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Kubica führt auf den Azoren

Robert Kubica (Citroen) gewinnt die ersten drei Prüfungen auf den Azoren und führt vor Skoda-Fahrer Jan Kopecky - Craig Breen (Ford) nach Reifenschaden Vierter

(Motorsport-Total.com) - Die verkürzte erste Etappe der Rallye-Europameisterschaft (ERC) auf den Azoren stand ganz im Zeichen von Robert Kubica. Der Pole entschied mit seinem Citroen DS3 RRC die ersten beiden Prüfungen für sich und stellte auch die Bestzeit in der abschließenden Superspecial auf. Skoda-Fahrer Jan Kopecky baute sein Gefühl auf Schotter wieder auf und schob sich auf den zweiten Platz. Der Rückstand des Tschechen beträgt 9,7 Sekunden. Craig Breen (Peugeot 207 S2000) erlitt in WP2 einen Reifenschaden und liegt am Ende der ersten Etappe hinter Lokalmatador Ricardo Moura (Skoda Fabia S2000) auf dem vierten Platz.

Robert Kubica

Robert Kubica hat die ersten drei Prüfungen auf den Azoren gewonnen Zoom

Die Rallye begann nicht wie geplant: Aufgrund des schlechten Wetters musste WP1 komplett abgesagt werden. WP2 wurde auf eine Länge von 6,14 Kilometer verkürzt. Kubica markierte die Bestzeit und nahm Breen 2,2 Sekunden ab. "Es ist gut gelaufen, aber es war eine sehr rutschige Prüfung", merkt der Pole an. "In manchen Abschnitten war mein Speed recht gut." Der Nebel während der Recce hatte die Fahrer vor eine große Herausforderung gestellt, denn die Aufschriebe waren nicht perfekt.

Deswegen tasteten sich die Fahrer in der ersten WP langsam an das Limit heran. "Es war schwierig und es gibt noch viel Raum für Verbesserungen", sagt Breen. Kopecky verlor 7,4 Sekunden auf Kubica und reihte sich hinter Moura auf Platz vier ein. "Es war kein Nebel, aber die Prüfung war nicht einfach. Ich muss erst wieder mein Vertrauen auf Schotter finden, denn meine letzte Schotter-Rallye war Zypern", spricht der Skoda-Fahrer das IRC-Finale 2011 an.


Fotos: ERC auf den Azoren


Lokalmatador Bruno Magalhaes (Peugeot 207 S2000) stellte die gleiche Zeit wie Kopecky auf. Der Portugiese ist im Feld der einzige Starter, der diese Rallye bereits gewonnen hat. "Der Start war okay, aber die Prüfung war sehr schwierig. Der Schotter war sehr rutschig. Wenn man im Qualifying eine schlechte Zeit fährt, dann muss man den Preis dafür zahlen", sagt er über seine frühe Startposition. Wallenwein sortierte sich als Zehnter ein. "Es war besser als am Vormittag. Die Sonne hat geholfen und es war okay."

WP3: Kubica erneut Schnellster

Anschließend ging es zur dritten WP "Lagoa" über 7,91 Kilometer. Und Kubica stellte erneut die Bestzeit auf. Der Pole war um 1,5 Sekunden schneller als Kopecky. "Es war eine sehr knifflige Prüfung, sehr schwierig. Es gab auch einen langen Abschnitt auf Asphalt. Ich bin noch nie so lange mit Schotter-Reifen auf Asphalt gefahren", berichtet Kubica. "Die Recce war sehr schwierig, weshalb ich Probleme mit dem Aufschrieb habe."

Jan Kopecky

Skoda-Fahrer Jan Kopecky hat 9,7 Sekunden Rückstand auf Robert Kubica Zoom

In der Gesamtwertung baute er seinen Vorsprung auf 7,9 Sekunden aus. Neuer Zweiter war nach WP3 Moura, gefolgt von Kopecky. Breen war auf Rang vier zurückgefallen. Was war geschehen? "Ich musste sehr vorsichtig fahren, weil ich mir in der ersten Prüfung einen Reifenschaden zugezogen habe. Ich habe nur einen Ersatzreifen dabei, weshalb ich aufpassen musste", klärt der Ire auf. Bei Kopecky lief es dafür besser als in WP2. "Die Prüfung war sehr schnell und ich hatte mehr Vertrauen zum Auto."

Die Spitze lag nach diesen beiden Prüfungen dicht beisammen, denn Magalhaes lag als Fünfter nur elf Sekunden zurück. "Es war okay. Das Qualifying war sehr schlecht, weil die Abstimmung falsch war. Nun müssen wir die Strecke für die anderen Fahrer säubern", ärgert er sich über seine vierte Startposition. "Ich glaube, dass ich für morgen noch die Abstimmung etwas verändern werde." Der Deutsche Mark Wallenwein (Skoda Fabia S2000) lag nach WP3 auf dem neunten Platz. "In den schnellen Abschnitten fehlt mir etwas das Vertrauen", merkt der Deutsche an.

Viele Fans bei der Superspecial

Der erste kurze Tag wurde mit der Superspecial "Grupo Marques" abgeschlossen. Die Fahrer traten auf einem kurzen Parcours paarweise gegeneinander an. "Absolut fantastisch, dass so viele Zuschauer hier sind", zeigt sich Wallenwein von der Szenerie beeindruckt. Eine weitere Bestzeit stellte Kubica auf. "Es ist nicht mit der Vergangenheit vergleichbar, aber jetzt haben wir viele Fans gesehen. Ich glaube, dass der Sport diese Prüfungen braucht. Wenn wir mehr Menschen für Rallyes begeistern können, dann wäre es großartig", sagt der ehemalige Formel-1-Pilot über seinen neuen Sport.

Mark Wallenwein

Der Deutsche Mark Wallenwein ist auf den Azoren mit einem Skoda dabei Zoom

Kopecky war um acht Zehntelsekunden langsamer, doch er schob sich auf den zweiten Platz. Sein Rückstand auf Kubica beträgt 9,7 Sekunden. "Es hat sehr viel Spaß gemacht. Hoffentlich ist das Wetter morgen gut, damit die Fans noch mehr sehen können", sagt der Skoda-Fahrer. "Ich bin recht zufrieden, weil mir zu Beginn das Vertrauen gefehlt hat. Mittlerweile läuft es besser."

Auch Breen will nach seinem Reifenproblem am Freitag angreifen. "Es hat Spaß gemacht und ich fühle mich jetzt sehr zuversichtlich, dass ich morgen angreifen kann", kündigt der Ire an. Er liegt hinter Überraschungsmann Moura auf dem vierten Platz. Moura ist der beste Portugiese, während der zweifache Azoren-Sieger Magalhaes nur Siebter ist: "Die Prüfung ist für die Fans sehr schön. Mein erster Tag war gut, aber leider war das Qualifying schlecht. Für das vierte Auto auf der Strecke fahre ich eine gute Zeit."

In der 2WD-Wertung führt Stephane Lefebvre (Peugeot 208 R2) vor den beiden Österreichern Hannes Danzinger (Renault Clio R3) und Hermann Neubauer (Suzuki Swift S1600). Am Samstag stehen acht Prüfungen auf dem Programm. Gestartet wird in der gleichen Reihenfolge wie sie sich die Fahrer nach dem Qualifying ausgesucht haben.

Gesamtwertung nach 4 von 19 Prüfungen (Top 10):
01. Robert Kubica (Citroen DS3 RRC) - 11:13,5 Minuten
02. Jan Kopecky (Skoda Fabia S2000) +9,7 Sekunden
03. Ricardo Moura (Skoda Fabia S2000) +10,5
04. Craig Breen (Peugeot 207 S2000) +11,4
05. Bernardo Sousa (Ford Fiesta RRC) +13,6
06. Jeremi Ancian (Peugeot 207 S2000) +18,9
07. Bruno Magalhaes (Peugeot 207 S2000) +19,4
08. Jan Cerny (Skoda Fabia S2000) +39,8
09. Mark Wallenwein (Skoda Fabia S2000) +43,0
10. Jsaroslav Orsak (Mitsubishi Evo IX R4) +49,8

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