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Toyota: So soll es mit den Hypercar-Kosten in WEC & Le Mans klappen

Toyota-Technikchef Pascal Vasselon betont, dass sich die Le-Mans-Sieger 2018 auch oder gerade unter dem neuen Hypercar-Reglement langfristig zur WEC bekennen

(Motorsport-Total.com) - Zur übernächsten Saison (2020/21) werden in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) die LMP1-Boliden durch die sogenannten Hypercars abgelöst. Die Kosten für ein Zwei-Wagen-Team sollen sich gemäß der jüngsten Regelnovelle im überschaubaren Rahmen halten. Die genauen technischen Spezifikationen haben ACO und FIA zwar noch nicht bekanntgegeben, aber Toyota gibt nun einen Einblick.

Studie: Hypercar für WEC und Le Mans 2020

Die Zukunft wirft Schatten voraus: Hypercars lösen LMP1-Autos 2020 ab Zoom

"Die Limits wurden so gestaltet, dass sie relativ einfach erreichbar sind. Und genau an diesem Punkt werden Kosten gespart", sagt Toyota-Technikchef Pascal Vasselon gegenüber 'Daily Sportscar' und gibt einen Anhaltspunkt: "Eine genaue Zahl zu nennen ist schwierig, denn es wird immer Leute geben, die mehr Geld ausgeben als andere. Aber um mal ein Beispiel zu nennen: Die Motorleistung wird bei 520 Kilowatt liegen. Das muss mit einem einfach erreichbaren BSFC-Wert (Brake Specific Fuel Consumption; Anm. d. Red.) von 230 erreicht werden."

Laut Vasselon werde es daher nicht notwendig sein, mehr Geld in die Motoren zu stecken. "Ich bin mir sicher, dass es trotzdem Leute geben wird, die mehr ausgeben wollen, aber das wird ihnen keinen Vorteil bringen." Doch die Einschränken im Hypercar-Reglement beschränken sich nicht allein auf die Hybridmotoren. Auch die Aerodynamik unterliegt konkreten Limits.

Pascal Vasselon

Toyota-Technikchef Pascal Vasselon ist angesichts der neuen Regeln optimistisch Zoom

"Während die aktuellen LMP1-Autos einen Effizienzkoeffizienten von 6,5 aufweisen, werden die Hypercars auf diesem Gebiet beim Wert 4 angesiedelt sein", legt der Toyota-Technikchef das Verhältnis dar. Und hier würden die gleichen Einschränkungen gelten wie bei den Motoren: "Der Wert 4 ist mit ein paar guten Leuten relativ einfach erreichbar. Natürlich kann man auch 20 Leute an diese Aufgabe setzen, aber das wird einem keinen Vorteil bringen."

So kommt Vasselon zum Schluss: "Von Jahr zu Jahr sollte es nur kleine oder gar keine Performance-Gewinne geben. Die Regeln wurden so geschrieben, dass sie engen Wettbewerb fördern und keine großen Performance-Schritte erlauben. Soweit ich weiß, wird es das erste Mal sein, dass Privatteams alle Elemente eines Hybrid-Prototyp-Programms kaufen können und damit konkurrenzfähig sein können."

Der Toyota-Technikchef betont ausdrücklich, dass dies nicht im Kontrast zu den Bestrebungen seines Arbeitgebers stehe, im Gegenteil: "Wir waren in die Gespräche von Beginn an sehr stark involviert. Wir waren stets dafür, dass die Technik auf dem höchsten Level angesiedelt ist, aber wir müssen akzeptieren, dass es momentan höchste Priorität ist, mehr Wettbewerber in die Rennserie zu bringen. Wir haben wiederholt klargestellt, dass wir langfristig dabei bleiben."

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