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Aufrecht: "Wir sind wahnsinnig gespannt"

25. April 2012 - 09:28 Uhr

Der ITR-Vorsitzende Hans Werner Aufrecht im Interview: Die Grundlagen des neuen Regelwerks, die Erwartungen an die Saison und die Internationalisierung

Hans Werner Aufrecht
ITR-Chef Hans Werner Aufrecht freut sich auf den Start in die neue DTM-Ära
© DTM

(Motorsport-Total.com) - In zwei Tagen starten die Hersteller Audi, BMW und Mercedes in das erste DTM-Wochenende des Jahres. Beim Auftakt in Hockenheim wird sich das Kräfteverhältnis abschätzen lassen, außerdem wird man erkennen können, ob das neue Reglement der Serie die Erwartungen erfüllen kann. Im Interview gibt ITR-Boss Hans Werner Aufrecht seine Erwartungen preis.

Frage: "Hans Werner Aufrecht, die DTM startet in eine neue Ära. Was steckt hinter diesem Neustart?"
Hans Werner Aufrecht: "Wir wollten, dass alle Hersteller gleiche Chancen haben. Das war für alle wichtig - für die ITR und die Hersteller. Vor allem wollten wir tatsächlich die Kostenexplosion, die in der alten DTM immer wieder passierte und die sicherlich auch wieder passieren wird, eindämmen. Da wird man von Zeit zu Zeit einfach eine Zäsur machen müssen."

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"Wir haben auf ganz klare Prämissen gesetzt, was das neue Reglement können muss: Kostenreduktion, Sicherheit, gleiche Chancen für alle und Faszination. Da musste in kooperativer Weise gearbeitet werden und zwar viel gearbeitet werden. Aber jetzt sind wir fertig und jeder ist gespannt. Funktioniert es? Keiner weiß, wer wirklich schnell ist und wie die Wettbewerb sein wird. Jetzt sind wir wahnsinnig gespannt, was passiert."

Frage: "Ist das Reglement fertig?"
Aufrecht: "Das Reglement ist fertig. Es ist eine große Herausforderung für einen Hersteller, acht Autos zu machen - nicht nur technisch, sondern auch von der logistischen Abwicklung hat es ganz andere Dimensionen als in der Vergangenheit."

Frage: "Die DTM wirkt momentan bis auf den letzten Punkt abgesprochen. Ist das so?"
Aufrecht: "Das ist sicher richtig, weil es einfach notwendig ist. Wir haben 50 gleiche Teile und darum ist diese Zusammenarbeit wichtig. Trotzdem ist es uns gelungen, dass wir genügend Freiraum für die Hersteller gelassen haben. Darüber reden sie vielleicht nicht so gerne, aber das ist von unserer Seite ganz klar. Das ist einmal im Bereich Motor, im Bereich Aerodynamik und im Bereich Fahrwerk, wo jeder Hersteller seine eigenen Konzepte hat. Was ich bisher an den Autos gesehen habe, zeigt ganz klar, dass es tatsächlich drei verschiedene Konzepte gibt."

Frage: "Wie steht es um die Verhandlungen mit den USA und Japan?"
Aufrecht: "Auch das sind Themen, die abgeschlossen sind. Wir haben mit der japanischen Föderation eine Vereinbarung getroffen, die die Möglichkeit schafft, dass diese Fahrzeuge direkt in der GTA fahren können. Und wir haben eine Vereinbarung getroffen, dass ab 2014 zumindest zwei Hersteller mit dem neuen DTM Reglement fahren werden."

"Was die USA angeht, da liegt den Herstellern ein Angebot der Grand-Am vor. Die verantwortlichen Herren kommen auch hierher. Dort ist sicherlich viel Arbeit dahingehend nötig, wie der Weg geht, dass wir dort fahren können. Es ist natürlich nicht einfach, mit acht Autos eine Serie in den USA zu stemmen. Da sind wir dabei, den Weg zu beschreiten, wie wir das machen können. Aber das Angebot liegt vor, und es kann angenommen werden."

Frage: "Welche Hersteller aus Japan haben zugesagt?"
Aufrecht: "Nissan und Toyota. Honda hält sich noch etwas zurück. Ich bin gespannt, was dort passiert, denn die wollen zu Beginn mit der berühmten Balance-of-Performance fahren. Wir werden sehen, was passiert."

Frage: "Darf man davon ausgehen, dass im Umkehrschluss 2014 auch japanische Hersteller auch hier an den Start gehen?"
Aufrecht: "Das kann ich nicht sagen. Das ist eine Entscheidung, die die Japaner treffen werden. Zumindest haben sie das gleiche Reglement und die gleichen Fahrzeuge."

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