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SEAT: Der Diesel steht wieder mal vor dem Aus

10. Mai 2012 - 16:11 Uhr

Neue Motoren für Tom Boardman (Special Tuning) und Tiago Monteiro (Tuenti): SEAT möchte beide Fahrer in Portugal mit neuen Aggregaten ausstatten

SEAT TDI Motor
Der betagte TDI-Motor aus dem Hause SEAT steht wieder mal vor seinem Aus
© Ziegler/MST

(Motorsport-Total.com) - Der Dieselmotor hält sich hartnäckig in der WTCC. Eigentlich hätte dieses Triebwerk schon seit dem vergangenen Jahr außen vor sein sollen, doch aufgrund einer Ausnahmeregelung war der SEAT-TDI doch nochmals startberechtigt. In Zolder holte Gabriele Tarquini 2011 den bis dato letzten Laufsieg mit diesem Aggregat, im Sommer fuhr Aleksei Dudukalo damit dann das letzte Rennen. Dachte man.

Denn kaum waren die restliche Saison und die Winterpause vergangen, schon stand der Dieselmotor wieder auf der Matte. SEAT hatte schlichtweg nicht damit gerechnet, dass so kurzfristig noch weitere Bestellungen für den neuen 1,6-Liter-Turbomotor eingehen würden. Eine rasche Lösung musste her - und der SEAT-TDI gab sein Comeback in der WTCC. Nun steht dieser Motor wieder mal vor dem Aus.

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Der einzige Fahrer, der im Augenblick noch damit unterwegs ist, Tom Boardman (Special Tuning), wird nämlich aller Voraussicht nach schon in Kürze ebenfalls umrüsten. Übrigens parallel zu Tiago Monteiro (Tuenti), der ebenfalls seit Saisonbeginn auf den neuen SEAT-Motor wartet. Wie SEAT-Sportchef Jaime Puig gegenüber 'Motorsport-Total.com' bestätigt, soll es in Portugal so weit sein.

"Wir sind derzeit mit den Aggregaten für Boardman und Monteiro beschäftigt. Sie haben Vorrang. Ein weiterer Motor ist vorbestellt - für Monje. Das ist aber erst nach Portugal ein Thema für uns", meint Puig und fügt hinzu: "Wir haben ein Ziel vor Augen und hoffen, es auch einhalten zu können. Es gibt allerdings ein paar kleine Verzögerungen bei einem Lieferanten. Ich kann nichts versprechen."

Für den Fall der Fälle, dass die Umrüstung noch einmal verschoben werden müsste, sieht Puig kein technisches, sondern eher ein logistisches Problem - immerhin müsste der Motorwechsel nach den Rennen in Portugal irgendwo in Übersee vollzogen werden. "Schwierig wäre das nicht. Nur müssten wir die Motoren dann per Luftfracht auf den Weg bringen. Das wäre dann einfach nur teuer."

"Wir werden sehen, wie es abläuft", hält der SEAT-Sportchef fest und betont nochmals: "Wir hängen von unseren Lieferanten ab. Sie arbeiten hart und sind wirklich sehr gut. Und ich habe es schon oft gesagt: Unsere Kunden haben sich erst spät angemeldet", erklärt Puig abschließend. "Es gibt halt gewisse Prozesse, die durchlaufen werden müssen. Eine Abkürzung gibt es dabei einfach nicht."

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