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Zu viel Wasser in Monza, aber zu wenig Safety-Car?

25. März 2013 - 02:15 Uhr

Hätte das zweite WTCC-Rennen in Monza hinter dem Safety-Car gestartet werden sollen und waren gelbe Flaggen Boardman-Zwischenfall wirklich genug?

Yvan Muller
Yvan Muller führt das Feld an, dahinter nimmt die Sicht doch recht drastisch ab...
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Steter Tropfen höhlt den Stein - oder macht Rennfahrern das Leben schwer. Wie beim Saisonauftakt der WTCC in Monza, wo die Piloten am Sonntag stetigem Niederschlag ausgesetzt waren. Und das führte auf der berühmten Grand-Prix-Strecke dazu, dass die Piloten nur über eine eingeschränkte Sicht verfügten. Die Rennleitung ließ dem Geschehen dennoch freien Lauf und schritt nicht ein.

Der fliegende Start zum ersten Rennen war zwar hinter dem Safety-Car durchgeführt worden, doch im zweiten Rennen absolvierten die Fahrer ganz normal einen stehenden Start, wie ihn die Regeln für diesen Lauf vorschreiben. Obwohl die Pfützen an manchen Stellen sehr tief waren und die Fahrzeuge auf den langen Geraden gewaltige Gischtwolken hinter sich herzogen. Die richtige Entscheidung?

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"Die Sicht war in der Tat ein großes Problem", sagt Tiago Monteiro (Honda) nach den Sprintrennen von Monza. Bei einigen Piloten spielte prompt auch die Technik verrückt: Norbert Michelisz (Zengö-Honda) und Rene Münnich (Münnich-SEAT) hatten beispielsweise mit einer fehlerhaften Belüftung zu kämpfen, sodass die Frontscheiben ihrer Autos anliefen. Nicht, was man bei über 200 km/h erleben will.

Fahrer rechneten mit Safety-Car-Start

Für Yvan Muller (RML-Chevrolet), den Sieger beider Rennen, waren die Bedingungen aber noch gut fahrbar, wie er selbst sagt. "Es war schon in Ordnung, auch wenn du die Leuchten des Autos vor dir nicht immer erkennen konntest. So ist es aber halt. Du hoffst dann, dass vor dir kein Unfall passiert, denn du könntest ein Auffahren kaum vermeiden. Auf den Geraden bist du schließlich voll am Gas."

Gerade deshalb hatten einige Piloten darauf gesetzt, die Rennleitung würde zum zweiten Rennen das Safety-Car aktivieren. "Die Bedingungen waren brutal schwierig", erklärt Marc Basseng (Münnich-SEAT), einer der Neulinge im Starterfeld. "Ich war eigentlich davon ausgegangen, erneut hinter dem Safety-Car loszufahren. Es war dann aber kein Problem", meint der GT1-Weltmeister von 2012.

Dominik Greiner, Teammanager beim Wiechers-Rennstall, pflichtet seinem deutschen Landsmann bei: Auch er hätte einen Start hinter dem Safety-Car begrüßt. "Im zweiten Rennen stand meiner Meinung nach mehr Wasser auf der Strecke als im ersten Rennen", sagt Greiner. "Deshalb hat mich die Entscheidung etwas verwundert." Wie zuvor bereits eine Szene kurz vor dem Ende des ersten Laufs.

"Nur" Gelb oder doch eine Gelbphase?

Tom Boardman (STR-SEAT) hatte seinen Rennwagen mit gebrochener Vorderrad-Aufhängung just zwischen den beiden Lesmo-Kurven abgestellt. Und das auch noch auf der Rennlinie, was natürlich gelbe Flaggen hervorrief - aber nicht mehr. Ein Fall für das Safety-Car? Greiner bejaht und verweist auf die schwierigen Bedingungen: "Bei so viel Gischt könnte man es durchaus hinausschicken."

Als Fahrer sehe man bei solchen Verhältnissen schließlich nicht unbedingt, wenn ein Auto mitten auf der Strecke abgestellt ist. Die Cockpit-Perspektive war aber offenbar weitaus weniger dramatisch, wie Basseng erklärt. "Das Auto stand nicht so gefährlich da. Das sieht im Fernsehen gefährlich aus, doch es war weit genug weg vom Kurvenausgang und weit genug vor dem nächsten Kurveneingang."

Auch Muller sieht die Situation recht entspannt: "Es war eh in den Schlussrunden. Das Auto von Alain Menu hat man damals am Salzburgring auch stehen lassen, weil nur noch wenige Runden zu fahren waren." Vielleicht hatte man in beiden Fällen aber auch nur Glück im Unglück, dass sich keine Folge-Unfälle ereigneten. Muller will die WTCC-Rennleitung nach Monza trotzdem nicht an den Pranger stellen.

"Es ist immer schwierig, die Situation einzuschätzen, wenn du nicht die Informationen hast, die der Rennleitung zur Verfügung stehen", meint der WM-Spitzenreiter und merkt an: "Wir alle wussten aber Bescheid, bevor wir an dieser Stelle ankamen. Mein Ingenieur hatte mir via Funk davon erzählt." Und so wurden die Piloten angewiesen, die entsprechende Passage tunlichst ganz rechts zu umfahren.

All diese Maßnahmen schienen gut zu funktionieren. Sowohl beim stehenden Start als auch bei der Doppelt-Gelb-Situation ging alles glatt. Überhaupt verhielten sich die Piloten in den Regenrennen von Monza sehr diszipliniert. "Möglicherweise war das Qualifying eine Art Weckruf für manche Fahrer im Feld", meint Basseng. Vielleicht war es aber auch einfach nur Zufall, dass nichts weiter geschah.

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