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Die Rennleitung greift durch: 136 Plätze Zurückversetzungen

Update: Zwölf Piloten wurden nach dem Qualifying der WTCC in Salzburg um insgesamt 136 Startplätze zurückversetzt und für 37.000 Euro zur Kasse gebeten

(Motorsport-Total.com) - 14 Fahrer mussten nach der WTCC-Qualifikation auf dem Salzburgring bei der Rennleitung vorstellig werden. Zwei von ihnen kamen straffrei davon. Für die restlichen zwölf Piloten kommt es knüppeldick: Sie müssen insgesamt 37.000 Euro an Geldstrafen abdrücken und werden in der Startaufstellung zum ersten Rennen von Österreich um insgesamt 136 Positionen zurückversetzt. Und dafür gibt Gründe.

Rennleitung, Strafen

Die Rennleitung am Salzburgring war nicht untätig: Hier sämtliche Qualifying-Befunde... Zoom

Die Rennleitung beschreibt den "Sündenfall" wie folgt: "Unsportliches Verhalten auf der Strecke, das dem Motorsport insgesamt und besonders der FIA WTCC Schaden zugefügt hat." Die betreffenden Fahrer haben gegen Anhang L, Kapitel 4, Artikel 2e und Artikel 151 des Internationalen Sportcodex verstoßen. Was einerseits hohe Geldstrafen, andererseits die Zurückversetzungen nach sich zieht.

Und was ist eigentlich vorgefallen? Sowohl in Q1 als auch in Q2 war es zur "Rudelbildung" auf der Strecke gekommen, weil kein Fahrer die "Lokomotive" für die Konkurrenten spielen und diesen auf diese Weise Windschatten geben wollte. Die Piloten hatten ihr Tempo im Pulk teilweise auf bis zu 30 km/h reduziert und waren im ersten Gang um den Salzburgring geschlichen - auf der Ideallinie.


Fotos: WTCC in Salzburg


Eben dies ist nicht erlaubt und wurde nun - siehe Begründung - hart bestraft. Einzig Mikhail Koslowskii (Lada) und James Nash (Bamboo Engineering) wurden freigesprochen. Alle weiteren Fahrer bekamen Strafen in unterschiedlicher Ausprägung. "Spitzenreiter" und damit "Chef-Übeltäter" ist Gabriele Tarquini (Honda) mit insgesamt 6.000 Euro und einer Strafversetzung für Lauf eins um 24 (!) Positionen.

Der Ex-Champion war der Rennleitung sowohl in Q1 als auch in Q2 negativ aufgefallen. Stefano D'Aste (PB-BMW) und Darryl O'Young (ROAL-BMW) leisteten sich hingegen nur im ersten Abschnitt der Qualifikation einen Faux-pas. Dieser kostet sie vergleichsweise günstige 1.000 Euro und eine Rückversetzung um fünf Ränge. Die restlichen Piloten bewegen sich beim Strafmaß zwischen diesen Extremen.

Die Geldstrafen in der Übersicht (in Euro):

6.000 - Pepe Oriola (Tuenti-SEAT)
6.000 - Gabriele Tarquini (Honda)
4.000 - Tom Coronel (ROAL-BMW)
3.000 - Tom Chilton (RML-Chevrolet)
3.000 - Alex MacDowall (Bamboo Engineering)
3.000 - Norbert Michelisz (Zengö-Honda)
3.000 - Tiago Monteiro (Honda)
3.000 - Yvan Muller (RML-Chevrolet)
3.000 - Hugo Valente (Campos-SEAT)
1.000 - Stefano D'Aste (PB-BMW)
1.000 - Rob Huff (Münnich-SEAT)
1.000 - Darryl O'Young (ROAL-BMW)

Die Strafversetzungen in der Übersicht (in Positionen):

+24 Gabriele Tarquini (Honda)
+16 Pepe Oriola (Tuenti-SEAT)
+15 Tom Coronel (ROAL-BMW)
+12 Tom Chilton (RML-Chevrolet)
+12 Norbert Michelisz (Zengö-Honda)
+12 Tiago Monteiro (Honda)
+12 Yvan Muller (RML-Chevrolet)
+10 Rob Huff (Münnich-SEAT)
+8 Alex MacDowall (Bamboo Engineering)
+5 Stefano D'Aste (PB-BMW)
+5 Darryl O'Young (ROAL-BMW)
+5 Hugo Valente (Campos-SEAT)

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