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Alens Herzenswunsch: Holt die DTM zurück nach Finnland!

15. August 2012 - 16:56 Uhr

Die Rallye-Legende hat Gefallen gefunden an der DTM, wünscht sich aber eine Internationalisierung und weniger Hightech: "Grandiose Fahrer am Werk"

Markku Alen
Würde sich wünschen, dass die DTM wieder nach Finnland kommt: Markku Alen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Motorsport im hohen Norden, das bedeutet Schotter, Schnee und weite Sprünge - ganz besonders in Finnland. Das skandinavische Land hat sieben Rallye-Weltmeister hervorgebracht. Der erste von ihnen heißt Markku Alen. Der Champion von 1978 gab Mitte der neunziger Jahre bei Alfa Romeo ein Gastspiel in der DTM und der International Touring Car Championship (ITC). Der 61-Jährige wünscht sich, dass die Serie zwei Jahrzehnte später ihn besucht. "Die DTM wieder in Helsinki? Ein toller Gedanke, großartig", sagt Alen im exklusiven Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

1995 und 1996 machten Opel, Mercedes und Alfa Romeo Station auf einem Stadtkurs in der finnischen Hauptstadt. Alen, der damals selbst mitfuhr, erinnert sich an die Veranstaltung, die unter dem Namen "Helsinki Thunder" firmierte: "Das war eine enge und schwierige Strecke, aber eine tolle Show. Es hat mir sehr gut gefallen und es fehlt der Stadt wirklich." Aber sein Appell an die Verantwortlichen ist noch umfassender, wenn es um die Zukunft der DTM geht.

Zu viel Technik, zu wenig Europa

Denn obwohl der aktuelle Kalender Rennen im britischen Brands Hatch, im österreichischen Spielberg, im niederländischen Zandvoort und im spanischen Valencia enthält, liebäugelt Alen mit einer Internationalisierung. "Ich hoffe, die DTM kommt mehr nach Europa. Sie ist zu viel in Deutschland." Der Sport, der geboten wird, gefällt der Rallye-Legende: "Was die Fahrer angeht, finde ich es grandios. Ich mochte die Serie in den neunziger Jahren und ich mag sie auch heute."

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Dennoch: Als Rennfahrer der alten Schule würde Alen es gefallen, wenn wieder mehr klassischer Tourenwagen-Sport zu sehen wäre, wie er noch die Vorgängerserie prägte. "DTM-Autos sind heute wie Formel-1-Boliden. Hightech pur, vielleicht manchmal zu viel", sagt er. Aus der Nähe inspizieren kann Alen die neuen Modelle von Mercedes, Audi und BMW am Wochenende, wenn er auf dem Nürburgring einen Gaststart im Volkswagen Scirocco R-Cup absolviert.

"Es geht um Spaß und Vollgas", blickt Alen voraus. Noch immer "Maximum Attack" also? "Exakt. Wir werden sehen, ob das bei mir noch klappt. Aber auch nach den vielen Jahren bin ich immer zum Überholen bereit", meint Alen schmunzelnd und freut sich auf den Markenpokal sowie dessen Biogas-Antrieb, aber auch ein Wiedersehen mit seinen Weggefährten Juha Kankkunen und Carlos Sainz, die wie Sebastien Ogier in der Legendenwertung an den Start gehen werden.

Finnisches Doppel im Scirocco?

Dem Zufall überlässt Alen übrigens auch im zarten Alter von 61 Jahren nichts. An den Nürburgring nimmt er Ex-Formel-1-Pilot JJ Lehto mit. "Ein toller Trainer und ein guter Freund, er hat viel Erfahrung. Wenn ich zu langsam bin, übernimmt er", lacht Alen. Auch wenn er ein gutes Verhältnis zu vielen Landsleuten im Motorsport pflegt, will er die Finnen nicht als verschworene Gemeinschaft darstellen. "Wir kennen und grüßen uns, aber es nicht so, dass wir ständig miteinander telefonieren würden."

"Nur für junge Fahrer ist es sinnvoll, viele Serien auszuprobieren."
Markku Alen

Als gelernter Rallye-Pilot, der für Alfa Romeo ein DTM-Gastspiel gab und mit Lancia am 24-Stunden-Klassiker in Le Mans teilnahm, hält er Ausflüge in andere Serien heute für nicht mehr so leicht zu bewerkstelligen wie früher. "Wer an die Spitze gelangen und gewinnen will, muss sich auf ein Ziel konzentrieren. Wer Formel 1 fährt, sollte sich nur mit Formel 1 beschäftigen. Wer Rallye-Spezialist ist, sollte einer bleiben. Nur als junger Fahrer ist es wichtig, viel zu fahren und auszuprobieren."

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