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BMW-Motorsportchef über neues DTM-Auto: "Es ist für uns alle neu"

In der DTM-Saison 2019 kommen die neuen Autos mit neuen Motoren zum Einsatz - Laut Jens Marquart fangen alle Teams bei null an

(Motorsport-Total.com) - Die DTM-Saison 2019 hält aufgrund der umfangreichen Regeländerungen viele Überraschungen bereit. Es kommt ein neuer Motor zum Einsatz und auch die Autos wurden maßgeblich verändert. BMW-Motorsportchef Jens Marquart erwartet eine enge Saison, da alle Marken bei null starten würden. Neueinsteiger Aston Martin wird mit HWA kooperieren und deshalb glaubt Marquart, dass der DTM-Neuzugang von Beginn an wettbewerbsfähig sein wird.

Bruno Spengler

BMW glaubt an eine ausgeglichene DTM-Saison 2019 Zoom

"Wir hatten jetzt erst einen richtigen Test mit dem neuen Antriebsstrang", so der BMW-Motorsportchef. "Vorher waren es nur kleine Rollouts. Beim ersten Test siehst du erstmals, wie passt das alles, wie ist der Kühlhaushalt und dergleichen?" BMW habe sofort einige Bereich identifiziert, bei denen es noch Optimierungsbedarf gibt. Da ein Turbomotor ein "völlig anderes Fahrzeugpaket" sei, habe der Hersteller vor dem Saisonstart noch alle Hände voll zu tun.

"Das ist ganz normale Entwicklungsarbeit", fügt er hinzu. "Man muss wirklich sagen: Es ist der größte Einschnitt seit Jahren in der DTM." Die neuen Kühlvorrichtungen beschreibt Marquart als "Schweizer Käse", da es so viele Öffnungen gibt. Er sagt: "Da sind mittlerweile so viele Öffnungen drin, um die Kühlluft reinzukriegen. Letztes Jahr hatten wir noch eine geschlossene Niere, jetzt ist sie komplett offen." Das neue Antriebskonzept habe das komplette Auto stark verändert und deshalb stünden die Marken jetzt vor einer großen Herausforderung.

Bezüglich der Chancengleichheit macht sich Marquart keine Sorgen, da "das Reglement schon so gemacht" sei. Er erklärt: "Da wird keine so große Variation dabei herauskommen. Es ist für uns alle neu. Wie schnell kriegt jeder sein Paket aussortiert und optimiert? Und ab wann reden wir von Konzept- und Paketunterschieden und nicht mehr von 'noch nicht so ganz im Griff'? Da muss man auch bei Aston Martin schauen." Aston Martin würde mit HWA einen starken Partner haben, der den Hersteller sofort in Angriffsposition katapultieren könne.

"Aber wie schnell kriegen sie die Autos fertig, wann können sie ins Testen einsteigen?", fragt sich Marquart. "Es ist noch sehr früh. Wir müssen schauen, wo man steht, wenn es soweit ist. Es gibt heutzutage ja auch Möglichkeiten, solche Sachen zu vermessen, um zu schauen, ob ein Konzept- oder Systemunterschied besteht." Es sei nicht nur ein einfacher Motorwechsel, betont Marquart. Aufgrund des neuen Antriebs würde ein komplett neues Auto entstehen, das jetzt erst einmal kennengelernt und entwickelt werden muss.

BMW mit der Saison 2018 nicht zufrieden


DTM-Test in Jerez

In der Herstellerwertung landete BMW in der vergangenen Saison mit deutlichem Abstand hinter Mercedes auf Platz zwei. Immerhin schaffte es die Marke, Audi zu schlagen. In der Fahrerwertung war Marco Wittmann auf Platz vier der beste BMW-Pilot. Insgesamt sei BMW mit der Leistung im Jahr 2018 nicht zufrieden.

"Aus BMW-Sicht hätten wir uns sicher das eine oder andere mehr erhofft", sagt Marquart. "Wir haben es seit 2012 immer geschafft, um die Titel zu kämpfen, auch Titel zu holen. Dieses Jahr haben wir keinen Titel gewonnen." Der Marke habe stark angefangen, aber dann habe es ab Budapest einen "Durchhänger" gegeben, der BMW nach hinten geworfen hätte. "Da müssen wir für nächstes Jahr daran arbeiten, dass wir so etwas nicht mehr haben, dass wir konstanter durchfahren", so Marquart.

"Da waren tolle Events dabei", resümiert der BMW-Motorsportchef. "Aber es ist unser Anspruch, bis zum Schluss um die Titel mit dabei zu sein. Das ist uns dieses Jahr nicht gelungen. Daran müssen wir arbeiten." Die DTM-Saison 2019 startet am 3. bis 5. Mai in Hockenheim, wo auch das Saisonfinale am 4. bis 6. Oktober stattfinden wird.

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