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Warum Räikkönen in der Rallye-WM gescheitert ist

In der Rallye-WM blieb Kimi Räikkönen ohne große Erfolge - Nun gibt der Finne zu, dass mangelndes Vertrauen in den Co-Piloten daran einen Anteil hatte

(Motorsport-Total.com) - Nachdem Kimi Räikkönen die Formel 1 Ende 2009 wegen fehlender Motivation verließ und in die Rallye-Weltmeisterschaft wechselte, waren einige Experten der Überzeugung, der Finne habe seine wahre Bestimmung gefunden. Gespannt wurden Räikkönens Gehversuche in der neuen Kategorie beobachtet. Bereits bei seinem vierten WRC-Lauf 2010 in der Türkei fuhr der Formel-1-Weltmeister von 2007 auf den fünften Rang.

Kimi Räikkönen

Kimi Räikkönen konnte in der Rallye-WM nicht an seine Formel-1-Erfolge anknüpfen

Doch weitere Erfolgserlebnisse sollten nicht mehr folgen, dies blieb die einzige Top-Fünf-Platzierung Räikkönens. In der Folge machte der 32-Jährige eher durch Unfälle als durch Höchstleistungen im Auto auf sich aufmerksam. Nun erklärt der Finne, wo das Problem lag - und die Antwort dürfte vielen Autofahrern bekannt vorkommen.

"Ich war es einfach nicht gewohnt, auf jemand anderen zu hören", sagt Räikkönen im Gespräch mit der 'SPORT BILD'. "Aber genau dieses Vertrauen in die Ansagen des Co-Piloten macht in der Rallye den Unterschied. Wenn man jede Wertungsprüfung zehnmal fahren würde, wäre der Zeitunterschied zwischen den Piloten verschwindend gering. Denn Auto fahren können die dort alle."

Räikkönen, der mit der Rallye-WM noch nicht völlig abgeschlossen hat, glaubt, dass er mit zunehmender Erfahrung schneller geworden wäre. "Auch bei mir habe ich festgestellt, dass ich im zweiten Jahr weniger Schwierigkeiten hatte, als ich die Strecken schon kannte", so der 32-Jährige.