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Gibernau und Ducati: Wo liegt das Problem?

04. August 2008 - 08:12 Uhr

Sete Gibernau wird trotz starken Leistungen bei den Tests in Mugello von Ducati weiter hingehalten

Sete Gibernau
Sete Gibernau als Werksfahrer mit der Ducati Desmosedici im Jahr 2006
© Ducati

(Motorsport-Total.com) - Anders als angenommen wird Sete Gibernau nun doch nicht schon in Brünn bei Ducati in den Sattel der Desmosedici von Marco Melandri steigen. Auch die zuletzt starken Testzeiten Gibernaus in Mugello konnten diese Entscheidung zumindest für Brünn nicht mehr kippen.

Bei Ducati war man mit Gibernau sichtlich zufrieden, vor allem seine 1:48er-Zeiten mit Qualifying-Reifen beeindruckten die ganze Crew inklusive Konstrukteur Filippo Preziosi. Auch die Tests mit der GP9 liefen sehr zufrieden stellen. "Die Entwicklungsarbeit mit der GP9 läuft sehr gut, wir haben sehr gutes Datenmaterial erhalten", erklärte Preziosi.

Warum man Gibernau immer noch in der Warteschleife hält, scheint aus wirtschaftlicher Sicht bei Ducati auch ziemlich klar: Eine vorzeitige Entlassung des frustrierten Marco Melandri würden Ducati eine Stange Geld kosten, dazu käme die Gage für Gibernau für den Rest der Saison.

Aus Ducati-Kreisen ist aber auch zu hören, dass Gibernau auch persönlich nicht der Liebling der Ducati-Techniker ist, also einen ähnlich schweren Stand wie Biaggi in der Superbike-Truppe hat. Gibernau ging nach einer enttäuschenden Saison an der Seite von Loris Capirossi Ende 2006 nicht mit allen Teammitgliedern im Guten auseinander und genau das könnte dem 35 Jahre alten Katalanen nun zum Verhängnis werden.

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