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  • 20.01.2013 · 15:36

Kahle/Schünemann: Jubel über Platz 13

Matthias Kahle und Thomas M. Schünemann bewältigen mit dem neuen SAM-Mercedes die Rallye Dakar und sind im Ziel die beste deutsche Fahrerpaarung

(Motorsport-Total.com) - Das HS-RallyeTeam hat die härteste Rallye der Welt zum vierten Mal in fünf Jahren bezwungen: Matthias Kahle und Thomas M. Schünemann liefen am Samstagabend nach mehr als 8.500 Kilometern auf Position 13 der Automobilwertung in Santiago de Chile ein und sind damit einmal mehr die beste rein deutsche Fahrerpaarung bei der Rallye Dakar. Dank einer tadellosen Leistung der Deutschen und eines extrem robusten SAM 30D CC erzielt die Hamburger Mannschaft ein herausragendes Resultat bei der härtesten Rallye der Welt, die bei der 35. Ausgabe mit hochkarätig besetzt ist, wie seit vielen Jahren nicht mehr.

Matthias Kahle

Der neue SAM-Mercedes von Kahle/Schünemann lief klaglos Zoom

Nach 14 äußerst anspruchsvollen Etappen über 8.574 Kilometer quer durch Peru, Argentinien und Chile haben Kahle und Schünemann lediglich 5:33.33 Stunden Rückstand auf Gesamtsieger Stephane Peterhansel im Mini All4-Racing. Ein Grund für den geringen Abstand ist die phänomenale Zuverlässigkeit des SAM 30D CC bei seiner ersten Dakar-Teilnahme - ein Ergebnis der soliden Arbeit der Sächsischen Automobil Manufaktur (SAM) beim Aufbau des Fahrzeugs und des täglichen engagierten Einsatzes der SAM-Mechaniker.

In zwei Wochen mussten Kahle/Schünemann kein einziges Mal wegen eines technischen Defekts stoppen. Der Lohn für diese Leistung: Während der 300 PS starke Allrad-Prototyp der beste Dakar-Neuling im gesamten Starterfeld ist, erreichen Kahle/Schünemann das Ziel in Santiago de Chile als schnellste rein deutsche Fahrerpaarung. Das eingespielte Duo glänzt dabei vor allem auf den fahrerisch anspruchsvollen Rallyestrecken in Argentinien: Zwei Mal gelang dem HS-RallyeTeam der Sprung in die Top-10 der Tageswertung.


Fotos: Dakar 2013, Tag 11 - Tag 15


Auf der letzten Etappe der Wüstenrallye sind die im klassischen Rallyesport groß gewordenen Piloten erneut in ihrem Element. Kahle und Navigator Schünemann genoßen die schnellen und geschwungenen Schotterpisten der Schlussetappe zwischen La Serena und Santiago de Chile, ziehen im Laufe der Speziale an vier Lkw und fünf Autos vorbei und erreichen trotz der zahlreichen Überholmanöver Rang 14 in der Tageswertung. Gleichzeitig behauptet sich das HS-RallyeTeam im Duell mit Robby Gordons Hummer H3 und rettet einen Vorsprung von 4.42 Minuten über die Ziellinie.

Matthias Kahle

Im Ziel war die Freude bei Matthias Kahle und Thomas M. Schünemann groß Zoom

"Nach vielen harten Tagen haben die Veranstalter zum Abschluss nochmal eine sehr schön zu fahrende Prüfung ins Programm genommen", sagt Kahle über die Schlussprüfung. "Das war ein gelungenes Finale. Wir sind überglücklich, dass wir das Ziel erreicht und die Strapazen überstanden haben. In meinen Augen haben wir noch nie eine so gute Teamleistung gezeigt wie in diesem Jahr. Die Jungs von SAM haben einen ganz hervorragenden Job gemacht, denn wir hatten noch nie so wenige Probleme und liegen vom Zeitabstand her näher an der Spitze als je zuvor."

Auch Schünemann jubelt über das Ergebnis: "Unglaublich! Wir haben die härteste Rallye der Welt erneut bezwungen! Ich bin stolz auf das gesamte Team. Jeder von uns hat in den vergangenen zwei Wochen wirklich alles gegeben, um ein möglichst gutes Ergebnis einzufahren. Der 13. Platz ist in Anbetracht der starken Konkurrenz sehr hoch einzustufen. Wir haben uns auf über 8.000 Kilometer fast keine Fehler erlaubt und einige herausragende Etappen zurückgelegt."

"Schade ist nur, dass Mathias Behringer, Hugo Kupper und Michael Karg ihren neuen Racetruck wegen eines technischen Defekts vorzeitig abstellen mussten. Dennoch freuen wir uns auf eine tolle Abschlusszeremonie in Santiago de Chile."

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