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SS22/23: Loeb ist der neue "Schneekönig"

Sébastien Loeb hat es geschafft und die Rallye Norwegen knapp gewonnen: Der Citroën-Star musste auch mental ans Limit, um seinen 49. WRC.Sieg zu holen

(Motorsport-Total.com) - Nun hat sich Superstar Sébastien Loeb auch noch zum neuen "Schneekönig" gekrönt. Der Rekordweltmeister konnte die Rallye Norwegen knapp gewinnen und damit seinen insgesamt 49. WRC-Sieg einfachen. Ford-Pilot Mikko Hirvonen, der eigentlich als Favorit auf die tief verschneiten norwegischen Pisten gegangen ist, hatte am Ende als Zweiter einen Rückstand von 9,8 Sekunden auf seinen Rivalen. Dritter wurde Jari-Matti Latvala im zweiten Werksford, er hatte jedoch schon einen Rückstand von 1:21.8 Minuten auf Loeb. In der Weltmeisterschaft konnte Loeb seinen Vorsprung auf Hirvonen auf sechs Punkte ausbauen.

Sébastien Loeb, Rallye Norwegen, Rallye Norway

Nun auch auf Schnee nicht zu schlagen: Sébastien Loeb hat Norwegen gewonnen Zoom

Loeb und Hirvonen haben sich bei arktischen Temperaturen das ganze Wochenende über ein heißes Sekundenduell geliefert. Dabei musste der Citroën-Pilot an allen drei Tagen als Erster auf die Piste gehen. Hirvonen hatte zwar am Freitag die Führung übernommen, ließ sich aber am Freitagabend taktisch wieder hinter Loeb zurückfallen. Dieser Plan ging allerdings nicht auf - der Finne konnte den Weltmeister zwar an den nächsten beiden Tagen permanent unter Druck setzen, an ihm vorbei kam er aber nicht mehr. Die Entscheidung über den Sieg viel erst in der letzten Prüfung.#w1#

Als Loeb als Sieger ins Ziel kam, war ihm die Erleichterung deutlich anzusehen. Er kletterte mit C-Pilot Daniel Elena auf das Dach seines C4 WRC und jubelte ausgelassen. "Das war eine sehr schwierige Rallye, Mikko Hirvonen ist wirklich ein tolles Rennen gefahren", sagte Loeb. "Ich musste die ganze Zeit ans Limit gehen. Es war auch mental sehr schwierig, denn ich wusste die ganze Zeit, dass ich in der letzten Kurve noch alles verlieren kann. Ich musste bis zum Schluss pushen. Ich wollte hier unbedingt gewinnen und die Finnen hier schlagen. Es war eine tolle Rallye, die Prüfungen waren einfach großartig und ich freue mich riesig, dass wir gewonnen haben."

"Ich wusste die ganze Zeit, dass ich in der letzten Kurve noch alles verlieren kann." Sébastien Loeb

Hirvonen zeigte sich als fairer Verlierer und gehörte zu den Ersten, die Loeb gratulierten. "Ich bin natürlich traurig, dass es nur zu Rang zwei gereicht hat, aber ich bin froh, dass es vorbei ist", gab der Ford-Finne zu Protokoll. "Es war ein enger Fight, aber es lief nicht immer gut für mich. Seb war gestern einfach schneller als ich, das war's. Heute war ich schneller und ich konnte ihn unter Druck setzen. Mit meinem heutigen Speed bin ich zufrieden. Das ist gut für die nächste Rallye."

Latvala bezeichnete das Wochenende als "ein bisschen frustrierend", weil er in den Zweikampf vor sich nicht eingreifen konnte. "Es war nicht ganz das, was ich erwartet hatte, aber der dritte Platz ist auch okay", sagte er. Latvala war am Schluss kein Risiko mehr eingegangen, als er merkte, dass er keine Chance mehr hat, Hirvonen oder Loeb noch unter Druck zu setzen.


Fotos: WRC Rallye Norwegen


Auf Rang vier beendete Lokalmatador Henning Solberg die Rallye Norwegen. Der Stobart-Pilot hatte am Freitag verhalten angefangen, konnte sich am Samstag aber auf Platz vier verbessern und diesen bis ins Ziel halten. "Yeah, ich bin sehr happy", freute er sich. "Vor mir sind nur die Besten. Es war eine perfekte Rallye, perfekt organisiert. Das einzige was fehlt, ist ein Norweger auf dem Podium. Aber ich bin happy und bei der nächsten Rallye in Zypern werde ich richtig schnell sein."

"Es ist ein Traum!" Petter Solberg

Hinter Henning Solberg wurde Daniel Sordo im zweiten Werks-Citroën Fünfter. Petter Solberg, der die Rallye mit der Bestzeit in der Zuschauerprüfung am Donnerstagabend begonnen hatte, wurde am Ende Sechster. Doch das Wichtigste für ihn war, dass er wieder dabei war - im eigenen Team mit einem fast drei Jahre alten Citroën Xsara. "Es ist ein Traum! Ich dachte nie, dass das alles in drei Wochen machbar ist", begeisterte er sich. "Aber mit guten Leuten, guten Mechanikern, der Familie und Freunden ist alles möglich. Danke an alle und an die Fans. Ich bin ins Ziel gekommen und der sechste Platz ist super. Jetzt schauen wir, was wir am Auto noch machen können, damit es noch schneller wird."

Die letzten beiden Punkteränge sieben und acht gingen an das Stobart-Duo Matthew Wilson und Urmo Aava. Herstellerpunkte gab es auch noch für die beiden Citroën-Junioren Conrad Rautenbach und Evgeny Novikov, die die Plätze elf und zwölf belegten. Die nächste Rallye ist die Rallye Zypern vom 13. bis 15. März.

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