powered by Motorsport.com
  • 02.04.2017 · 13:20

  • von Roman Wittemeier & Oliver Mueller

IMSA statt Le Mans für Gianmaria Bruni 2017

Der Italiener Gianmaria Bruni fährt 2017 für Porsche in Amerika: Sein neuer Arbeitgeber hätte ihn gerne schon beim Rennen in Le Mans eingesetzt

(Motorsport-Total.com) - In der GTE-Klasse war es die große Wechselstory des diesjährigen Winters: Nach neun Saisons bei Ferrari geht Gianmaria Bruni zu Porsche. Doch aufgrund einer fehlenden Freigabe seitens des italienischen Herstellers darf der Römer erst ab 1. Juli führ seinen neuen Arbeitgeber Rennen bestreiten. Somit fällt ein zehnter Auftritt bei den 24 Stunden von Le Mans, die schon Mitte Juni stattfinden, für ihn in diesem Jahr aus.

Gianmaria Bruni

Gianmaria Bruni fährt ab Sommer 2017 für Porsche in der IMSA Zoom

Beim berühmten Langstreckenrennen werden somit Brunis neue Werksfahrerkollegen Richard Lietz, Frederic Makowiecki, Patrick Pilet, Dirk Werner, Michael Christensen und Kevin Estre in den beiden Porsche 911 RSR der GTE-Pro-Klasse fahren.

"Gimmi wird sich ab Juli in den USA ein Auto mit Laurens Vanthoor teilen. Er wird sich innerhalb kürzester Zeit auf unser Auto einstellen müssen. Ab Juni darf er für uns testen. Er wird dann Probefahrten in den USA und in Europa absolvieren", detailliert Porsche-Motorsportchef Dr. Frank-Steffen Walliser.

Bei den IMSA-Rennen wird Bruni den Fahrerplatz von Estre einnehmen, der zunächst für die Saison in Nordamerika eingeplant war. "Er wird Kevin in der IMSA ersetzen, weil er in der WEC Verpflichtungen hat. Kevin wird in Spa fahren", gibt Walliser schon einen Ausblick auf die Fahrerbesatzung für den zweiten WEC-Lauf im Mai in Belgien.

"Geplant war das ursprünglich anders, denn wir hätten Gimmi gern in der WEC 2017 für uns fahren lassen. Aber wir respektieren es, wenn er vertragliche Bindungen zu einem anderen Hersteller hatte. Wir machen das Beste daraus", ist Walliser dennoch etwas enttäuscht, Bruni nicht schon in Le Mans aufbieten zu können. Trotzdem ist er von der Verpflichtung des Italieners begeistert: "Mit ihm haben wir dann den für uns optimalen Fahrerkader zusammen. Da kann ich bei der Besetzung der Autos nicht viel falsch machen, weil alle Jungs richtig stark sind!"