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Porsche-Pilot Andlauer bricht Altersrekord in Le Mans

Julien Andlauer war zwar nicht der Jüngste im Feld der 24 Stunden von Le Mans 2018, doch er stellte einen Rekord auf: Jüngster Klassensieger der Geschichte!

(Motorsport-Total.com) - Während der Sieg von Fernando Alonso die Schlagzeilen der 86. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans bestimmte, erleuchtete in der kleinsten Klasse ein neuer Stern: Julien Andlauer gewann gemeinsam mit Christian Ried und seinem Porsche-Juniorenkollegen Matt Campbell die GTE-Am-Kategorie. Er hatte 2017 den französischen Porsche-Carrera-Cup gewonnen und erfüllte sich nun mit dem Le-Mans-Klassensieg einen Lebenstraum i9m zarten Alter von 18 Jahren.

Christian Ried, Julien Andlauer, Matt Campbell

Julien Andlauer ist der jüngste Le-Mans-Klassensieger aller Zeiten Zoom

Alleine der Start bei den 24 Stunden von Le Mans hätte schon ausgereicht, um seinen Traum als verwirklicht anzusehen, nun gab es einen obendrauf. "Le Mans zu gewinnen, ist immer ein Traum gewesen. Und es als Jüngster aller Zeiten zu schaffen, ist eine riesige Sache", sagt er gegenüber 'Motorsport-Total.com'.

Andlauer wurde nach sieben Stunden der jüngste Fahrer des Rennens, als der United-Autosports-Ligier des noch ein paar Tage jüngeren Phil Hanson in der LMP2 ausschied. Er ist nicht der jüngste Fahrer, der jemals beim französischen Langstreckenklassiker ins Ziel kam - das war Matt McMurry 2014 im Alter von gerade einmal 16 Jahren. Doch das Podium - geschweige denn den Sieg - hat so jung noch niemand geschafft. Jüngster Gesamtsieger bleibt übrigens Alexander Wurz, der sich 1996 im Alter von 22 Jahren und 123 Tagen zum Sieger krönte.


Fotos: 24h Le Mans 2018, Rennen


Der Proton-Porsche #77 übernahm bereits in der dritten Rennstunde die Spitze der GTE-Am-Kategorie und gab diese bis ins Ziel nicht mehr ab. Einfach immer ein bisschen schneller als die Verfolger, ein Null-Fehler-Job. "Wir sind ein völlig perfektes Rennen gefahren, wirklich!", sprudelt er. Eigentlich wollte er nur fehlerfrei bleiben. Das hat er geschafft. Dass es so viel mehr wurde, ist auch der in diesem Jahr günstigen Einstufung des Porsche 911 RSR zu verdanken gewesen.

Kindheitstraum als Fast-Noch-Kind erfüllt

Selbst ohne den Sieg ist es bereits eine Erfahrung fürs Leben gewesen: "Die ganze Atmosphäre in Le Mans ist fantastisch. Das war einfach alles völliger Wahnsinn. Ich habe mir das Rennen als Kind im Fernsehen angesehen und bin nicht vor 4 Uhr morgens ins Bett gegangen. Alleine diesen Traum zu leben ist schon unglaublich. Das Schönste war für mich immer, wenn die Zielflagge gefallen und das Feuerwerk losgegangen ist. Und dann sind diese Fahrer mit Tränen in den Augen auf das Podium gestiegen, nachdem sie Le Mans gewonnen hatten."

Christian Ried, Julien Andlauer, Matt Campbell

Hoch die Tassen: Ried, Andlauer und Campbell fuhren ein perfektes Rennen Zoom

Andlauer wuchs mitten in der Audi-Ära des Rennens auf und sah als Kind den Fahrern zu, wie sie auf dem Podium von Emotionen übermannt wurden. Nun durfte er es mit knapp 19 Jahren (er nimmt am 7. Juli sein letztes Teenager-Jahr in Angriff) seinen Idolen nachmachen: "Das ist völlig verrückt. Ich habe die ganze Begeisterung gespürt und dann sind wir auf das Podium... Das war alles so intensiv, großartig, einfach unglaublich. Ich habe das alles noch gar nicht verarbeitet. Einfach ein irres Gefühl. Als Franzose da oben zu stehen mit all den Fans... heftig."

"Mein Vater war bereits total begeistert, als ich ihm erzählte, dass Porsche mir sagte, dass ich Le Mans fahren würde. Er sagte, das ist verdammt nochmal unglaublich. Wir haben gemeinsam immer nach Sponsoren gesucht in meiner Kartzeit oder für den Porsche Supercup dieses Jahr. Er war überrascht und ziemlich stolz. Er hat mich immer unterstützt. Meine Mutter sagte mir nur, dass ich vorsichtig sein und keine Dummheiten machen solle."

Und sein Vorbild? Da bleibt er ganz bei Porsche und Le Mans: "Wenn ich in die Fußstapfen von jemandem treten möchte, dann Earl Bamber." Vielleicht schon im kommenden Jahr gemeinsam mit dem Neuseeländer im GTE-Pro-Auto...

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