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Max Papis: Mit einem NASCAR auf Europa-Tour?

11. Februar 2012 - 00:26 Uhr

Mit einem aktuellen Gibbs-Toyota begeisterte Max Papis die Zuschauer in Monza und denkt nun über eine größere NASCAR-Tour durch Europa nach

Max Papis
Max Papis brachte 2011 einen Original-NASCAR nach Monza
© Max Papis

(Motorsport-Total.com) - Bei der Monza-Rally-Show 2011 begeisterte Max Papis im November die vielen tausend Zuschauer im königlichen Parco. In einem aktuellen Gibbs-Toyota, der mit Joey Logano am Steuer im Juni 2011 noch auf der Rundstrecke von Sonoma im Einsatz war, befuhr der 42-Jährige zum ersten Mal in einem modernen NASCAR-Fahrzeug das alte Oval von Monza. 850 wilde NASCAR-PS wurden also auf die Holperstrecke losgelassen.

"Ich bin so hart wie möglich gefahren", lacht Papis. "Ich habe alles gegeben, was auf dieser Buckelpiste herauszuholen war." Der im italienischen Como geborene Wahl-Amerikaner schätzt seinen Speed bei dieser historischen Aktion auf "200 bis 250 Stundenkilometer". Die Idee, einen aktuellen Sprint-Cup-Boliden im Renntrimm in Europa zu präsentieren, stammt von Papis selbst. Mit Hilfe von Joe Gibbs Racing, einem lokalen Sponsor und natürlich NASCAR wurde die Idee in die Tat umgesetzt.

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Mit Erfolg: "Die Begeisterung der Menschen war unglaublich", weiß Papis. "Es war eine sehr gute Präsentation dessen, was den amerikanischen Motorsport auszeichnet. Auch NASCAR war mit den Reaktionen hochzufrieden." Die Verbindung zum Gibbs-Team bestand: Papis war in der Saison 2011 als Fahrlehrer für Gibbs-Youngster Logano aktiv. Sein Auftrag war es, den 21-Jährigen auf den Rundkursen der NASCAR weiter zu bringen.

Eine ganz ähnliche Aufgabe übernimmt der Schwiegersohn von Emerson Fittipaldi in diesem Jahr. Dieses Mal jedoch für Richard Childress Racing (RCR). Nun hat Papis die beiden Childress-Enkel Austin und Ty Dillon unter seinen Fittichen. Austin Dillon ist der amtierende Truck-Champion der NASCAR und soll 2012 in die Nationwide-Serie einsteigen. Sein jüngerer Bruder Ty, den viele als das noch größere Talent ansehen, gewann 2011 die ARCA-Serie und übernimmt jetzt bei den Trucks das Cockpit des älteren Bruders.

Papis selbst fährt für Childress mindestens ein Nationwide-Rennen in Road America. RCR setzt neben dem Vollzeitpiloten Austin Dillon noch einen zweiten Chevrolet Impala ein, der abwechselnd von den Top-Stars aus dem Sprint-Cup gesteuert wird. In Daytona sitzt zum Beispiel kein geringerer als NASCAR-Champion Tony Stewart im Childress-Starauto. Papis hofft darauf, neben Road America noch zwei weitere Nationwide-Rennen zu bestreiten, "plus ein paar Truck-Einsätze."

Doch auch Europa möchte er im kommenden Herbst wieder besuchen. "Monza war ein so großer Erfolg, dass wir das 2012 unbedingt wiederholen wollen", verspricht "Mad Max". "Und wer weiß: Vielleicht bietet sich ja die Chance auf eine kleine Europa-Tour. Ich bin mir ganz sicher, dass es in meiner alten Heimat viele Menschen gibt, die einen echten NASCAR einmal live hören, sehen und erleben wollen." Wäre also auch Deutschland eine mögliche Tour-Station? Seine Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen: "Ja klar, warum nicht!"

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