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Stückzahlen vorgeschrieben: FIA beugt "GT3-Prototypen" vor

Der FIA Motorsport-Weltrat hat ein GT3-Gesetz verabschiedet, das erstmals feste Stückzahlen vorschreibt - Kleine Projekte könnten Schwierigkeiten bekommen

(Motorsport-Total.com) - Die jüngste Sitzung des FIA Motorsport-Weltrats (World Motor Sport Counsil; kurz: WMSC) hat neben der Einführung einer neuen Formel-3-Serie nur kleinere Änderungen im Motorsport mit sich gebracht. Eine Regel, die den GT3-Sport betrifft, sticht jedoch heraus: Künftig müssen von GT3-Fahrzeugen innerhalb der ersten zwölf Monate zehn Fabrikate hergestellt worden sein. Weitere zehn müssen im darauf folgenden Jahr gebaut werden.

Kenneth Heyer

Nur wer 20 GT3s innerhalb von zwei Jahren baut, darf künftig noch mitmachen Zoom

Ziel dieser Maßnahme war es, Werksengagemments wie von Cadillac in der amerikanischen Pirelli World Challenge mit dem ATS-V.R GT3 zu unterbinden. Das Programm hat in Europa kaum Aufmerksamkeit erfahren und wurde Ende 2017 eingestellt. GT3-Sport ist jedoch nach Ansicht der FIA Kundensport. Solche Programme sind künftig zwar nicht generell verboten, allerdings müssen die Fahrzeuge verkauft werden. Theoretisch kann ein Hersteller die Regel noch umgehen, indem er 20 GT3-Fahrzeuge anfertigt und nie verkauft, was jedoch kommerziell keinen Sinn machen würde.

Die Maßnahme kommt nicht ohne Nebenwirkungen daher: Kleinserienhersteller in der GT3-Szene haben nun eine große Einstiegshürde vor sich. Projekte wie den Ascari KZ1.R oder den Morgan GT3 aus der Anfangszeit der GT3-Szene wird es so kaum mehr geben können. Auch Callaway Competition wird weitere Corvette GT3 verkaufen müssen, um weiter in GT3-Serien startberechtigt zu bleiben. Die Mannschaft von Ernst Wöhr arbeitet jedoch ohnehin an einer Ausweitung des Engagements.

Cadillac ATS V.R GT3, Pirelli World Challenge

Die Maßnahme zielt auf Maßnahmen wie das Cadillac-Werksengagement ab Zoom

Weiterhin entschied der Weltrat, den FIA GT Weltcup weiterhin in Macao abzuhalten, obwohl die Veranstaltung nach zahlreiche Unfällen in den vergangenen Jahren stark in die Kritik geraten ist. Auch wurde der nicht weniger kritisierte WEC-Kalender mit dem verschobenen Fuji-Rennen für Fernando Alonso abgesegnet.

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