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Green über schlechteste DTM-Saison der Karriere: "Ist mir vorher nie passiert"

Hinter Jamie Green liegt eine schwierige DTM-Saison 2018, in der er Letzter wurde, doch der Audi-Fahrer hat nie an seinem fahrerischen Können gezweifelt

(Motorsport-Total.com) - Wenn jemand froh ist, dass die DTM-Saison 2018 vorbei ist, dann vermutlich Jamie Green. Der Audi-Pilot hat das wohl schwierigste Jahr seiner Motorsport-Karriere hinter sich. Seit 14 Jahren ist der sympathische Brite bereits in der deutschen Tourenwagenserie unterwegs - und noch nie war er am Saisonende schlechter als 2018. "Das war offensichtlich die schlechteste DTM-Saison meiner Karriere. Ich bin Letzter geworden, das ist mir vorher nie passiert", sagt er zu 'dtm.com'.

Jamie Green

Jamie Green will den Blick nach vorne richten Zoom

Nur fünf von 20 Rennen beendete der 36-Jährige in den Punkterängen. Ein fünfter Platz im Samstagsrennen in Spielberg und Startplatz sieben im ersten Lauf in Budapest stehen als seine besten Ergebnisse in Rennen und Qualifying zu Buche. Eine magere Punktausbeute von 27 Zählern haben den 18. - und damit letzten - Gesamtrang in der DTM-Fahrerwertung 2018 zur Folge.

"Ich war in den letzten 14 Jahren sehr oft vorne mit dabei. Die Medien erwarten auch, dass du immer schnell bist und vorne mitfährst. Für manche ist das dann schockierend. Für mich war das auch ein Schock. Wir haben nicht das Beste aus dem Auto rausgeholt", erklärt der Audi-Mann.

Green gehörte in den Vorjahren zu den Titelanwärtern

Im Vorjahr gehörte Green zu einem der vier Audi-Fahrer, die bis zum letzten Saisonrennen um den DTM-Titel kämpften. Nur ein Jahr später hatte der Mann aus Leicester mit dem Ausgang der Meisterschaft nichts zu tun. Viele im DTM-Fahrerlager fragten sich, was mit Green los ist, denn solche Ergebnisse ist man von ihm einfach nicht gewohnt.


Fotos: Jamie Green, DTM-Finale in Hockenheim


Er selbst glaubt die Antwort auf diese Frage zu kennen. "Die Regeln haben sich im Vergleich zum Vorjahr stark verändert. Zu Beginn der Saison hatten alle Audis damit zu kämpfen. An den ersten drei, vier Wochenenden gab es große Probleme. Speziell mein Ingenieur und ich haben keine großen Fortschritte beim Set-up des Autos gemacht, weil wir nicht testen konnten. Wir haben die Dinge nie richtig sortiert bekommen. Erst am Ende wurde es besser, aber da war die Saison vorbei", fasst Green zusammen.

Auch die Tatsache, dass sein Rosberg-Teamkollege Rene Rast ab Zandvoort einen Lauf hatte und die letzten sechs Rennen gewann, hat dem Briten nicht geholfen. Eher im Gegenteil, wie er erklärt: "Aus der Sicht von Audi geht es an einem bestimmten Punkt der Saison nicht mehr darum mich von Platz 18 auf Platz zehn zu bringen. Der Fokus liegt dann woanders. Im großen Ganzen ist das nicht wichtig. Das Ziel war, Rene zu unterstützen, damit er den Titel gewinnen kann."


Der DTM-Jahresfilm 2018

Der offizielle Saisonrückblick auf die DTM-Saison 2018 mit den spektakulärsten Szenen! Weitere DTM-Videos

Am Saisonende hätten Greens Ergebnisse "am unteren Ende der Prioritätenliste" gestanden. Statt selbst um die Spitzenpositionen zu kämpfen unterstützte er Rast im Titelkampf. "Besonders am letzten Wochenende in Hockenheim habe ich versucht, Rene im Qualifying zu helfen, indem ich ihm Windschatten gegeben habe. Wenn du schlechte Resultate hast, wirst du in den letzten Rennen zu einem unterstützenden Teamplayer", ist es für ihn selbstverständlich, seinem Teamkollegen zu helfen und den eigenen Erfolg hintenanzustellen. "Dadurch kannst du dich im Gesamtklassement natürlich nicht mehr verbessern", erklärt er.

Green ist besser, als die Resultate der Saison 2018 vermuten lassen. Das hat er bereits mehrmals unter Beweis gestellt und hat nicht ohne Grund drei Mal in Folge einen zweiten (2015) und zwei dritte Plätze (2016 und 2017) in der DTM-Fahrerwertung belegt. Zuvor war er regelmäßig auf den vorderen Plätzen zu finden und der elfte Gesamtplatz 2013 war seine bis dahin schlechteste DTM-Saison. Der 18. Gesamtrang in der abgelaufenen Saison sind der Tiefpunkt seiner bisherigen DTM-Karriere und soll auch ein einmaliger Ausrutscher bleiben.

Doch davon lässt sich der dreifache Familienvater nicht unterkriegen und trotz des schlechten Abschneidens hat er nie an seinen fahrerischen Fähigkeiten gezweifelt. Ihn lässt auch völlig kalt, dass er von einem Automagazin als "Enttäuschung der DTM-Saison 2018" bezeichnet wurde. "Wenn du einen guten Job machst, erklären dich die Medien zum Superstar. Und wenn du einen schlechten Job machst, ist das Gegenteil der Fall", sagt er.

Natürlich sei er nicht zufrieden mit seiner Saison und er möchte die Winterpause nutzen, sich optimal auf das neue Jahr vorzubereiten. "Ich muss aus diesem schlechten Jahr meine Lehren ziehen und im nächsten Jahr werde ich wieder versuchen, mein Bestes zu geben", lautet seine Kampfansage.

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