DTM-Rennen Oschersleben 2: Engstler-Sieg, Bortolotti-Pech, Stinkefinger-Affäre!

Erster DTM-Sieg für Luca Engstler - Mirko Bortolotti (Lamborghini) verliert Siegchance beim Boxenstopp und Thierry Vermeulen (Ferrari) zeigt Rene Rast den Stinkefinger!

(Motorsport-Total.com) - Luca Engstler (GRT-Lamborghini) feiert seinen ersten Karrieresieg in der DTM! Wie schon am Vortag, als Marco Wittmann (Schubert-BMW) von einer Full-Course-Yellow profitierte, rutschte der 24-Jährige durch eine Gelbphase zur Rennhalbzeit an die Spitze, die er bis ins Ziel gegen Maro Engel (Winward-Mercedes) verteidigt. (Ergebnis)

Titel-Bild zur News: Luca Engstler feiert seinen ersten DTM-Erfolg

Luca Engstler feiert seinen ersten DTM-Erfolg Zoom

"Keine Worte. Ich bin nur glücklich und happy und möchte mich einfach bei allen bedanken, die mich auf dem harten Weg unterstützt haben. Danke an alle", funkt Engstler nach der Zieldurchfahrt.

Auch Papa Franz Engstler jubelt bei ran.de: "Das ist der Wahnsinn. Kompliment an die ganze Grasser-Truppe, die haben einen Megajob gemacht. Luca war absolut fehlerfrei, hat den Druck von Maro ausgehalten und ich kann nur sagen: Kompliment, das war ein irres Rennen. Ich bin komplett kaputt."

Mercedes-AMG-Fahrer Engel wartete bis zuletzt auf einen Fehler von Engstler, doch der Youngster behielt die Nerven und brachte seinen ersten DTM-Sieg über die Ziellinie - mit einem Vorsprung von nur 0,3 Sekunden! Luca Stolz (HRT-Mercedes) klettert als Dritter auf das Podium.

"Das fühlt sich sehr gut an. Wir hatten im vergangenen Jahr eine echte Pechsträhne, wo mehrmals das Podium drin war und es nicht geklappt hat aus diversen Gründen", erinnert Mercedes-AMG-Pilot Engel. "Insofern sind wir sehr glücklich, hier das Podium zu holen. Natürlich war es ein bisschen glücklich mit der FCY, dennoch war es ein gutes Rennen. Wir hatten uns an diesem Wochenende bereits relativ viel erhofft, weil die Pace am Freitag gut war."

"Dann haben wir die Streckenbedingungen für den Rest des Wochenendes nicht richtig eingeschätzt - die haben sich geändert", verrät der Winward-Fahrer gegenüber ran.de. "Aber umso besser und schöner, das Wochenende auf diese Weise zu beenden."

Polesitter Mirko Bortolotti (SSR-Lamborghini, 15.), der bis zum Boxenstopp in Führung lag, verliert alle Chancen auf den Sieg, weil beim Boxenstopp die Radmutter am linken Hinterrad klemmt und der Italiener fast 30 Sekunden verliert. Ein Problem, das der SSR-Performance-Mannschaft nicht unbekannt war - denn wenige Runden zuvor schied schon Teamkollege Nicki Thiim mit dem gleichen Problem aus!

"Es spielt aber keine Rolle. Es ist, wie es ist. Am Ende hätten wir ohnehin nicht gewonnen, weil es wieder so ein 'Lucky-Punch-Rennen' war", spielt Bortolotti bei ran.de auf das Glück von Engstler und Engel an. "Die ersten beiden Plätze waren sowieso gelaufen."

Vermeulen zeigt Rast den Stinkefinger

Thierry Vermeulen (Emil-Frey-Ferrari, DNF) ärgerte sich über Schubert-BMW-Pilot Rene Rast: Kurz vor Halbzeit des Rennens kollidierten die beiden Streithähne, was für den Niederländer mit einem Einschlag in der Leitplanke endete. Wenngleich die Schuldfrage für den Unfall bislang ungeklärt ist, droht Vermeulen noch Ärger, denn der Emil-Frey-Pilot zeigte Rast beim Vorbeifahren den Stinkefinger!

Der Zwischenfall hatte eine Full-Course-Yellow zur Folge, die zur Rennentscheidung führte: Weil Engstler und Engel kurz vorher zum Pflichtstopp abgebogen waren, verloren sie weniger Zeit als Stolz, der später unter Grün zum Reifenwechsel kam. Damit rutschten sie am Mercedes-Piloten vorbei, der am Ende Dritter wird.

Arjun Maini (HRT-Mercedes) belegt die vierte Position. Dahinter ereignet sich in der letzten Runde ein weiteres Drama: Ricardo Feller, der kurz vor der Ziellinie noch auf dem fünften Platz liegt, bekommt auf den letzten Meter noch Elektronikprobleme, wodurch der Motor ausging. Er fällt auf den neunten Platz zurück. Teamkollege Kelvin van der Linde (Abt-Audi) erbt die fünfte Position.

Ricardo Feller verliert seinen fünften Platz auf den letzten Metern

Ricardo Feller verliert seinen fünften Platz auf den letzten Metern Zoom

Sheldon van der Linde (Schubert-BMW) landete als bester BMW-Pilot auf dem sechsten Platz, vor Teamkollege Rene Rast und Christian Engelhart (GRT-Lamborghini). Marco Wittmann (Schubert-BMW) betreibt Schadensbegrenzung und komplettiert die Top 10.

Vortagessieger Aitken verursacht Startunfall

Kurz nach dem Start kam es in der Hasseröder-Kurve zu einem Startunfall, an dem Jack Aitken (Emil-Frey-Ferrari), Maximilian Paul (Paul-Lamborghini), Lucas Auer (Winward-Mercedes) und Sheldon van der Linde beteiligt waren. Auslöser des Zwischenfalls war Vortagessieger Aitken, der vom dritten Startplatz ins Rennen ging und in der ersten Kurve einen Angriff gegen Stolz wagte.

Bei einem Kontakt mit dem Mercedes-AMG-Piloten beschädigte sich der Brite den rechten Hinterreifen, was in der dritten Kurve zum Dreher führte. In der Folge riss Aitken auch die anderen Piloten mit sich, die im Gegensatz zum Ferrari-Piloten allerdings weiterfahren konnten. Das Safety-Car musste auf die Strecke, um den Emil-Frey-Ferrari gefahrlos bergen zu können.

Clemens Schmid (Dörr-McLaren) belegt am Ende als bester McLaren-Fahrer den zwölften Platz, knapp hinter Auer, der seinen Winward-Mercedes nach der Startkollision mit starker Beschädigung an der Front über die Ziellinie bringt.


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In vier Wochen (24. bis 26. Mai) gastiert die DTM auf dem Lausitzring in Brandenburg. Dort finden die nächsten beiden Rennen statt, am Samstag allerdings mit verändertem Zeitplan!

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