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WRC Rallye Schweden 2024: Esapekka Lappi fliegt dem Sieg entgegen

Weil sich am Samstag auch sein schärfster Verfolger Takamoto Katsuta aus der Entscheidung verabschiedet hat, geht Esapekka Lappi mit Polster in den Schlusstag

(Motorsport-Total.com) - Bei der Rallye Schweden, dem zweiten Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2024, liegt Hyundai-Pilot Esapekka Lappi nach nach 15 von 18 Wertungsprüfungen (WP) an der Spitze. Auf der Samstagsetappe (WP 9 bis 15) reihte sich ein weiterer Fahrer in die lange Liste derer ein, die auf den verschneiten Pisten ihre Schwierigkeiten hatten. (Fotos: Rallye Schweden)

Titel-Bild zur News: Esapekka Lappi

Schafft Esapekka Lappi endlich seinen zweiten WRC-Sieg? Zoom

Der als Gesamtzweiter mit nur drei Sekunden Rückstand auf Lappi in den Samstag gestartete Takamoto Katsuta (Toyota) krachte auf der zweiten WP des Tages (WP 10) in eine der Streckenbegrenzungen. Die bestehen in Schweden aus Schnee. Bis dahin hatte Katsuta seinen Rückstand auf weniger als eine Sekunde reduziert. Mit dem Crash aber ist auch der Japaner aus der Entscheidung um den Sieg raus. (Ergebnisse: Rallye Schweden)

Erster Verfolger von Spitzenreiter Lappi ist nach der Samstagsetappe nun Adrien Fourmaux (M-Sport-Ford). Der Franzose geht mit einem Rückstand von 1:06 Minuten in den Schlusstag. Einen WRC-Lauf gewonnen hat Fourmaux noch nie. Hingegen ist Lappi das immerhin schon einmal gelungen, aber das liegt mehr als sechs Jahre zurück. Der bislang einzige WRC-Sieg des Finnen kam in der Saison 2017 bei seiner Heimrallye zustande, damals für Toyota.

Bevor sich am Samstagvormittag Takamoto Katsuta aus der Entscheidung verabschiedete, hatte es am Freitag in Schweden ein regelrechtes "Favoritensterben" gegeben. So crashte der amtierende WRC-Champion Kalle Rovanperä (Toyota), der in diesem Jahr nur eine Teilzeitsaison fährt, in Führung liegend.

Und auch Ott Tänak (Hyundai) wurde eine der massiven Schneeanhäufungen zum Verhängnis. Am Samstag traten zwar beide wieder an, aber anhand der Regularien aussichtslos mit jeder Menge Rückstand.

Tänaks Hyundai-Teamkollege Thierry Neuville, der zum Auftakt der Saison die Rallye Monte Carlo gewonnen hatte, ließ am Freitag viel Zeit aufgrund von technischen Problemen liegen. Gleiches galt für Elfyn Evans (Toyota).

Im Gegensatz zu Rovanperä und Tänak können Neuville und Evans im Kampf um das Schweden-Podium aber durchaus noch etwas ausrichten. Hinter Esapekka Lappi und Adrien Fourmaux liegen sie an dritter und vierter Stelle, wobei Evans vor Neuville rangiert.

Die sieben WP-Bestzeiten am Samstag gingen nacheinander an Tänak, Rovanperä, Fourmaux, Evans, Neuville, Neuville, Neuville. Spitzenreiter Lappi verwaltete seine Führung im Gesamtklassement der Rallye ohne eine weitere WP-Bestzeit. Am Freitag, als so viele andere in Schwierigkeiten gerieten, hatte der Hyundai-Pilot vier WPs für sich entschieden.

Oliver Solberg

Oliver Solberg im Rally2-Skoda liegt weiter in den Top 5 der Rallye Zoom

Die positive Überraschung der Rallye Schweden ist bislang Oliver Solberg. Mit seinem Skoda Fabia Rally2 führt der 22-jährige Sohn von Ex-Rallye-Weltmeister Petter Solberg nicht nur die WRC2-Wertung an. Im Gesamtklassement der Rallye belegt der junge Solberg bei noch drei ausstehenden WPs den fünften Rang. Nach der Freitagsetappe war er sogar Dritter gewesen, wurde am Samstag aber von den aufholenden Evans und Neuville überholt.

Am Sonntag geht die Rallye Schweden mit den letzten drei Wertungsprüfungen (zusammengerechnet 61 WP-Kilometer) zu Ende. Bei der Powerstage (WP 18) handelt es sich um die zweite Überfahrt der Prüfung "Umea", welche schon am Samstag den Tag ausklingen ließ.

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