele wunderbare Dinge zu tun, von denen viele träumen. Ich bin für diese Privilegien dankbar und muss sie nutzen, damit ich Fortschritte schaffe. Auf der anderen Seite sehen viele Leute meinen Vater in mir und sie erwarten, dass ich schon so schnell wie er bin. Ich habe aber meine eigene Karriere und der Weg zum Erfolg ist harte Arbeit und man braucht auch ein wenig Glück."