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Warnsystem für langsame Fahrer: WRC will es 2020 einführen

Nach dem Vorfall bei der Rallye Korsika wünschen sich Meeke und Evans das Warnsystem, das langsame Fahrer auf einen schnellen Verfolger aufmerksam macht

(Motorsport-Total.com) - Die Szenen, die sich am Freitag bei der letzten Wertungsprüfung der Rallye Korsika abgespielt haben, lösten Diskussionen aus. Kris Meeke hatte ein Problem mit der Radaufhängung und fuhr die Strecke in langsamem Tempo zu Ende. Von hinten kam Elfyn Evans mit vollem Speed angeschossen und lief auf den Toyota auf. Es gab keine Chance zu überholen. Meeke war sich auch gar nicht bewusst, dass er Evans aufhielt.

Elfyn Evans

Elfyn Evans lief am Freitag auf den langsam fahrenden Kris Meeke auf Zoom

Der Waliser verlor dadurch unverschuldet viel Zeit. Die Offiziellen korrigierten das und gaben Evans einige Sekunden zurück. Zwischen Meeke und Evans gab es anschließend keine bösen Worte. Beide hinterfragten allerdings, warum es überhaupt zu dieser Situation kommen konnte. In den Autos gibt es nämlich ein sogenanntes "Push to Pass"-System, mit dem ein Fahrer einen langsamen Konkurrenten, der vor ihm fährt, warnen kann. Allerdings ist dieses System derzeit inaktiv.

"Das ist auf unserem Aktionsplan", bestätigt FIA-Rallye-Direktor Yves Matton gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Aber es geht nicht nur darum, diese Technologie zu verwenden, sondern wir brauchen auch das Reglement dafür. Ich hoffe, dass das für das nächste Jahr gemacht wird, wenn wir eine gemeinsame Übereinstimmung finden, wie man das verwenden kann. Sportliche Regeln können während des Jahres nicht geändert werden, außer es handelt sich um sicherheitsrelevante Themen."

Die Fahrer würden sich das wünschen, denn damit kann eine Situation wie zwischen Meeke und Evans vermieden werden. "Es würde die ganze Sache unkomplizierter machen", glaubt Meeke. Und Evans ergänzt: "Es würde bestimmt einen Unterschied machen, wenn wir das System verwenden würden. Ich habe es noch nicht probiert und weiß nicht genug darüber wie es funktioniert, aber prinzipiell macht es viel Sinn. Diese Dinge können im Rallye-Sport passieren. Ich kenne Kris sehr gut und weiß, dass er keine Ahnung hatte, dass ich hinter ihm war."

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