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  • 17.09.2020 · 16:38

24h Le Mans: Rene Binder und das Rennen der Rennen

Am absoluten Limit: Wie sich das LMP2-Team Inter Europol Competition auf die kräftezehrenden Le-Mans-Tage vorbereitet und wie eine Überraschung gelingen kann

(Motorsport-Total.com) - Als wären die 24 Stunden von Le Mans nicht schon Herausforderung genug, kommen Teams und Fahrer in diesem Jahr sogar noch näher an ihre Belastungsgrenzen. Durch den stark komprimierten Zeitplan und durch die Tatsache, dass in der LMP2-Klasse nicht weniger als 24 vergleichbare Prototypen um den Klassensieg kämpfen, blickt auch Rene Binder einem Rennwochenende am absoluten Limit entgegen.

Inter Europol Competition beim Fitnesstraining in Le Mans

Inter Europol Competition beim Fitnesstraining in Le Mans Zoom

Schon der erste Blick ins Wochenendprogramm verrät: Der neue komprimierte Zeitplan lässt von Donnerstagmorgen bis Sonntagnachmittag kaum Verschnaufpausen zu. Schon am Donnerstag stehen drei Freie Trainings und ein Qualifying an. Das sind insgesamt fast elf Stunden Streckenzeit.

"Wir werden es vor 2 Uhr morgens wohl kaum ins Hotel schaffen", sagt Binder, dessen Arbeitgeber Inter Europol Competition alle Register gezogen hat, um bestmöglich auf den Tag X vorbereitet zu sein. "Es wird diesmal nämlich noch härter als sonst, und zwar vor allem für die Mechaniker und für uns Fahrer. Da bleibt zwischen einigen Trainingssitzungen ja nicht einmal genug Zeit zum Essen", meint der Österreicher.

Rene Binder

Rene Binder und seine Kollegen sind in Le Mans mehr denn je gefordert Zoom

Schon seit Anfang des Jahres arbeitet der in Hameln und Warschau stationierte Rennstall mit einem professionellen Fitness-Coach und Physiotherapeuten zusammen, der unter anderem schon die polnische Olympiamannschaft in der Leichtathletik betreute: Szczepan Figat

Neben einem spezifisch auf die Fahrer abgestimmten Training, bei dem in Le Mans sogar ein Sauerstoffzelt zum Einsatz kommt, fordert Figat auf Vorgabe der Teamführung auch von den Mechanikern eine gewisse Fitness. "Ich glaube, ich konnte hier einige neue Inputs geben und bin sehr zufrieden, mit dem bisher Erreichten", sagt er.

"Wir haben die Mannschaft jeweils vor dem Frühstück aktiviert und haben zahlreiche Gruppenspiele veranstaltet, um auch das Teambuilding zu verstärken. Ein neuer Blickwinkel hat sicher nicht geschadet. Außerdem bewegen wir uns in einem Teamsport, in dem jeder einzelne Akteur seine Höchstleistung abrufen muss", so Figat.

Was seine Fahrer betrifft, ist der großgewachsene Pole insbesondere von Binders Fitness: "Jeder Pilot hat seine Stärken und Schwächen. Bei Kuba Smiechowski, der in seiner Schülerzeit zu den besten polnischen Tennisspielern zählte, ist es die Koordination, aber was die Ausdauer betrifft, ist Rene Binder ganz klar der Stärkste."

"Wir sind hier um die 13 Kilometer lange Strecke gelaufen. Das hat man bei ihm am Puls fast gar nicht registriert. Er hätte locker noch eine zweite Runde in dem Tempo laufen können. Seine Ausdauer ist also top", sagt Figat über Binder und lobt: "Es macht wirklich Spaß, mit den Jungs zu arbeiten, ihre Stärken auszubauen und ihre Schwachstellen zu korrigieren."

Rene Binder

Das erste Freie Training ist in den Büchern: P21 in der LMP2 für den gelb/grünen Ligier Zoom

Während Figat seine Vorbereitungen auf die nächste Sauerstofftherapie trifft, dreht Binders zweiter Teamkollege, Matewos Issaakjan, bereits die ersten Trainingsrunden. Auch die Technikabteilung unter der Leitung von Rafal Prokora hat nichts dem Zufall überlassen, um das Maximum aus dem Paket herauszuholen. Im ersten Freien Training schloss der gelb/grüne Ligier im LMP2-Feld mit 24 Autos auf Platz 21 ab.

Aus Binders Sicht müssten gleich drei Voraussetzungen erfüllt sein, um am Sonntagnachmittag für eine kleine Überraschung zu sorgen: "Erstens können wir nicht über den Speed, sondern nur über eine geringere Fehlerquote ins Rennen kommen. Zweitens müssen wir darauf hoffen, dass wir uns vielleicht einen Reifenpoker leisten können und drittens würden uns vermutlich ein paar Regenschauer helfen. Es ist ein langes Rennen, in dem sehr, sehr viel passieren kann."

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