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Schubert ohne Glück in der Eifel

Charakterschule "Grüne Hölle": Schubert beim 24-Stunden-Rennen ohne Glück - Beide BMW Z4 nach technischen Defekten hinter der Spitze

(Motorsport-Total.com) - Bittere Enttäuschung statt süßen Geschmacks von Erfolg: Eine starke Teamleistung des Team Schubert wurde beim 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife nicht belohnt. Die Mannschaft vom Motorsport-Standort Oschersleben führte den legendären Motorsport-Marathon in der "Grüne Hölle" über weite Strecke an, stellte mit den beiden BMW Z4 GT3 wei der schnellsten Fahrzeugen im Feld von rund 170 Autos - musste jedoch Rückschläge hinnehmen, obwohl es insgesamt elf Mal die Führung übernahm.

Dominik Schwager

DIe Schubert-Mechaniker verrichteten am Wochenende viel Arbeit Zoom

Die von sämtlichen Topteams absolvierte kompromisslose Gangart beim Langstrecken-Klassiker, einem 24-Stunden-Sprint um die Gesamtsieg, erforderte bei beiden der etwa 500 PS starken GT-Sportwagen aufgrund von Problemen im Antriebsstrang unplanmäßige Boxenstopps. Für sämtliche Bauteile des GT3-Prototyps stellt die Kombination aus der welligen Berg- und Talbahn in der Eifel - mit überhöhnten Kurven, Sprungkuppen und extrem langen Topspeed-Abschnitten - sowie der großen Renndistanz den ultimativen Test im Rundstreckensport dar. Der Herausforderung Nordschleife musste das Team Schubert 2012 Tribut zollen.

Dabei hatte das Team lange auf Podiumskurs gelegen: Von der Pole-Position übernahm Schubert von Beginn an die Führung und rangierte stets mit mindestens einem der beiden eingesetzten Fahrzeuge innerhalb der Führungsrunde und damit in Schlagdistanz zur Führung. Kurz nach drei Uhr morgens hielt die Startnummer 19 nach etwa elf Rennstunden in Führung liegend unplanmäßig zum Wechseln von Antriebskomponenten an der Schubert-Box, etwa neun Stunden später, um kurz nach 12:00 Uhr mittags musste auch die Startnummer 20 den Traum von Gesamtrang zwei und einem Podiumsresultat aufgeben und ebenfalls einen Reparaturstopp einlegen - nur vier Stunden vor dem Fallen der Zielflagge.

Dabei hatte man weder bei BMW noch beim Einsatzteam etwas dem Zufall überlassen: Zwei sorgfältig präparierte BMW Z4 GT3 hatte Schubert Motorsport ebenso mit zur Nordschleife gebracht wie herausragende Resultate in der Wettbewerbsvorbereitung. Mit dem BMW Z4 GT3 hatte die Mannschaft um Torsten Schubert eins von drei Rennen zur Langstrecken-Meisterschaft Nürburgring gewonnen sowie zwei weitere Podiumsresultate gefeiert. Auch im hart umkämpften ADAC-GT-Masters hatte Schubert vor dem 24-Stunden-Rennen geglänzt: In vier Rennen verbuchte das Team zweimal den zweiten Platz.

Der Kampfgeist vonSchubert blieb auch beim 24-Stunden-Rennen trotz der Rückschläge ungebrochen: Die Mannschaft des BMW Z4 GT3 #19 kämpfte sich von Platz 22 wieder auf Platz sieben nach vorn, das Schwesterauto mit der Startnummer 20 beendete das 24-Stunden-Rennen in der "Grünen Hölle" auf Position acht. "Wir sind stolz auf unsere Leistung und froh, dass wir uns auf diese Art präsentieren durften. Wir haben als Marke, als Team und als Fahrer perfekt zusammengearbeitet", sagt Teammanager Stefan Wendl.

"Leider hat das Glück gefehlt. Das Rennen war ungeheuer eng - vom Freien Training bis zur 20. Rennstunde, als noch vier Hersteller innerhalb einer Runde rangierten. Das Team, das am Ende auf dem obersten Treppchen steht, hat sich diesen Sieg hart erkämpft und verdient. Wir gratulieren als BMW Team Schubert von ganzem Herzen. Und werden alles daran setzen, in kommenden Jahr Revanche zu nehmen", so Wendl.


Fotos: 24-Stunden-Rennen Nürburgring


"Ein wirklich gelungenes Rennen. Ich möchte dem Veranstalter ein Riesenkompliment aussprechen", erklärt Uwe Alzen. "Die Balance of Performance hat perfekt gepasst, das Rennen war zwischenzeitlich so eng wie nie zuvor. So sollten man es lassen - und 2013 einfach wiederholen. Denn besser geht es nicht. Mit etwas mehr Glück hätten wir ganz sicher bis zum Schluss ein Wörtchen um den Sieg mitreden können."

"Wir sind mit einem perfekten Paket hier beim 24-Stunden-Rennen gestartet. Das Team, das Auto, die Dunlop-Reifen, die Fahrerpaarungen - wir waren ideal aussortiert", meint Jörg Müller. "Das BMW Team Schubert wurde nicht umsonst als Favorit gehandelt und hat gezeigt, wie stark es ist. Dennoch bin ich ein bisschen traurig, denn unter diesen Voraussetzungen hätten wir mehr Glück verdient gehabt. Das hatten wir diesmal nicht. Aber wir kommen wieder."

"Eine große Enttäuschung für uns. Bis zur 20. Rennstunde haben wir mit um das Podium gekämpft", fasst Claudia Hürtgen zusammen. "Das Fahren hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, der Teamgeist hat gestimmt - und doch hat es nicht sollen sein. Ich freue mich aber für das BMW Team Schubert, das gezeigt hat, dass es das richtige Einsatzteam war. Wir waren perfekt aufgestellt, waren schnell und hatten ein gutes Rennsetup."

"Ein tolles Wochenende ohne Happy-end. Toll, weil das Team, jeder Mechaniker, wir Fahrer perfekt zusammen funktioniert haben. Doch der liebe Gott hatte kein perfektes Ende für uns vorgesehen", sagt Nico Bastian. "Das Pech, das wir während des Rennens hatten, müssen wir abhaken. Für mich persönlich war es das erste Mal in einem derart professionellen Umfeld, mit einem Werk im Hintergrund und einem hoch motivierten Team - also von Null auf Hundert. Das Team hätte den Sieg verdient gehabt. Und ich persönlich habe an diesem Wochenende viel entdeckt und viel mitgenommen."

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