Startseite Menü

GTE-Pro-Klasse im Fokus: Kommt Lamborghini hinzu?

Lamborghini-Boss Stefano Domenicali will seine Marke in der GTE-Pro-Klasse der WEC fahren sehen: "Meine Leute bereiten gerade eine genaue Analyse vor"

(Motorsport-Total.com) - Mit 17 Fahrzeugen von sechs verschiedenen Herstellern hat die GTE-Pro-Kategorie bei den 24 Stunden von Le Mans die größte Vielfalt und das beste Spektakel geboten. Dank einer gut dosierten BoP waren immerhin fünf von sechs Marken potenziell siegfähig - einzig Aston Martin hinkte hinterher. Zwar haben sich die McLaren-Pläne zum Einstieg in die Szene verflüchtigt, da die Briten nun die neue Topklasse ab 2020/21 ins Auge fassen, aber dennoch könnte es weiteren Zuwachs geben.

Lamborghini

Lamborghini könnte ab 2020/21 die GTE-Pro-Szene weiter bereichern Zoom

Bei Lamborghini ist in den vergangenen Monaten aus einer Idee ein regelrechter Plan erwachsen. "Es stimmt, wir sprechen über unseren nächsten Schritt. Wenn dieser erfolgt, dann wird das nach 2020 sein", erklärt Lamborghini-Chef Stefano Domenicali. "Wir haben noch Zeit für die Entscheidung und die richtige Vorbereitung. Wir müssen auch schauen, welche Entwicklungen es beim Reglement gibt." Eine Entscheidung soll zum Ende dieses Jahres fallen.

"Ich glaube, dass die GTE-Meisterschaft in Sachen Wettbewerb, Sport und Tradition genau das ist, wo Lamborghini hingehört. Daher habe ich bei meinen Leuten eine genaue Analyse in Auftrag gegeben, um herauszufinden, was es braucht, um dort konkurrenzfähig zu sein. Wir schauen uns das konkret an, achten aber darauf, dass dabei keine hohen Kosten entstehen, die den normalen Betrieb beeinträchtigen könnten", sagt der ehemalige Ferrari-Formel-1-Teamchef.


24h Le Mans 2018: Packender GTE-Pro-Zweikampf

Zwischen Fred Makowiecki (#91) und Sebastian Bourdais (#68) geht es ordentlich zur Sache

Sollte Lamborghini den Schritt in die GTE-Szene machen, dann nicht als reines Werksteam. Ein solches Vorhaben ließe sich aktuell in der Gemengelage bei der Muttergesellschaft Audi (Festnahme Vorstandschef Stadler) und im gesamten Volkswagen-Konzern (Stichwort: "Dieselthematik" und damit verbundenen Sparmaßnahmen) kaum argumentieren. "Wir würden ein Team unterstützen und dabei die Marke platzieren", erklärt Domenicali das Vorhaben des Herstellers aus Sant'Agata.

Lamborghini würde nach dem Vorbild von Ferrari auftreten. Die Italiener setzen ihre aktuellen 488 GTE Evo über das langjährige Partnerteam AF Corse ein. "Ein solches Team trägt eine sehr große Verantwortung", meint Domenicali. Letztlich stehe am Ende doch immer die Marke im Vordergrund. "Ferrari hat gewonnen, Ford hat gewonnen, BMW hat gewonnen, Lamborghini hat gewonnen - welches Team das bewerkstelligt hat, interessiert nur wenig. In dieser Klasse sogar am allerwenigsten."

Neueste Kommentare

Noch kein Kommentar vorhanden!
Erstellen Sie jetzt den ersten Kommentar

Motorsport bei Sport1

Sport1
Die PS Profis - Mehr Power aus dem Pott
25.01. 21:15

Folgen Sie uns!

VLN 2018: Jahresrückblick KTM X-Bow
VLN 2018: Jahresrückblick KTM X-Bow

GT Masters 2018: Jahreshighlights in fünf Minuten
GT Masters 2018: Jahreshighlights in fünf Minuten

Rundenrekord in Bathurst von Christopher Mies
Rundenrekord in Bathurst von Christopher Mies

WEC Schanghai 2018: 6 Stunden in 52 Minuten
WEC Schanghai 2018: 6 Stunden in 52 Minuten

ELMS 2018: Saisonrückblick in 52 Minuten
ELMS 2018: Saisonrückblick in 52 Minuten
Anzeige

Das neueste von Motor1.com

Sportfedern von H&R für den Suzuki Jimny
Sportfedern von H&R für den Suzuki Jimny

Heel Tread: Coole Socken für Autofans
Heel Tread: Coole Socken für Autofans

VW Atlas Cross Sport geleakt
VW Atlas Cross Sport geleakt

Spektakuläres Custom Bike mit BMW-Boxermotor
Spektakuläres Custom Bike mit BMW-Boxermotor

Neuer Renault Mégane R.S. Trophy: Das kostet er
Neuer Renault Mégane R.S. Trophy: Das kostet er

BMW X1 (2019): Erlkönig zeigt das Facelift
BMW X1 (2019): Erlkönig zeigt das Facelift