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WRC Sardinien: Zuverlässigkeit kostet Toyota WM-Punkte

Esapekka Lappi auf dem Podest, aber Defekte und Schäden bei Ott Tänak und Jari-Matti Latvala - Die Rallye Sardinien zeigt technische Probleme beim Toyota Yaris auf

(Motorsport-Total.com) - Mit Hyundai, Ford und Toyota schafften es bei der Rallye Sardinien drei verschiedene Marken auf das Podest. Während an der Spitze ein enges Duell um den Sieg tobte, eroberte Esapekka Lappi als Dritter seinen ersten Podestplatz in diesem Jahr. Toyota verlor bei dieser Schotterrallye gleich zwei Autos wegen technischer Probleme. Jari-Matti Latvala und Ott Tänak sammelten mit den Plätzen sieben und neun zwar noch WM-Punkte, doch für beide wäre unter Umständen deutlich mehr möglich gewesen.

Esapekka Lappi

Zum ersten Mal in dieser Saison schaffte Esapekka Lappi den Sprung in die Top 3 Zoom

Im Vorjahr wurde der Yaris von den Fahrern noch als "robust wie ein Panzer" bezeichnet, doch in dieser Saison treten vor allem Schäden auf, wenn die Fahrer vorne Steine treffen oder es andere Schläge auf die Front des Autos gibt. Das musste Tänak auf Sardinien am Ende der ersten Etappe bitter feststellen. Zu diesem Zeitpunkt lag der Este an der dritten Stelle und hatte sich bereits eine Bestzeit (so wie bei allen Rallyes in diesem Jahr) gesichert.

Doch nach einer Sprungkuppe in WP9 "Monte Baranta 2" schlug er ähnlich wie Thierry Neuville bei der Landung mit dem Kühler auf die Straße auf. "Der Aufprall hat uns überrascht", berichtet Tänak, "denn wir sind diesen Abschnitt viermal gefahren, inklusive dem Shakedown und in der ersten Schleife. Und ich bin immer gleich gefahren. Deshalb ist es schwierig zu erklären." Während der Hyundai von Neuville unbeschädigt blieb, rollte Tänak aus. Das Kühlsystem des Yaris war beschädigt.

Bei Latvala streikt die Lichtmaschine

Am Samstag lieferten sich dann Lappi und Latvala ein enges Duell um den dritten Platz. Latvala hielt diesen Rang, bis in der letzten Prüfung ein Problem mit der Lichtmaschine auftrat. "Das war sehr enttäuschend", resümiert Teamchef Tommi Mäkinen. "Wir wissen, dass er am Ende der Prüfung eine niedrige Batteriespannung hatte." Latvala konnte nicht selbständig zurück in den Servicepark fahren. Am Sonntag war er dann so wie Tänak nach Rallye2-Regel wieder dabei.

Jari-Matti Latvala

Die Pechsträhne von Jari-Matti Latvala ist noch nicht zu Ende Zoom

Am letzten Tag brachte Lappi den dritten Platz problemlos ins Ziel. Tänak sicherte sich noch zusätzlich drei Bonuspunkte in der Powerstage. "Esapekka hat es sehr gut gemacht", lobt Mäkinen seinen besten Fahrer auf Sardinien. "Am ersten Tag hat er etwas Zeit verloren, aber danach hat er es sehr gut gemacht. Er fuhr konzentriert und machte keine Fehler. Der Podestplatz ist das wohlverdiente Resultat dafür."

Tommi Mäkinen: "Man braucht auch Glück"

"Natürlich können wir mit unserem Wochenende nicht komplett zufrieden sein, denn es wäre gut gewesen, wenn auch Jari-Matti und Ott bis zum Schluss um das Podium gekämpft hätten. Sie hatten beide Pech, aber so ist der Rallyesport. Es kann bei so einer schwierigen Rallye passieren. Sie war viel härter als wir gedacht haben. Viele Autos sind ausgeschieden und hatten Probleme. Alle haben trotz der schwierigen Straßenverhältnisse alles gegeben. Die Autos sind stark, aber man braucht auch etwas Glück", zieht Mäkinen Bilanz.

In der WM ist Tänak weiterhin Dritter, aber sein Rückstand auf die Spitze ist auf 72 Punkte angewachsen. Schon sieben Zähler dahinter folgt Lappi auf WM-Rang vier. Latvala sammelte nach drei Nullrunden erstmals wieder Punkte. Trotzdem ist der Routinier als WM-Neunter weit hinter den Erwartungen. In der Marken-WM hält Toyota den dritten Platz.

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