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Ex-Ferrari-Ingenieur: Darum wechselt er zu Manor in die LMP1

Formel-1-Ingenieur Dave Greenwood wechselt von Ferrari zu Manor in die WEC - Sportdirektor Graeme Lowdon nennt die Gründe: "Brauchen Formel-1-Strukturen"

(Motorsport-Total.com) - Dave Greenwood hängt seinen Job als Kimi Räikkönens Renningenieur bei Ferrari in der Formel 1 an den Nagel und wechselt zu Manor in die Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC). Von 2015 bis 2017 war der Brite verantwortlicher Ingenieur am Fahrzeug des Finnen. Nun heuert Greenwood als Technischer Direktor bei der Mannschaft von John Booth an und tritt mit einem Ginetta G60-LT-P1 in der LMP1-Klasse der WEC an.

Kimi Räikkönen

Dave Greenwood war drei Jahre lang Kimi Räikkönens Renningenieur bei Ferrari Zoom

"Wir brauchen ähnliche technische Strukturen wie in der Formel 1, wenn wir auf einem solch hohen Level wie in der kommen Supersaison fahren" sagt Manors Sportdirektor Graeme Lowdon zu 'Motorsport-Total.com'. "Nur der Buchstabe vor der '1' ist anders."

Die Anforderungen in der LMP1-Kategegorien unterscheiden sich von der Formel 1, "aber das Fachwissen ist das gleiche. Deshalb haben wir die Position eines Technischen Direktors geschaffen und Dave geholt."

Greenwood kehrt nach drei Jahren bei Ferrari zurück zu Manor, wo er zwischen 2010 und 2014 bereits mit der Truppe von Booth und Lowdon beim damaligen Formel-1-Rennstall Virgin Racing zusammenarbeitete. Der britische Ingenieur wird wahrscheinlich vor dem Saisonauftakt der WEC im Mai in Spa von Manor offiziell vorgestellt.

2016 debütierte das Team aus Großbritannien in der LMP2-Klasse der WEC und wird in der Supersaison neben dem Aufstieg in die Klasse der großen Prototypen auch weiterhin in der LMP2 starten. "In der LMP2 geht es mehr um das Racing als um die Entwicklung des Fahrzeugs. Deshalb hatten wir bisher keinen Chefingenieur oder ähnliches", erklärt Lowdon die Schaffung der neuen Position für Greenwood.

Manor wird 2018/19 vermutlich mit nur einem LMP1-Ginetta an den Start gehen, aber ein Einsatz eines zweiten Autos ist nicht ausgeschlossen. Die Fahrer für das LMP1- und LMP2-Programm wurden bisher noch nicht bekanntgegeben. In dieser Woche soll ein Shakedown des Ginetta G60-LT-P1 stattfinden und der Testbetrieb einige Tage später aufgenommen werden.

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