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  • 18.01.2022 · 17:10

Langstrecke-/Sportwagen-News Januar 2022: IGTC statt GTWC für GPX Racing

Aktuelle News aus der Langstrecken-Szene des Motorsports, kurz und kompakt: GPX Racing wechselt SRO-Rennserie - Oreca setzt auf Wasserstoff

GTWC/IGTC: GPX Racing wechselt SRO-intern (18. Februar)

Earl Bamber, Mathieu Jaminet, Matt Campbell

GPX Racing wird Porsche bei allen Rennen der IGTC vertreten Zoom

Das Team GPX Racing, bekannt durch seinen Triumph bei den 24 Stunden von Spa 2019, wechselt aus dem Endurance Cup der GT-World-Challenge Europe Europe in die Interkontinentale GT-Challenge. Das Team aus Dubai wird die volle Saison absolvieren. Bislang vertraute Porsche in der IGTC auf wechselnde Teams, nun hat man erstmals ein Einsatzteam für die ganze Saison.

Die Begründung für den Wechsel fällt bei 'Endurance-Info' bemerkenswert aus: "Die GTWC ist eine sehr gute Meisterschaft. Sie zu gewinnen ist sehr schwierig, weil es sehr wenige Rennen gibt. Ein schlechtes Resultat in der Saison und es wird sehr schwierig, den Titel zu holen. Das haben wir 2021 am eigenen Leib erfahren." Hoffentlich hat Mena bedacht, dass die IGTC noch ein Rennen weniger fährt als der GTWC-Endurance-Cup ...

Er fügt hinzu: "In der IGTC ist es leichter, die Rennen einzeln anzugehen. Außerdem gibt es einige Rennen mit einem großen Mythos wie Bathurst und Spa [allerdings zaht Spa auch zur GTWC]. In die IGTC zu gehen, ist der Wunsch unserer Partner, um international mehr Beachtung zu finden." Das Ziel sei der Fahrertitel.

WEC: Wasserstoff-Prüfstand von Oreca und Dakar-Motor (17. Januar)

Oreca weiht einen Prüfstand für Wasserstoffmotoren an seinem Standort in Magny-Cours ein. Die Kontrollsysteme für zwei Prüfstände von Borghi & Saveri wurden für die Analyse von H2-Verbrennungsprozessen angepasst. "Sie haben eine Kapazität von 800 hp (811 PS) und 1.000 Newtonmetern. Das gesamte Team ist gespannt darauf, die Antriebe der Zukunft zu entwickeln", sagt Projektmanager Vincent Garreau.

Gleichzeitig kündigt Oreca Magny-Cours an, einen Wasserstoffmotor für die Rallye Dakar zu entwickeln. Die Wüstenrallye hat gerade erst einen Fahrplan präsentiert, mit dem sie bis 2030 grün werden will.

24h N'ring: Subaru-Werksteam kehrt zurück (14. Januar)

Nach zwei Coronavirus-bedingten Absagen in den vergangenen beiden Jahren wird Subaru wieder zu den 24 Stunden auf dem Nürburgring zurückkehren. Das Team wird erneut mit einem WRX STI in der Klasse SP3T an den Start gehen, die das Werksteam regelmäßig bei seinen Starts gewinnt.

Als Fahrer bestätigt sind Kota Sasaki, Carlo van Dam, Tim Schrick and Marcel Lasee. Die Super-GT-Fahrer Takuto Iguchi und Hideki Yamauchi sind wegen einer Terminkollision mit der japanischen Meisterschaft nicht verfügbar. Bestes Einzelresultat ist neben den zahlreichen Klassenseigen ein 18. Gesamtrang im Jahr 2019.

24h Series: WRT fährt Poleposition heraus (13. Januar)

Das Team WRT hat die Poleposition für die 24 Stunden von Dubai 2022 erobert. Dries Vanthoor, Christopher Mies und Thomas Neubauer kamen über die drei Sitzungen auf einen Rundendurchschnitt von 1:58.684 Minuten. Das Trio, das sich den Audi R8 LMS GT3 Evo I mit Mohammed Saud Fahad Al Saud und Axcil Jefferies teilt, war 0,293 Sekunden schneller als das nächste Fahrzeug. (Update 15. Januar: So lief das Rennen)

Dabei handelt es sich um den Mercedes-AMG GT3 vom Haupt Racing Team. Raffaele Marciello, Manuel Metzger und Hubert Haupt stellten den Boliden in die erste Startreihe. Der dritte Fahrer im Bunde, Khaled Al Qubaisi, schaute zu. Der Mercedes-AMG gilt als einer der Favoriten auf den Sieg.

Ein anderer Favorit musste hingegen schon die Sachen packen: Der Porsche 911 GT3 R von Herberth Motorsport mit den Fahrern Robert und Alfred Renauer, Daniel Alleman und Ralf Bohn wurde zurückgezogen. Alleman hatte während der privaten Testfahrten am Mittwoch einen schweren Unfall, in den auch ein TCR-Cupra verwickelt war. Insgesamt haben sich sensationelle 81 Fahrzeuge für das Rennen qualifiziert.

Ergebnis Qualifying
Ergebnis Freies Training

Gelael vor Wechsel zu WRT (10. Januar)

In der LMP2-Kategorie in der WEC deutet sich ein spektakulärer Wechsel an: Vizemeister Sean Gelael wird Informationen von 'Motorsport.com Global' zufolge von Jota zu WRT wechseln. Mit dabei könnten auch seine bisherigen Mitstreiter Stoffel Vandoorne und Tom Blomqvist sein, was aber noch nicht feststeht. Gelael ist Finanzier des Engagements.

Für WRT kommt Gelael mit seinem Silber-Rating gelegen. Denn Charles Milesi kann aufgrund seiner Heraufstufung in die Gold-Kategorie das notwendige Kriterium nicht mehr erfüllen. Doch auch die anderen bisherigen ELMS-Fahrer werden voraussichtlich gehen. Offenbar steht Robert Kubica vor einem Wechsel zu Iron Lynx/Prema und könnte Louis Deletraz gleich mitnehmen.

Sowohl WRT als auch Jota haben zwei Nennungen für die WEC-Saison 2022 eingereicht. Die LMP2-Kategorie platzt im letzten Jahr vor der LMDh-Herstellerschwemme aus allen Nähten, da zahlreiche Teams versuchen, sich für ein Herstellerengagement zu empfehlen.

GT: 2 Seas Motorsport gewinnt 12h Abu Dhabi (8. Januar)

Andere Strecke, anderes Auto, gleiche Fahrer, selbes Ergebnis: 2 Seas Motorsport hat seinen Titel bei den "Gulf 12 Hours" erfolgreich verteidigt. Isa Al-Chalifa, Ben Barnicoat und Martin Kodric haben nach dem Sieg in Bahrain 2021 auf McLaren nun auch in Abu Dhabi auf Mercedes-AMG gewonnen. Das britisch-bahrainische Team fuhr wie im vergangenen Jahr einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg heraus.

Auch zwei Zwischenfälle konnten 2 Seas beim zweigeteilten Rennen über zweimal sechs Stunden nicht stoppen. Kurz vor Halbzeit musste ein defekter Reifen gewechselt werden. Zwei Stunden vor Schluss kam der AMG wegen eines vermuteten Aufhängungsproblems an die Box. Bei Halbzeit lag das Schwesterfahrzeug auf Platz zwei, der Mercedes-AMG #66 von John Loggie, Morgan Tillbrook und Casper Stevenson. Dieses Fahrzeug verlor jedoch in der zweiten Rennhälfte zwei Runden ohne ein technisches Problem und fiel auf P4 zurück.

So wurde der AMG #88 von SPS Automotive Performance mit den Fahrern Valentin Pierburg, Dominik Baumann und Christoph Lenz Zweiter mit einem Rückstand von einer Runde. Platz drei holte nur 23 Sekunden dahinter das Team VR46 mit den Fahrern David Fumanelli, Luca Marini und Alessio "Uccio" Salucci. Eigentlich sollte MotoGP-Legende Valentino Rossi das Rennen auf dem Ferrari #46 bestreiten. Dieser musste sich jedoch in Quarantäne begeben und verpasste so das Event.

Ergebnis 12h Abu Dhabi 2022

IMSA: Ganassi schickt IndyCar-Asse nach Daytona (8. Januar)

Das Cadillac-Werksteam Chip Ganassi Racing hat sein Aufgebot für die 24 Stunden von Daytona 2022 verkündet. Dabei kommen vor allem die drei IndyCar-Piloten zum Einsatz, aber auch Kevin Magnussen ist noch einmal dabei. Der frühere Formel-1-Fahrer war 2021 Stammfahrer in der IMSA SportsCar Championship, wird sich dieses Jahr aber auf sein neues Engagement bei Peugeot konzentrieren.

Die weiteren Fahrer lesen sich wie ein Who-is-Who der Langstreckenszene. "Sie haben alle bereits auf der Weltbühne gewonnen und fahren alle auf demselben Niveau. Bei den heutigen gleichen Performance-Standards [BoP] sind die Fahrer der ausschlaggebende Punkt. Und unser Aufgebot besteht aus acht der absolut Besten", sagt Ganassi-Geschäftsführer Mike Hull.

Cadillac DPi V.R #01: Renger van der Zande, Sebastien Bourdais, Scott Dixon, Alex Palou
Cadillac DPi V.R #02: Earl Bamber, Alex Lynn, Kevin Magnussen, Markus Ericsson

IMSA: Habsburg fährt 24h Daytona mit Tower Motorsport (7. Januar)

Das Team Tower Motorsport hat eine Nennung für die IMSA SportsCar Championship 2022 in der LMP2 eingereicht. Der Oreca #8 wird vom amtierenden ELMS-Champion Louis Deletraz und Teambesitzer John Farano gesteuert werden. Der dritte Pilot für die vier Langstreckenrennen ist Rui Andrade, 2021 ELMS-Meister in der LMP2 Pro-Am. Der vierte Fahrer für die 24 Stunden von Daytona ist Ferdinand Habsburg.

Der Ex-DTM-Pilot tritt damit zum dritten Mal nach 2018 (Jackie Chan DC Racing/Jota; P5) und 2021 (High Class Racing; DNF) beim Januar-Klassiker in Florida an. "Motorsport in Amerika ist schon etwas anderes. Ich bin auf der ganzen Welt Rennen gefahren, aber nichts kommt an die nächtliche Atmosphäre in Daytona am Renntag heran. Es zieht einen magisch an und man will einfach immer wieder dorthin", sagt der 24-Jährige. "Mein Ziel ist klar: Ich habe den Le-Mans-Sieg erzielt, also werde ich alles geben, den in Daytona ebenfalls zu holen."

IMSA: KCMG mit Porsche-Werksunterstützung nach Daytona (6. Januar)

Porsche wird sich die Gelegenheit nicht nehmen lassen, in der neuen Klasse GTD Pro gleich um den Daytona-Klassensieg zu kämpfen. KCMG ist das ausgewählte Team, das damit erstmals an den 24 Stunden von Daytona teilnehmen wird. Das Team aus Hongkong bringt einen Porsche 911 GT3 R mit den Fahrern Laurens Vanthoor, Patrick Pilet und Dennis Olsen an den Start.

Teamgründer Paul Ip verweist auf den Le-Mans-Klassensieg des Teams in der LMP2-Kategorie von 2015 und sagt: "Nach unserem Sieg in Le Mans und unseren Anläufen auf dem Nürburgring sowie in Spa sind wir zuversichtlich, dass ein gutes Resultat möglich ist. Es ist großartig, Porsche wieder an Bord zu haben. Unser Fahreraufgebit ist eine fantastische Kombination von Piloten, die alle schon in der Vergangenheit für KCMG an den Start gegangen sind."

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