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Testsession: Bescheidenes Motorendebüt bei Sunred

Nur 17 Runden brachten die drei SEAT-Piloten mit dem neuen Turbomotor zustande - Chevrolet fährt klar zur Bestzeit - Dahlgren und Michelisz stark

(Motorsport-Total.com) - Die Premiere der Tourenwagen-WM in Budapest stand in der Testsession am Freitag voll und ganz im Zeichen eines weiteren Debüts: Erstmals überhaupt brachte Sunred für Fredy Barth (SEAT-Swiss), Michel Nykjaer (Sunred) und Pepe Oriola (Sunred) den neuen 1,6-Liter-Turbomotor an den Start, der noch in der vergangenen Woche intensiv getestet worden war. Große Heldentaten blieben aber aus.

Pepe Oriola

Pepe Oriola und seine Markenkollegen führten den neuen 1,6-Liter-Turbomotor aus Zoom

Barth, Nykjaer und Oriola brachten es im Verlauf der 30-minütigen Session nämlich gerade einmal auf insgesamt 17 Runden - die große Mehrheit ihrer Fahrerkollegen war alleine für über zehn Umläufe auf dem Hungaroring zugange. Auch die Rundenzeiten waren noch nicht das Gelbe vom Ei: Während sich Oriola und Barth über drei Sekunden Rückstand einhandelten, erzielte Nykjaer gar keine Zeit.

Dahlgren und Michelisz mit starker Vorstellung

Der dänische Rennfahrer konnte bei herrlichsten Bedingungen lediglich einige Installationsrunden drehen, ohne einen Zeitangriff zu versuchen. Barth markierte indes in 2:01.948 Minuten die erste Rundenzeit mit dem neuen 1,6-Liter-Turbomotor, die kurz darauf von Oriola unterboten wurde. Der junge Spanier war in 2:00.571 Minuten deutlich schneller als Barth - und trotzdem weitab vom Schuss.

3,713 Sekunden trennten Oriola unterm Strich von der Spitzenposition, die nach einer halben Stunde an Alain Menu (Chevrolet) ging. Der Schweizer erreichte einen Bestwert von 1:56.858 Minuten, holte Rang eins und hielt seine Teamkollegen knapp in Schach. WM-Spitzenreiter Rob Huff (Chevrolet) büßte 0,186 Sekunden auf Menu ein, Yvan Muller (Chevrolet) fehlten am Ende 0,345 Sekunden.


Fotos: WTCC in Budapest


Für eine kleine Überraschung sorgten indes Robert Dahlgren (Polestar) und Norbert Michelisz (Zengö) auf den Rängen vier und fünf. Der schwedische Volvo-Fahrer lag zwischenzeitlich sogar ganz vorne, nachdem er den ungarischen Lokalmatadoren Michelisz auf Platz eins abgelöst hatte. Der große Schlussangriff von Chevrolet warf das Verfolgerduo jedoch um rund eine halbe Sekunde zurück.

Fabiani mit seinen obligatorischen Drehern

Die weiteren Positionen in den Top 10 gingen an Javier Villa (Proteam), Darryl O'Young (Bamboo), Tom Coronel (ROAL), Mehdi Bennani (Proteam) und Tiago Monteiro (Sunred). Die beiden Engstler-Piloten Kristian Poulsen und Franz Engstler erreichten die Plätze zwölf und 17, Urs Sonderegger (Wiechers) wurde 18. Schlusslicht Nykjaer (20.) blieb als einziger Teilnehmer ohne Rundenzeit.

Dass sich viele Piloten erstmals mit dem 4,3 Kilometer langen Hungaroring beschäftigten, war der 30-minütigen Session anzumerken. Gleich reihenweise räuberten die Fahrer etwas zu sehr über die Randsteine hinaus, woraufhin die Rennleitung kleine Hinweise bezüglich der Ideallinie gab. Bennani sorgte mit einem Dreher für eine kurze Gelbphase, Fabio Fabiani (Proteam) kreiselte zweimal.

Die drei SEAT-Piloten in den umgerüsteten Leon-Rennwagen blieben von derlei Fehlern zwar verschont, dürften bei aller Euphorie über den neuen Motor aber dennoch vor einem arbeitsamen Wochenende stehen. Angesichts von nur wenigen Testtagen ist anzunehmen, dass Barth, Nykjaer und Oriola auch am Samstag in erster Linie dafür sorgen, dass die Entwicklung vorangetrieben wird.

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