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  • 22.08.2017 13:09

  • von Rebecca Friese & Julia Spacek

Maxime Martin: Das stille Punkte-Eichhörnchen

Maxime Martin hat in Zandvoort wieder Einiges zum Punktekonto von BMW beitragen können - Dabei hält sich der Belgier selbst weiter im Titelrennen

(Motorsport-Total.com) - Nur die Zandvoort-Sieger Timo Glock und Mike Rockenfeller reisen mit mehr Punkten aus den Niederlanden ab als Maxime Martin. Glock, Rockenfeller, Ekström, Auer - das sind die Namen, die sich in Schlagzeilen rund um das Thema Titelfavoriten gut machen. Dabei hält sich BMW-Pilot Martin heimlich, still und leise auch stetig im Meisterschaftskampf und konnte am Wochenende in der Tabelle sogar an Mercedes-Shootingstar Lucas Auer vorbeiziehen.

Titel-Bild zur News: Maxime Martin

Könnte es Maxime Martin sein, der am Ende die Nase vorn hat? Zoom

Aber Martin ist nicht ganz zufrieden mit seinem Rennwochenende. Aus Startplatz vier wurde am Samstag ein Podiumsplatz - aber es wäre mehr drin gewesene. Von Startplatz drei aus gab es am Sonntag ein frühes Drama, nachdem nur Rang sechs gerettet werden konnte. "Das Wochenende war okay. Wir haben ein paar Punkte mitgenommen. Aber wir hatten definitiv die Pace um noch besser abzuschneiden. Deswegen ist es schade", so Martin im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

Es war eine regelrechte Schrecksekunde, die der Belgier am Start ausgelöst hatte. "Ich habe den Motor komplett abgewürgt", erklärt er, warum er am Start stehen blieb und die Fahrer hinter ihm scharf ausweichen mussten. "Wir haben noch nicht wirklich verstanden, was da passiert ist. Denn eigentlich war alles normal und nach Vorgabe. Es war natürlich schade - auf Startplatz drei den Motor abzuwürgen ist das Schlimmste, was passieren kann."

"Ich habe in den Rückspiegel geschaut und gebetet, dass mir keiner ins Heck fährt", sagt er. Dabei hatte er am Samstag noch selbst festgestellt, dass ein gutes Qualifying das halbe Rennen entscheiden würde - nicht aber, wenn man am Start stehen bleibt. Seine Aufholjagd brachte ihm am Ende acht, der 24 Punkte die er zum 97-Zähler-Bollwerk von BMW in Zandvoort hinzusteuern konnte.


Fotos: Maxime Martin, DTM in Zandvoort


Martin bleibt Gesamtfünfter mit 102 Punkten. Den Abstand zur Tabellenführung hat er auf 29 Zähler verkürzen können. Bei noch sechs zu fahrenden Rennen sind theoretisch noch 168 Meisterschaftspunkte zu holen und bis runter zu dem achtplatzierten Marco Wittmann (93) scheint noch alles offen.

Martin, der in den ersten zwölf Rennen schon viermal auf dem Podium stand, hatte bereits nach seinem Sieg auf dem Norisring angemerkt, er könne sich vorstellen, in seiner vierten DTM-Saison zum Titelaspiranten zu werden. Und der kommende Event könnte ihm dabei auch entgegenkommen.

Es geht auf dem Nürburgring, wo er 2015 schon einmal triumphieren konnte. "Ich mag die Strecke und habe da vor zwei Jahren gewonnen. Ich bin sicher, dass wir dort konkurrenzfähig sein können und hoffe auf gute Rennen", sagt er. Darüber hinaus tritt BMW nach Zandvoort um 25 kg leichter als Audi und mit 15 kg weniger Gewicht als Mercedes an. Gute Voraussetzungen um weiter heimlich, still und leise Punkte zu hamstern.