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Zweimal Zweiter: Warum Ekström den Humor nicht verliert

Nach einer Saison, in der es in zwei Serien nur knapp danebenging, erklärt Audi-Pilot Mattias Ekström warum er sein Motto geändert hat

(Motorsport-Total.com) - Kann man sich über einen zweiten Platz freuen? Nein! Können einem zwei zweite Plätze das Jahr vermiesen? Nicht, wenn man Mattias Ekström heißt. Der lebensfrohe Schwede hat 2017 nicht nur in der DTM sondern auch in der Rallycross-WM knapp den Titel verpasst. Und das mit der guten Laune hätte schiefgehen können, wenn er an seinem Jugendmotto festgehalten hätte.

Mattias Ekström

Mattias Ekström kann ein Jahr ohne Titel nicht die Laune verderben Zoom

"Vor 'Go hard, or go home' war 'The second place, is the first loser' mein Slogan", erklärt er gegenüber 'DTM.com'. "Irgendwann dachte ich mir aber, das passt eigentlich nicht zu dir. Da war ich 13 Jahre alt. Deshalb fand ich es auch so lustig. Wenn man so nah dran ist, will man ja auch den Erfolg haben."

"Wenn man in einer Saison in zwei der größten Motorsport-Veranstaltungen auf der Erde Zweiter ist, dann muss man das mit einem gewissen Humor nehmen. Sonst ärgere ich mich ja zu Tode", sagt Ekström, der mit mittlerweile 39 Jahren und einer langen Motorsportkarriere geübt darin ist, die richtigen Lehren aus einem Motorsportjahr zu ziehen, in denen er die Erwartungen nicht erfüllen konnte.

"Klar war das Qualifying in vielen Rennen das Problem", analysiert er etwa. "Aber gegen Ende der Saison waren wir auch in den Rennen ein bisschen zu langsam. Ich hatte auch nicht mehr Druck als normal. In der DTM sieht man heutzutage schlecht aus, wenn man nicht aussortiert ist. Kleine Unterschiede machen Erfolg oder Misserfolg aus. Ich habe an dem Wochenende nichts anders gemacht, als sonst. Es ist halt manchmal so, dass es nicht reicht. Es ist brutal, wenn man so nah dran war."


Fotostrecke: DTM-Saison 2017 in Zahlen

Aber Ekström weiß auch, dass er nicht als Verlierer in Erinnerung bleiben wird - auch wenn er sich noch immer nicht dreimaliger DTM-Meister nennen darf. "2011 war für mich das beste Jahr als Fahrer", erinnert er sich. "Da hat viel gepasst. Trotzdem habe ich nicht gewonnen. Am Anfang hatten wir Probleme mit dem Auto. Als das aussortiert war, bin ich abgegangen wie Schmitz Katze. Das selbe war in den Jahren danach, als ich hinter Marco Wittmann und Pascal Wehrlein war."

"Und jetzt hatte ich das selbe mit Rene Rast. Mit ihm war es etwas anders, weil er ein Markenkollege ist. Aber, wenn man Meisterschaftskandidat ist, kämpft man gegen alle. Eigentlich ist das egal. Nur die Regeln im Zweikampf sind etwas anders. Im Qualifying fährst du eh volle Lotte."

Bei aller Lebensfreude muss sich aber auch ein Ekström eingestehen: "Ich muss zugeben, ich hätte dieses Jahr schon gerne gewonnen. Wenn du über so einen langen Zeitraum vorne bist, dann willst du auch am Ende mal wieder ganz oben auf dem Podium stehen."

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