Was haben Folger, Cortese und Schrötter in Misano drauf?

Die deutschen Moto2-Piloten kommen mit hohen Erwartungen nach Misano: Können Jonas Folger und Sandro Cortese um Podium kämpfen?

(Motorsport-Total.com) - Vor dem 13. Rennwochenende der Saison belegen die drei Deutschen in der Moto2 die Positionen zehn, elf und zwölf. Intact-Pilot Sandro Cortese zeigte seit dem Beginn der zweiten Saisonhälfte bisher gute Leistungen und stand in Brünn erstmals auf dem Podium. Jonas Folger hingegen fehlt momentan das Glück. In Silverstone war der Kalex-Pilot konkurrenzfähig, leistete sich aber einen Fehler, der zum Ausfall führte. Tech-3-Pilot Marcel Schrötter ist der konstanteste der drei Deutschen, doch die Mistral ermöglicht keine Spitzenergebnisse.

Titel-Bild zur News: Sandro Cortese, Jonas Folger

Harter Kampf: Sandro Cortese und Jonas Folger kämpfen um die Vormachtstellung Zoom

"Ich freue mich auf das Wochenende", bemerkt Intact-Pilot Cortese, der mit seiner Kalex in die Top 6 möchte: "Misano ist eine Strecke, die uns generell gut liegt. Wie immer werden wir versuchen, uns auf das Rennen am Sonntag gut vorzubereiten, und ein perfektes Setup zu finden. Das Ziel bleibt, so weit wie möglich nach vorne zu fahren, möglichst unter die Top 6."

Markenkollege Folger kommt mit guten Erinnerungen nach Misano. Im Vorjahr mischte der Deutsche in der Moto3 an der Spitze mit und startete von Startplatz eins. "Ich freue mich riesig auf Misano. Natürlich schon wegen der Tatsache, dass ich hier vor einem Jahr auf der Pole-Position stand. Bis zu meinem Crash im Rennen war es ein bärenstarkes Wochenende", erinnert er sich. "Von dem her gehe ich davon aus, dass mir diese Piste besonders gut liegt"


Fotos: Moto2 in Silverstone


"Außerdem kommt hinzu, dass Silverstone auch ein sehr guter Grand Prix für mich war - bis zum dummen Fehler im Rennen auf jeden Fall. Vor zwei Wochen habe ich endgültig wieder zu meiner Form gefunden und bin mir ziemlich sicher, dass es auch hier in Misano wieder ein gutes Wochenende wird, foffentlich dieses Mal aber mit einem entsprechenden Abschluss am Sonntag in den Top-Platzierungen. Das ist auch längst fällig", betont Folger.

Marcel Schrötter

Marcel Schrötter punktet konstant, tut sich aber schwer, in die Top 10 zu fahren Zoom

"Der Kurs in Misano gefällt mir im Großen und Ganzen sehr gut, auch wenn der Charakter dieser Piste nicht unbedingt zu meinen Favoriten zählt", erklärt Schrötter. "Es gibt zwar überwiegend flüssige Abschnitte, aber für meinen Geschmack eben auch ein paar zu langsame Stellen. Auf schnellen Strecken kann ich meine Stärken und die unseres Pakets einfach besser ausspielen. Nichtsdestotrotz freue ich mich wie immer auf das nächste Rennen, da es 2013 in Misano sowohl aus meiner Sicht, als auch aus der des Teams recht gut lief. Von dem her gehe ich zuversichtlich in diesen Grand Prix."

"Hoffentlich wird das Wetter besser und an den Trainingstagen beständig sein, damit wir unseren Plan durchziehen können und womöglich nicht wegen wechselhafter Bedingungen zurückgeworfen werden. Unabhängig davon gehe ich jedenfalls mit der festen Absicht in dieses Wochenende, betreffend der Performance an den Brünn-Grand-Prix anzuschließen. Das Ziel muss sein, in jeder Session konstant stark zu sein, und nicht so wie in Silverstone, wo ich nur ein gutes Training hatte. Über das gesamte Wochenende hinweg will ich mich im Bereich der Top 10 sehen", schildert der Tech-3-Pilot. "Am besten wäre natürlich immer unter den ersten Zehn platziert zu sein."