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Formel-1-Weg vorgezeichnet: George Russell gewinnt die GP3

09. Oktober 2017 - 13:01 Uhr

Mercedes-Junior George Russell konnte am Wochenende in Jerez den Titel in der GP3-Serie einfahren: Die Formel 1 rückt für den Briten damit immer näher

George Russell
George Russell heißt der neue Meister der GP3-Serie 2017
© GP3 Series

(Motorsport-Total.com) - Mercedes hatte am vergangenen Wochenende gleich doppelten Grund zum Feiern. Während Lewis Hamilton in Suzuka eine Vorentscheidung im WM-Kampf herbeiführte, machte Nachwuchspilot George Russell seinen Sack bereits zu. Wie Ferrari-Pendant Charles Leclerc in der Formel 2 sicherte sich auch der Brite im spanischen Jerez den Titel im Formel-1-Unterhaus - und zwar in der GP3-Serie.

"Es fühlt sich fantastisch an", strahlt der 19-Jährige, der sich vor der Saison dem Nachwuchsprogramm von Mercedes anschloss und von der Formel-3-Europameisterschaft zu ART in die GP3-Serie wechselte. "Sie (Mercedes; Anm. d. Red.) haben mir in dieser Saison enorm geholfen, vor der Saison viel Vertrauen in mich gesetzt und mich zu einem besseren Fahrer entwickelt", dankt er dem Hersteller für die Unterstützung.

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Russell ließ in der laufenden GP3-Saison selten einen Zweifel aufkommen, über wen der Titel 2017 gehen würde. Zwar lief der Auftakt in Barcelona mit den Rängen vier und fünf noch nicht nach Plan, doch in den folgenden fünf Events gewann er das Hauptrennen viermal - beim fünften in Budapest konnte er nicht starten. In Jerez verpasste Russell erstmals seit dem Auftakt wieder einen Sieg am Samstag bei eigener Teilnahme, doch es reichte, um sich bereits vor dem Finale in Abu Dhabi zum Nachfolger von Leclerc zu krönen.

Mercedes wollte den Titel sehen

"Zu Beginn der Saison hat mir Mercedes ein klares Ziel gesetzt: Ich sollte rausgehen und den Titel gewinnen - egal wie", sagt Russell. Und das hat er eindrucksvoll geschafft. "Ich bin sicher, dass sie glücklich sind", freut sich der Brite, für den es nach der Britischen Formel 4 2014 der zweite Titel im Formelsport ist.

Auf dem Weg dorthin musste er sich vor allem mit seinen drei Teamkollegen bei ART durchsetzen, die in der Gesamtwertung die Ränge zwei bis vier belegen. Doch weder Landsmann Jack Aitken, noch der Japaner Nirei Fukuzumi oder der Franzose Anthoine Hubert konnten Russell davon abhalten, den GP3-Titel gleich im ersten Anlauf zu gewinnen.

Es bleibt abzuwarten, wie es mit Russell in der kommenden Saison weitergehen wird. Die Unterstützung von Mercedes dürfte für den Youngster aber kein Nachteil sein. "Im Moment ist noch nichts ausgemacht", sagt Russell, der natürlich irgendwann einmal in der Formel 1 landen möchte. Das Mercedes-Team durfte er dazu bereits mehrfach begleiten und auch an den Debriefings von Lewis Hamilton und Valtteri Bottas teilnehmen.

Sprung in die Formel 2 wahrscheinlich

Zudem bekam er insgesamt vier Testtage spendiert - zwei in einem Auto von 2015 und zwei in einem Auto von 2016. "Das hat mir wirklich geholfen", sagt er. Der Sprung in die Königsklasse käme 2018 aber zu früh, zumal die Plätze an andere Kandidaten vergeben werden. Sehr wahrscheinlich führt ihn sein Weg weiter in die Formel 2, wo die letzte Hürde vor der Formel 1 wartet. "Das würde ich gerne tun", sagt Russell. "Ich würde sagen, dass es am wahrscheinlichsten ist, aber wir sprechen derzeit mit verschiedenen Teams."

Ein gutes Omen ist der Titelgewinn der GP3-Serie zuletzt auf alle Fälle gewesen: Sein Vorgänger Charles Leclerc wird aller Voraussicht nach im kommenden Jahr Stammpilot bei Sauber werden, dessen Vorgänger Esteban Ocon ist mittlerweile ebenfalls eine feste Größe. Auch Daniil Kwjat (2013), Valtteri Bottas (2011) und Esteban Gutierrez (2010) haben über den Titel den Sprung in die Formel 1 geschafft.

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