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Sheldon van der Linde: Estre hat den Unterschied gemacht

Rowe-Pilot Sheldon van der Linde war vom Tempo des Manthey-Porsche im Schluss-Stint überrascht, zollt seinem Rivalen Kevin Estre aber Anerkennung

(Motorsport-Total.com) - Der Kampf um den Sieg bei der 49. Ausgabe des 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring lief am Sonntag in der Schlussphase auf ein Duell Kevin Estre im Manthey-Porsche #911 gegen Sheldon van der Linde im Rowe-BMW #98 hinaus. Trotz einer guten Ausgangsposition der Rowe-Mannschaft setzte sich am Ende der Speed und Estre durch.

Connor de Phillippi, Martin Tomczyk, Sheldon van der Linde, Marco Wittmann

Rowe-BMW vor Manthey-Porsche - im Ziel war es anders herum Zoom

Auf die Frage, ob er vom Tempo der Manthey-Mannschaft gegen Rennende überrascht gewesen sei, sagt van der Linde zu 'Motorsport-Total.com': "Ja, das war ich. Aber das Auto war generell sehr schnell. Ich war beim ersten Stopp hinter dem Rutronik-Porsche und bin kurzzeitig hinter ihm hängen geblieben."

Doch der entscheidende Faktor im Kampf um den Sieg sei am Ende Estre gewesen. "Kevin ist hier natürlich super erfahren. Er ist der richtige Mann für den Job und liefert immer ab oder übertrifft sogar die Erwartungen", zollt van der Linde seinem Rivalen Anerkennung.

Weshalb der Undecut-Versuch von Rowe scheiterte

"Daher habe ich auch nichts anderes erwartet. Sogar nach dem Restart hat man gesehen, wie schnell er sich durch das Feld gekämpft hat. Er hat sicherlich den Unterschied im Porsche gemacht", hält der junge Südafrikaner fest.

Es war aber nicht nur der pure Speed von Estre, der den Kampf um den Sieg letztlich entschied. Die Vorentscheidung fiel beim vorletzten Boxenstopp. Zu dem kam der zu diesem Zeitpunkt zweitplatzierte Rowe-BMW bereits nach einem Stint von fünf Runden. Dementsprechend war die Standzeit kürzer, Rowe versuchte Manthey mit einem Undercut zu überholen.


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"Wir wollten eine bessere Track-Position haben", erklärt van der Linde. "Wir haben den Stopp sogar ziemlich gut getimt, weil es zu diesem Zeitpunkt gerade eine Code-60 gab." Doch letztlich ging der Plan nicht auf. "Die [Code-60-Phase] wurde genau nach meinem Stopp, als ich die Boxengasse verlassen habe, wieder aufgehoben. Dadurch haben sie [Manthey] vielleicht eine Runde mehr aufgeholt, würde ich sagen, bevor sie an die Box gingen", so van der Linde.

Nachdem die Manthey-Mannschaft zwei Runden später stoppte war klar, dass die Mindeststandzeit des Porsche beim letzten regulären Boxenstopp rund 40 Sekunden kürzer als die des Rowe-BMW sein würde. Und hier kam wieder Estres Speed ins Spiel, denn der Franzose konnte den Rückstand auf van der Linde bei maximal 23 Sekunden begrenzen und lag so nach dem letzten Boxenstopp souverän in Front.

So mussten sich van der Linde, Rowe und BMW bei der Abschiedsvorstellung des M6 GT3 beim 24h-Rennen mit Platz zwei begnügen. "Es ist schön, das letzte Rennen des M6 auf der Nordschleife so zu beenden. Ich bin happy für das Team. Letztes Jahr bin ich mit Schnitzer Dritter geworden, dieses Jahr Zweiter, und nächstes Jahr sind wir hoffentlich noch einen Platz besser", so der Südafrikaner.

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