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BMW: "Alternative Projekte" im Tourenwagenbereich?

Aus der Formel 1 wird sich BMW nach Saisonende verabschieden, doch dem Motor- und speziell dem Tourenwagensport will der Hersteller verbunden bleiben

(Motorsport-Total.com) - In der Sommerpause zwischen den Grands Prix in Budapest und Valencia hat BMW bekannt gegeben, sich nach Saisonende aus der Formel 1 zurückzuziehen. Oberste Priorität hat für BMW Motorsport Direktor Mario Theissen nun, den Fortbestand des Hinwiler Teams zu sichern und einen neuen Eigentümer zu finden.

Jörg Müller, Augusto Farfus

BMW denkt gerade darüber nach, welches Projekt man mitgestalten möchte Zoom

Doch unabhängig von der Königsklasse steht schon jetzt fest, dass der Automobilhersteller mit Sitz in München weiterhin Motor- und vor allem Tourenwagensport betreiben wird. Weil das Engagement in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) bekanntermaßen auf dem Prüfstand steht, wurde BMW in den vergangenen Wochen immer wieder mit einem Einstieg in die DTM in Verbindung gebracht. Dort würde man einen dritten Hersteller mit offenen Armen begrüßen.#w1#

Theissen signalisiert Interesse

Seitens BMW besteht grundsätzliches Interesse an einem solchen oder ähnlichen Engagement: "Wir werden für die Zukunft alternative Projekte im Tourenwagen- und GT-Bereich evaluieren. Die DTM bewegt sich auf GT-Niveau. Man kann da über etwas nachdenken - dem würden wir aufgeschlossen gegenüberstehen", erklärte Theissen am Donnerstag vor dem Formel-1-Grand-Prix von Europa im spanischen Valencia.

Gleichzeitig stellte der 57-Jährige klar: "Wir reden hier aber nicht von der DTM in ihrer derzeitigen Form. GT-Rennsport könnte für uns interessant sein, wenn das Format stimmt, wenn das Auto in mehreren Serien verwendet werden kann und so weiter." Das lässt Spielraum für Spekulationen. Die DTM plant in den nächsten Jahren bekanntlich eine Reform. Wie diese im Detail aussehen wird, steht allerdings noch in den Sternen.

2011 ideales Jahr für Neueinsteiger

Ursprünglich hätte das neue DTM-Reglement 2011 eingeführt werden sollen, derzeit erscheint jedoch eine andere Variante wahrscheinlicher: Neueinsteiger dürfen schon ab 2011 unter Reformbedingungen fahren, für die bestehenden Hersteller Audi und Mercedes besteht aber die Möglichkeit, auch 2011 noch die entwicklungsseitig eingefrorenen 2009er-Modelle zu verwenden. Das würde Kosten sparen.

Die ohnehin geplante DTM-Reform soll mittel- bis langfristig vor allem neue Hersteller wie beispielsweise BMW anlocken. Dass man noch bis 2011 Zeit hat, bedeutet auch, dass potenzielle Neueinsteiger Gelegenheit hätten, das Serienformat aktiv mitzugestalten. Wahrscheinlicher als ein Rallye-WM-Engagement (Theissen: "Davon höre ich zum ersten Mal") ist ein neues Tourenwagenprojekt aus Sicht von BMW allemal...

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