WP22-23: Latvala kontrolliert die Rallye Schweden

Volkswagen-Werksfahrer Jari-Matti Latvala verwaltet seinen Vorsprung und steht vor dem Sieg bei der Rallye Schweden - Mikkelsen hält Östberg auf Distanz

(Motorsport-Total.com) - Jari-Matti Latvala verwaltete am Samstagnachmittag seinen Vorsprung und steht vor dem Sieg bei der Rallye Schweden. Es wäre sein dritter Erfolg bei diesem Winterklassiker und sein zweiter für Volkswagen. Vor der abschließenden Power Stage hat Latvala 46,8 Sekunden Vorsprung auf seinen Volkswagen-Teamkollegen Mikkelsen. Der junge Norweger wehrte die Angriffe von Mads Östberg (Citroen) ab und ist auf Kurs zu seinem ersten Podestplatz in der Rallye-WM. Dennoch holte Östberg in WP22 seine erste Bestzeit mit dem DS3 WRC. Weltmeister Sebastien Ogier (Volkswagen) setzte am Nachmittag seine Aufholjagd fort, fuhr Bestzeit in WP23 und knöpfte Henning Solberg (Ford) den sechsten Rang in der Gesamtwertung ab.

Titel-Bild zur News: Jari-Matti Latvala

Jari-Matti Latvala machte alles richtig und verwaltete seinen Vorsprung Zoom

Durch die Absage von WP21 ging es direkt weiter mit der zweiten Fahrt durch die 19,26 Kilometer lange "Torntorp"-Prüfung. Östberg stellte seine erste Bestzeit bei dieser Rallye auf und machte Druck auf Mikkelsen. "Ich versuchte den Speed etwas zu erhöhen", so der Citroen-Werksfahrer. "Es gab keine Probleme und war eine gute Fahrt." Östberg nahm Mikkelsen fünf Sekunden ab und verkürzte den Rückstand auf 11,6 Sekunden. "Keine Probleme, aber ich bin etwas zu vorsichtig gefahren", meint Mikkelsen.

An der Spitze verteidigte Latvala die Führung, obwohl er einmal kurz eine Schneewand am Streckenrand berührte. "In einer Rechtskurve kam ich von der Linie ab", sagt der Finne aufgebracht. "Es war kein großer Zwischenfall, hat mich aber aufgeweckt." Auf den weiteren Positionen gab es keine Veränderungen. Mikko Hirvonen (Ford) denkt nicht mehr an einen Podestplatz: "Ich bremse sehr vorsichtig, um die Reifen zu schonen. Es ist reiner Schotter." Platz vier ist so gut wie in trockenen Tüchern.


Fotos: WRC: Rallye Schweden, Samstag


Ogier holte weitere Sekunden auf den sechstplatzierten Solberg auf. "Wir werden es sehen, es ist sicher noch möglich, aber die Linien sind schwierig", meint der Weltmeister. Zudem verlor er etwas Zeit wegen Martin Prokop. Der Tscheche steckte am Straßenrand fest. Da an dieser Stelle keine Zuschauer standen, musste Prokop den Fiesta alleine freischaufeln. In der WRC2 verlor Yazeed Al-Rajhi (Ford Fiesta RRC) viel Zeit durch einen Dreher. Dadurch übernahm Jari Ketomaa (Ford Fiesta R5) die Führung. Das Duo war nach WP22 nur durch 1,1 Sekunden voneinander getrennt.

WP23: Ogier überholt Solberg

Vor der abschließenden Power Stage stand zum zweiten Mal "Vargasen" auf dem Programm. Erneut wurde über den berühmten "Colin's Crest" gesprungen. Ogier setzte seine Aufholjagd fort und knöpfte Solberg mit der Bestzeit schließlich Platz sechs ab. Der Routinier war um 20 Sekunden langsamer als der Weltmeister. Nach dem Abflug am Freitagmorgen kann Ogier nun acht WM-Punkte und eventuelle Zusatzzähler in der Power Stage sammeln. "Wir haben einen sehr guten Job gemacht. Ich habe hart gepusht und bin sehr gut gefahren", nickt der Franzose zufrieden.

Henning Solberg

Henning Solberg musste Rang sechs an Sebastien Ogier abgeben Zoom

Sein Teamkollege Latvala kam ebenfalls problemlos durch und steht nach 2008 und 2012 vor seinem dritten Sieg in Schweden. "Ich bin normal gesprungen, nicht zu weit, aber nicht zu kurz", sagt der Finne über "Colin's Crest". Er belegte hinter Mikkelsen Platz drei. Volkswagen regierte auch diese Prüfung. Mikkelsen war um zwei Sekunden schneller als Östberg und festigte Platz zwei.

"Er hat gepusht und ich musste antworten", so der Norweger. "Ich hatte einen guten Rhythmus. Hoffentlich ist in der letzten Prüfung alles okay." Östberg resignierte. Vor der letzten Prüfung fehlen ihm 13,6 Sekunden auf Mikkelsen. "Wir kontrollieren beide den Speed. Ich habe gesehen, dass er sich an meinen Zwischenzeiten orientiert." Hirvonen verwaltete Rang vier: "Ich versuchte die Reifen zu schonen und einen Rhythmus für die Power Stage zu finden. Hoffentlich kann ich Punkte holen."

Schwierigkeiten hatte Thierry Neuville (Hyundai). Es trat ein Reifenschaden auf und der Belgier musste wechseln. Der Zeitverlust betrug rund 17 Minuten. Turbulent ging es auch in der WRC2 zu. Al-Rajhi überschlug sich kurz nach dem "Colin's Crest", konnte aber weiterfahren. Er verlor aber eine Minute und jede Chance auf den Klassensieg. Von seinen Problemen profitierte Ketomaa, der sicher auf Platz eins liegt.

Gesamtwertung nach 23 von 24 Prüfungen (Top 10):
01. Jari-Matti Latvala (Volkswagen) - 2:51:53,2 Stunden
02. Andreas Mikkelsen (Volkswagen) +46,8 Sekunden
03. Mads Östberg (Citroen) +1:00,6
04. Mikko Hirvonen (Ford) +2:25,1
05. Ott Tänak (Ford) +2:50,9
06. Sebastien Ogier (Citroen) +4:27,3
07. Henning Solberg (Ford) +4:27,4
08. Pontus Tidemand (Ford) +5:21,9
09. Elfyn Evans (Ford) +6:38,4
10. Craig Breen (Ford) +8:54,1

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