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Dreifachsieg für SEAT in Spanien!

Weltmeister Yvan Muller hat SEAT beim Heimspiel in Valencia den Sieg im ersten Rennen beschert - Augusto Farfus nach starker Aufholjagd mit P4

(Motorsport-Total.com) - SEAT ist erneut das Maß aller Dinge in der WTCC: Beim fünften Rennwochenende des Jahres fuhren die gelben Dieselflitzer wieder einmal vorneweg und sicherten sich vor heimischem Publikum in Valencia einen lupenreinen Dreifacherfolg. Titelverteidiger Yvan Muller, Tiago Monteiro und Gabriele Tarquini fegten auf dem Circuit Ricardo Tormo nacheinander über die Ziellinie und verwiesen die BMW Flotte auf die Plätze. Das erste Rennen war allerdings geprägt von richtig vielen Scharmützeln.

Yvan Muller

Die Nummer eins ganz vorne: Weltmeister Yvan Muller gewann Lauf eins in Valencia

Bereits beim fliegenden Start ging es hoch her in Valencia. Vorne kontrollierten Gabriele Tarquini, Yvan Muller und Tiago Monteiro (alle SEAT) das Geschehen, während Augusto Farfus (BMW) schon auf den ersten Metern reichlich Druck auf Lokalmatador Jordi Gené (SEAT) ausübte. Der Spanier spielte aber nicht mit, drückte Farfus auf's Gras und warf die Tür zu. Doch dann überschlugen sich in der mittelschnellen Kurve eins urplötzlich die Ereignisse.#w1#

Turbulenzen in Kurve eins

Rickard Rydell (SEAT) wollte schon in Runde eins sein schlechtes Quali-Ergebnis korrigieren und prescht munter drauf los, sorgte damit aber für ein großes Tohuwabohu im vorderen Mittelfeld. Rydell stupste Alain Menu (Chevrolet) an, der sich seinerseits in Gené und Farfus hineindrehte und prompt für ordentlich Aufregung in der Startphase sorgte - doch für Gené war das erste Sprintrennen in Spanien damit vorbei. Sein SEAT León blieb nach diesem Gerangel bewegungslos liegen.

Jordi Gené

Lokalmatador Jordi Gené kam im ersten Rennen nicht über Kurve eins hinaus Zoom

Während Menu im Hinterfeld verschwand, brannte BMW Team Germany Pilot Farfus in der Folge ein wahres Feuerwerk ab und arbeitete sich aus dem Mittelfeld wieder vor an die Spitze. Aus selbiger verabschiedeten sich auch die anderen beiden Chevrolet-Fahrer sehr zügig. Rob Huff legte sich schon in der Anfangsphase mit Mehdi Bennani (SEAT) an und musste an der Box zur Reparatur vorstellig werden, Nicola Larini fiel sukzessive zurück und verlor eine Position um die andere.

Anders Lada: Jaap van Lagen und Kirill Ladygin konnten sich zu Beginn des neunten Saisonrennens hervorragend in Szene setzen und rangierten Zeitweise auf den Rängen 13 und 14 - doch nicht zum ersten Mal an diesem Wochenende sollte die Technik den beiden Lada-Piloten einen Strich durch die Rechnung machen. Immerhin konnte das junge russische Team einen ersten Eindruck davon gewinnen, was möglich wäre, sollte der Motor ordentlich seinen Dienst verrichten.


Fotos: Rennwochenende in Valencia


Farfus macht Dampf und viele Plätze gut

Problemlos lief es hingegen für die drei SEAT-Piloten am vorderen Ende des Feldes. Schon nach wenigen Ecken hatten sich die Fahrer der Dieselautos auf eine Reihenfolge geeinigt, die bis ins Ziel Bestand haben sollte. Muller hatte sich auf den ersten Metern ganz nach vorne geschoben, Polesitter Tarquini rutschte zurück auf Rang drei. Zwischen die beiden großen WM-Kontrahenten schob sich Monteiro, der in dieser Saison bislang kaum zählbare Ergebnisse vorweisen konnte.

Sergio Hernandez, Augusto Farfus

Augusto Farfus pflügte wieder einmal von hinten durch das Feld uns holte sich P4 Zoom

Dahinter dann das große Gerangel - und immer mittendrin: Farfus. Der 25-jährige Youngster sorgte mit Abstand für die besten Bilder des Rennens und schnupfte das Feld förmlich auf. In Runde fünf war der Brasilianer bereits auf P9 angekommen und drückte sich umgehend an Larini vorbei auf Rang acht. Während auch Markenkollege Andy Priaulx nur kurz darauf einen Überholversuch wagte, kam Farfus' Vorwärtsdrang damit bei Weitem nicht zum Erliegen - weit gefehlt!

Der BMW Fahrer ging ohne großes Federlesen auch noch an seinen Markenkollegen Sergio Hernández und Stefano D'Aste vorbei, um sich wenige Runden vor Schluss auch noch Tom Coronel (SEAT) zu schnappen. Überhaupt machten die Privatiers eine gute Figur in Valencia. Coronel konnte sich schon auf den ersten Metern im vorderen Mittelfeld festsetzen und dominierte die Privatfahrerwertung vor einem stark aufgeigenden D'Aste im Wiechers-Auto.

Problemloser Heimsieg für SEAT

Das Happyend blieb dem deutsche Privatteam allerdings verwehrt: D'Aste kam abschließend nicht über P9 hinaus und musste die Pole-Position für Lauf zwei an Hernández abtreten. Im Grid für Lauf zwei steht also ein BMW Fahrzeug ganz vorne, was für das erste Sprintrennen selbstverständlich keine Gültigkeit hatte. Muller fuhr den ersten Lauf kontrolliert und ohne große Mühen auf P1 ins Ziel, Monteiro folgte dichtauf mit Rang zwei. Einzig Tarquini geriet noch einmal unter Druck.

Tom Coronel

Tom Coronel fuhr ein überlegtes Rennen und schnappte sich P1 bei den Privatiers Zoom

Der Italiener hatte mit abbauenden Reifen zu kämpfen und musste sich in den Schlussrunden Jörg Müller (BMW) vom Hals halten, der bis dahin ein sauberes und fehlerfreies Rennen gefahren war. Noch auf der Zielgeraden stellte sich der einzige deutsche Werksfahrer der WTCC aber in den Dienst seines Teams und ließ seine beiden Markenkollegen Farfus und Priaulx noch vorbeifahren. Damit waren die Positionen in Valencia bezogen.

Hinter den siegreichen SEAT-Autos von Muller, Monteiro und Tarquini klassierten sich Farfus, Priaulx und Müller auf den weiteren Plätzen. P7 ging an "Major Tom" - und damit freilich auch der Sieg in der Privatierwertung. Rang acht und die Pole für Lauf zwei schnappte sich Hernández, D'Aste blieb nur P9 vor seinem Privatfahrer-Konkurrent Porteiro. Pau-Pechvogel Franz Engstler kam nicht wirklich auf Touren und beendete das erste Rennen in Spanien auf der 16. Position.

Die Startaufstellung für Lauf zwei (Top 10):

01. Sergio Hernández (BMW)
02. Tom Coronel (SEAT)
03. Jörg Müller (BMW)
04. Andy Priaulx (BMW)
05. Augusto Farfus (BMW)
06. Gabriele Tarquini (SEAT)
07. Tiago Monteiro (SEAT)
08. Yvan Muller (SEAT)
09. Stefano D'Aste (BMW)
10. Félix Porteiro (BMW)

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