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Von 42 auf 1: Tony Stewart übersteht Daytona-Chaos

08. Juli 2012 - 04:33 Uhr

NASCAR-Champion Tony Stewart holt sich in einem anfangs ruhigen, am Schluss chaotischen Daytona-Rennen von Startplatz 42 kommend Saisonsieg Nummer drei

Tony Stewart
Tony Stewart siegte zum vierten Mal im Juli-Rennen in Daytona
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - Über weite Strecken gestaltete sich das Coke Zero 400 in Daytona ungewöhnlich ruhig, doch in der Schlussphase ging es wie gewohnt heiß her. Der amtierende NASCAR-Champion Tony Stewart behielt jederzeit die Nerven und holte sich drei Tage nach dem US-amerikanischen Unabhängigkeitstag seinen dritten Saisonsieg.

Für "Smoke" war es ein Ritt durch das komplette Feld, nachdem er nach Streichung seiner Qualifying-Zeit nur vom 42. und vorletzten Startplatz ins Rennen gehen durfte. "Ein Sieg in Daytona ist immer etwas Besonderes", kommentierte Stewart nach seinem bereits vierten Triumph im Juli-Rennen. Ein Sieg beim Saisonhöhepunkt Daytona 500 fehlt dem dreifachen und amtierenden Sprint-Cup-Champion noch. Dafür hat er das Chase-Ticket 2012 im Grunde sicher: In der Gesamtwertung ging es für Stewart von Rang neun auf fünf nach vorn. Dank seiner drei Saisonsiege hätte er im Fall der Fälle auch beste Aussichten auf eine Wilcard.

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Über weite Strecken des 160-Runden-Rennens war das Roush-Duo Matt Kenseth/Greg Biffle das dominante Gespann der Daytona-Nacht. Polesetter Kenseth brachte das Kunststück fertig, seine Führung bis zum ersten Boxenstopp in Runde 42 kein einziges Mal abzugeben - auf einem Superspeedway mit Restrictor-Plates wahrlich eine Seltenheit. Anschließend war es Teamkollege Biffle, der das Kommando übernahm.

Als in Runde 125 der dritte Routinestopp anstand, ging es am Eingang zur Boxengasse wild zu. Zunächst krachte Jimmie Johnson (Hendrick-Chevrolet; 36.) in die Safer-Barrier auf der Innenseite des Ovals. Nahezu gleichzeitig wurde Teamkollege und Saison-Pechvogel Jeff Gordon (12.) ausgerechnet von Bill Elliott (37.) im Hendrick-Kundenauto von Turner Motorsports umgedreht. Gordon lag zum Zeitpunkt des Treffers hinter dem Roush-Duo Kenseth/Biffle auf Platz drei, konnte seine Fahrt aber anders als Johnson und Elliott fortsetzen.

Big-One mit 14 Autos läutet dramatische Schlussphase ein

Weniger Glück hatte unterdessen Denny Hamlin (25.), der acht Runden vor Schluss endgültig die dramatische Schlussphase einläutete. Der Gibbs-Pilot versuchte im Windschatten von Greg Biffle vor Turn 1 auf die schnellere untere Linie zu wechseln. Das Manöver misslang und Hamlin löste einen Big-One aus, in den insgesamt 14 Fahrzeuge verwickelt wurden. Dazu zählten unter anderem Hamlins Gibbs-Teamkollege Kyle Busch (24.), Juan Pablo Montoya (Earnhardt/Ganassi-Chevrolet; 28.), Clint Bowyer (Waltrip-Toyota; 29.) und Marcos Ambrose (Petty-Ford; 30.). "Jemand drehte sich vor mir, danach wurde ich nur noch von allen Seiten getroffen. Das ist halt Daytona", schilderte Montoya stellvertretend die Meinung der aus dem Rennen gerissenen Piloten.

Beim Restart drei Runden vor Schluss gab das Roush-Duo Matt Kenseth/Greg Biffle auf der unteren Linie zunächst den Ton an, während außen Tony Stewart/Kasey Kahne nach vorn drängten. Dahinter folgte das Childress-Gespann Jeff Burton/Kevin Harvick. Als die Weiße Flagge die 160. und letzte Runde einläutete, lag Kenseth noch immer vorn. Auf der Gegengeraden gelang es Stewart dann, die Führung zu übernehmen, da sich Kenseth mehr darauf konzentrierte, Biffle an seinem Heck zu behalten. Für Stewart ein glücklicher Umstand, den er im Ziel wie folgt kommentierte: "Ich weiß überhaupt nicht mehr, was auf der letzten Runde passiert ist."

Tatsächlich passierte neben dem entscheidenden Führungswechsel noch einiges. Während Stewart dem Sieg entgegenfuhr, brach hinter ihm in Turn 4 das Chaos aus: Insgesamt 15 Fahrzeuge rauschten ineinander - darunter Greg Biffle, Kevin Harvick, Kyle Busch, Kasey Kahne und Dale Earnhardt Jr. "Wir fuhren in Turn 3 hinein. Harvick zog innen neben die 16 (Biffle; Anm. d. Red.) und das Chaos brach los. Alle krachten ineinander", kommentierte Restrictor-Plate-Spezialist Earnhardt, für den statt einer Top-5-Platzierung nur Rang 15 zu Buche stand.

Langzeit-Spitzenreiter Matt Kenseth nach Platz drei enttäsucht

So brachte Jeff Burton seinen Childress-Chevrolet hinter Sieger Tony Stewart auf Platz zwei ins Ziel und verriet sogleich sein Erfolgsgeheimnis: "Wir entschieden uns, lange Zeit im Hinterfeld mitzuschwimmen. Dadurch konnten wir uns aus dem Ärger heraushalten und einigen Unfällen entgehen. Am Schluss hatten Kevin und ich einen guten Run, aber leider ging ihm in der letzten Runde der Platz aus." Während Burton als Zweiter die Linie kreuzte, stand für Harvick nur Rang 23 zu Buche. In Turn 2 der letzten Runde hätte Burton sein Auto freilich um ein Haar selbst beinahe verloren.

Der lange Zeit führende Matt Kenseth lief hinter Stewart und Burton auf Platz drei ein und zeigte sich enttäuscht. "Wir hatten klar das schnellste Auto, haben aber nicht gewonnen. Ich hätte mich wohl an Tony dranhängen sollen. Stattdessen entschied ich mich, auf meinen Teamkollegen zu warten, der mir während des Rennens eine große Hilfe war."

Der angesprochene Teamkollege Greg Biffle wurde unterm Strich nur als 21. gewertet, nachdem auch er in das Chaos der Schlussrunde verwickelt wurde. Carl Edwards steuerte den dritten Roush-Ford auf Platz sechs ins Ziel und war einigermaßen zufrieden: "Es war verrückt. Am Ende krachten sie alle ineinander. Für uns war es insgesamt ein guter Abend und hoffentlich der Beginn des Angriffs auf die Chase-Plätze." Bei noch acht ausstehenden Qualifikationsrennen vor Beginn der Playoffs liegt Edwards als Elfter der Gesamtwertung nach wie vor knapp außerhalb der Top 10. Teamkollege Kenseth führt die Punktetabelle weiterhin vor Earnhardt Jr. an.

Seltene Gäste in den Top 10

Hinter Joey Logano (Gibbs-Toyota; 4.) fuhr Tony Stewarts Teamkollege Ryan Newman als Fünfter genau wie der Stewart/Haas-Boss selbst ebenfalls in die Top 5 und sprach angesichts seiner schwindenden Chancen auf einen Chase-Einzug von einem "dringend benötigten Ergebnis". Auf dem Weg zu seiner ersten Top-5-Platzierung seit dem Sieg in Martinsville Anfang April hatte Newman eine Kollision in der Boxengasse zu überstehen. Jeff Gordon schnitt dem Stewart/Haas-Piloten den Weg ab, woraufhin dieser sich nach Kontakt mit Gordons Teamkollegen Kasey Kahne (11.) in den gerade beim Service befindlichen Penske-Dodge von Brad Keselowski (8.) drehte. "Die 24 ließ mir einfach keinen Platz. Das Letzte, was ich wollte war, die Jungs der Startnummer 2 zu treffen", so Newman. Verletzt wurde bei der Aktion niemand.

Keselowski konnte seinem Talladega-Sieg von Anfang Mai zwar keinen weiteren Restrictor-Plate-Triumph, aber immerhin eine Top-10-Platzierung, folgen lassen. Diese war keine Selbstverständlichkeit, nachdem er seinen Dodge Charger 16 Runden vor Schluss in Turn 4 übersteuernd aus der Kontrolle verloren hatte und einen unplanmäßigen Stopp einlegen musste. Durch das Chaos der Schlussrunden fand Keselowski aber ebenso einen Weg wie Michael Waltrip (Waltrip-Toyota; 9.) und Bobby Labonte (JTG-Toyota; 10.), der sich zuvor im Rennen ebenfalls einen Dreher geleistet hatte. Im zweiten Penske-Dodge saß Sam Hornish Jr. (33.), der kurzfristig für den gesperrten Stammfahrer A.J. Allmendinger einsprang, nach einem Dreher in Runde 82 aufgrund eines Reifenschadens aber keine Rolle spielte.

Auch Kurt Busch (35.) hatte anders als bei seinem Nationwide-Sieg in der Nacht zuvor im Cup-Rennen kein Glück. In Runde 92 sorgte er für die zweite von fünf Gelbphasen. Der Versuch, sich in Turn 1 zwischen Aric Almirola (Petty-Ford; 18.) und Trevor Bayne (Wood-Ford; 27.) zu schieben, misslang. Busch verlor seinen Phoenix-Chevy aus der Kontrolle und geriet an die Mauer. Dahinter konnte Denny Hamlin mit viel Fahrkönnen einen Dreher vermeiden. Das Bild des funkensprühenden Gibbs-Toyota auf dem Apron erinnerte sofort an die Szene seines Teamkollegen Kyle Busch im Budweiser-Shootout vor fünf Monaten an gleicher Stelle. Im Zuge des Big-Ones acht Runden vor Schluss war das Coke Zero 400 für Hamlin dann aber vorzeitig beendet.

Nach dem Restrictor-Plate-Spektakel in Daytona geht es für die Sprint-Cup-Piloten am kommenden Wochenende auf dem Ein-Meilen-Oval in Loudon, New Hampshire weiter.

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