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Spielberg: Von gelben Flaggen und grauen Wolken

In Spielberg laufen die Vorbereitungen auf das dritte DTM-Rennen des Jahres: Ein Blick auf Wetter, Reifen und umstrittene Strafen

(Motorsport-Total.com) - Auch am Renntag der DTM in Spielberg gehen die Blicke vieler Fahrer und Verantwortlicher gen Himmel. Starke Regenfälle haben den Red-Bull-Ring am Samstagabend und in der Nacht geflutet, die Niederschläge sind seit 10:00 Uhr jedoch nahezu komplett abgeklungen. In den umliegenden Bergen hängen dichte Wolken, aber es besteht die Hoffnung, dass es bis zum Rennstart (13:30 Uhr) keine weiteren Schauer gibt und die Strecke bei böigem Wind sogar komplett abtrocknet. Die DTM ist für ein Rennen auf Slicks vorbereitet.

Mike Rockenfeller

Mike Rockenfeller gehörte zu den drei Temposündern im Training Zoom

"Nur aufgrund einer gewissen Regenwahrscheinlichkeit, die von Meteorologen für den Renntag vorhergesagt wird, geht keiner schon am Samstag auf ein Regensetup. Man darf an der Abstimmung fast nichts mehr ändern, kann höchstens per Heckflügel und Reifendruck noch etwas machen", erklärt Rosberg-Teamchef Arno Zensen. "Keiner setzt alles auf die Regenkarte, denn es ist so: Du verlierst im Regen mit einem Trockensetup nicht so viel wie im Trockenen mit einer Regenabstimmung."

Teams und Piloten rechnen mit einem Start unter normalen Rennbedingungen mit - mindestens - einer trockenen Ideallinie. Entsprechend haben die Mannschaften die Pneus benannt, mit denen ihre Schützlinge in die 47 Runden starten werden. An der Spitze setzen alle Piloten auf die Optionsreifen, dahinter wagen sich Dirk Werner (10.), Timo Glock (12.) und Mike Rockenfeller (13.) im ersten Stint auf Standardslicks von Hankook auf die Strecke. Vor allem der Brands-Hatch-Sieger erhofft sich den Sprung nach vorn.

Strafen: Neun von zwölf haben Glück

Rockenfeller war - ebenso wie Audi-Markenkollege Jamie Green und BMW-Pilot Andy Priaulx - nach dem Qualifying um fünf Plätze nach hinten versetzt worden. Das Trio war im Freien Training unter Gelb zu schnell gefahren. Gleich zwölf Fahrer standen nach der Session am Samstagmorgen unter Verdacht, bei einer Gefahrensituation nicht ausreichend verlangsamt zu haben. Nicht allen konnte das Vergehen eindeutig nachgewiesen werden. Rockenfeller schäumte, als er von der Strafe erfuhr: "Kann ich nicht verstehen!"


Fotos: DTM in Spielberg


Warum erwischte es ausgerechnet Priaulx, Green und Rockenfeller? Zum jenem Zeitpunkt, als die gelben Flaggen kurz vor dem Ende des Freien Trainings geschwenkt wurden, funktionierte die Technik in der Rennleitung nicht vollständig. Das Marshalling-System war phasenweise ausgefallen. Gleich zwölf Fahrer markierten zu jenem Zeitpunkt zu schnelle Sektorenzeiten, allerdings war nicht belegbar, dass alle Piloten von der Situation samt Gelb Kenntnis haben mussten. Im Zweifel für den Angeklagten.

Bei Priaulx, Green und Rockenfeller war die Situation anders: Alle drei waren auch in den Folgerunden in jenem Abschnitt zu schnell. Das konnte ihnen anhand der Datenaufzeichnungen bewiesen werden. Fazit: Neun Fahrer haben schlichtweg das Glück gehabt, dass die Technik in der Rennleitung zwischenzeitlich nicht wunschgemäß funktionierte. Rockenfeller, Priaulx und Green hingegen haben den Fehler zu oft wiederholt. Das Reglement sieht dort keinen Spielraum in der Bestrafung vor: es geht jeweils fünf Ränge zurück.

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