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WRC Akropolis-Rallye 2022: Sebastien Loeb führt M-Sport-Doppelspitze an

Sebastien Loeb führt die Akropolis-Rallye nach dem Freitag an, doch sein Teamkollege Pierre-Louis Loubet macht dem WRC-Rekordchampion das Leben schwer

(Motorsport-Total.com) - M-Sport-Festspiele am Freitag bei der Akropolis-Rallye in Griechenland, zehnter Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC). Alle sechs Wertungsprüfungen wurden von Fahrern in einem Ford Puma gewonnen, und mit Sebastien Loeb und Pierre-Louis Loubet führen zwei Piloten des britischen Teams die Gesamtwertung nach sieben von 16 Wertungsprüfungen an.

Sebastien Loeb

Sebastien Loeb gewann am Freitag vier von sechs Wertungsprüfungen Zoom

Loeb und Loubet teilen sich auch die WP-Siege im Verhältnis 4:2 auf und wechselten sich an der Spitze an. Bei der letzten WP des Tages eroberte Loeb diese zurück und geht mit einem Vorsprung von 1,7 Sekunden vor seinen Teamkollegen in den Samstag. Dritter ist Esapekka Lappi (Toyota, +8,7 Sekunden).

Es folgt das Hyundai-Trio Thierry Neuville, Dani Sordo und Ott Tänak, wobei zumindest Neuville mit 16,0 Sekunden Rückstand noch in Schlagdistanz zur Spitze liegt. Siebter ist Gus Greensmith (Ford), der Toyota-Dreierpack Elfyn Evans, Kalle Rovanperä und Takamoto Katsuta komplettierte die Top 10.

Erste WP-Siege für Überraschungsmann Loubet

Nachdem Neuville am Donnerstagabend vor gut 60.000 Besuchern die Zuschauerprüfung im Olympiastadion von Athen gewonnen hatte, legte am Freitagvormittag zunächst Loeb mit drei WP-Siegen in Folge das Tempo vor und übernahm die Spitze. Damit baute Loeb einen seiner zahlreichen WRC-Rekorde aus, konrekt den für den ältesten Fahrer, der eine WM-Rallye anführt. 48 Jahre, sechs Monate und 14 Tage war der Franzose am Freitag alt.

Pierre-Louis Loubet

Pierre-Louis Loubet war die positive Überraschung des Freitags Zoom

Bei der fünften WP verlor Loeb dann aber nach einem Fahrfehler die Führung an Loubet. Loeb war in einer Abzweigung geradaus gefahren und musste zurücksetzen, was knapp zehn Sekunden kostete. Der 25-Jährige Loubet feierte bei dieser Prüfung den ersten WP-Sieg seiner WRC-Karriere und legte kurz darauf den zweiten nach.

Zum Abschluss des Tages spielte dann aber Loeb noch einmal all seine Klasse und Erfahrung aus und verdrängte seinen 23 Jahre jüngeren Teamkollegen wieder von Platz eins. "Ich wollte hier wirklich alles geben, weil ich beim ersten Durchgang zu viel Zeit verloren hatte und ich mich nicht sehr zuversichtlich fühlte. Also sagte ich: 'Okay, ich muss in einem guten Rhythmus ins Ziel kommen'", so Loeb am Ende des Tages.

Hybrid-Problem bremst Tänak ein

Überraschender als die Führung des Altmeisters war aber die Vorstellung seines Teamkollegen Loubet, der die bisher beste Leistung in seiner WRC-Karriere zeigte und dementsprechen glücklich war.

"Wir können mit dem, was wir erreicht haben, zufrieden sein. Wir hatten zu Beginn der Prüfung ein Problem mit den Bremsen und am Ende etwas mit der Servolenkung. Ich wollte kein Risiko eingehen und habe das Auto einfach nach Hause gebracht. Es ist unglaublich - es ist wie ein Traum, mit Loeb zu kämpfen", sagt er.

Auch Lappi und Neuville blickten zufrieden auf den Freitag zurück, während Tänak, der zuletzt zwei Rallyes in Folge gewonnen hatte, durch einen Fehler am Hybridantrieb eingebremst wurde. WM-Spitzenreiter Rovanperä musste am Freitag den Preis für Startposition eins bezahlen, hielt den Rückstand mit 1:07,8 Minuten aber in Grenzen und sollte in der Lage sein, sich am Samstag einige Positionen zu verbessern.

Dann erwarten die Crews bei der Akropolis-Rallye sechs Wertungsprüfungen über eine Gesamtdistanz von 147,98 Kilometer.

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