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Ziel erreicht: Bergmeister wollte GTE-Am-Titel schon im ersten Jahr

Das Porsche-Team Project 1 hat in seiner Debütsaison den WEC-Titel und die 24h von Le Mans gewonnen - Das gesetzte Ziel wurde erreicht

(Motorsport-Total.com) - Der Meisterschaftssieg von Project 1 in der LMGT-Am-Klasse war eine der größten Überraschungen der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) 2018/19. Das Porsche-Team startete zum ersten Mal in der WEC und schaffte es außerdem auch, die 24h von Le Mans zu gewinnen. Den Porsche 911 mit der Startnummer 54 steuerten Egidio Perfetti, Patrick Lindsey und Jörg Bergmeister.

Patrick Lindsey, Egidio Perfetti

Project 1 holt sich in der ersten Saison den WEC-Titel Zoom

Bergmeister hatte sich von Beginn an das Ziel gesetzt, in der ersten Saison Erfolge zu feiern: "Für mich war es immer Zielsetzung, konkurrenzfähig zu sein", sagt er gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Beim ersten Meeting mit Patrick Lindsey und Hans-Bernd [Kamps; Geschäftsführer] hat er die Ansage gemacht, dass wir im ersten Jahr erst einmal schauen und uns etablieren wollen. Da habe ich aber gleich gesagt: Nein, entweder ganz oder gar nicht. Von Anfang an angreifen."

Der Lernprozess des mehr als 25 Jahre alten Teams ist laut Bergmeister aber noch nicht abgeschlossen. Er erklärt: "Ich würde sagen, dass wir vom dritten Rennen an konkurrenzfähig und konstant auf Podiumskurs waren. Jetzt das letzte Rennen, würde ich sagen, ist unser Bestes gewesen."


24h Le Mans 2019: Die Zieldurchfahrt

Kazuki Nakajima nimmt bei den 24 Stunden von Le Mans 2019 die Zielflagge als Erster entgegen: Toyota siegt zum zweiten Mal in Folge

Da das Project-1-Trio in Le Mans nicht auf Platz eins ins Ziel gekommen ist, durfte das Team bei der Siegerehrung nicht ganz oben auf dem Podium stehen. Der Ford-Siegerrennstall um Ben Keating wurde erst nachträglich disqualifiziert, weshalb Project 1 den Sieg erbte.

Zum Abstauber-Sieg sagt Bergmeister: "Zum einen tut es mir natürlich leid für die Fahrer des Fords. Die sind ein super Rennen gefahren. Aber auch wir haben keine Fehler gemacht. Vom Speed her konnten wir nicht ganz mit dem Ford mithalten, aber Regeln sind nun einmal dazu da, eingehalten zu werden. Daher war es absolut korrekt, dass wir den Sieg zugesprochen bekommen haben."


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Ob es für die Porsche-Truppe in dieser Form im Jahr 2019/20 in der WEC weitergeht, steht noch in den Sternen. Bergmeister stellt aber klar: "Ich würde auf jeden Fall nicht nein sagen, mit den Jungs weiterzumachen. Da habe ich sehr viel Arbeit reingesteckt. Wenn ich weiter WEC mache, dann mit Project 1." Ein Verbleib von Bergmeister ist aber wahrscheinlich, weil das Porsche-Team auf zwei Autos expandieren wird.

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