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SS20: Latvala feiert historischen Triumph

Jari-Matti Latvala ist der jüngste WRC-Sieger aller Zeiten, Ford gelingt Dreifachsieg bei der turbulenten Rallye Schweden, Mikko Hirvonen WM-Leader

(Motorsport-Total.com) - A Star is born: Sein Traum sei, in dieser Saison seinen ersten WRC-Sieg zu holen, das sagte Ford-Neuzugang Jari-Matti Latvala vor dem Auftakt in Monte Carlo. Dass es ihm schon beim zweiten Saisonlauf gelingen würde, hätte er dabei jedoch wohl nicht erwartet. Der 22-Jährige dominierte die Rallye Schweden und bejubelte nicht nur seinen ersten Sieg. Latvala schrieb sich in die Geschichtsbücher ein - als jüngster WRC-Sieger aller Zeiten.

Jari-Matti Latvala

Jüngster Sieger aller Zeiten: Jari-Matti Latvala triumphierte in Schweden Zoom

Am Freitagmorgen übernahm er in der ersten richtigen Prüfung die Führung und gab sie nicht mehr her. Latvala zeigte sich unbeeindruckt von den widrigen Bedingungen bei den milden Temperaturen. Zwei Wertungsprüfungen mussten sogar abgesagt werden, weil die Strecken in zu schlechtem Zustand waren. Der Finne baute seinen Vorsprung schon am Freitag in ein komfortables Polster aus und fuhr an den letzten beiden Tagen kontrolliert dem Ziel entgegen, auch wenn er die eine oder andere Schrecksekunde erlebte. Am Schluss hatte er 58,3 Sekunden Vorsprung auf seinen Teamkollegen Mikko Hirvonen.#w1#

Im Ziel kletterte Latvala jubelnd auf das Dach seines Autos und fiel dann seinem Vater in die Arme. "Wir haben es geschafft! Wir haben es hier in Schweden geschafft, das ist unglaublich, nachdem die Saison in Monte Carlo so schlecht begonnen hatte", sagte ein überwältigter Latvala. "Ich danke Ford für das Vertrauen in mich, denn ich hatte bisher ja viele Unfälle und so. Jetzt habe ich ein super Gefühl. Ich freue mich auf Mexiko, ich habe noch mehr Selbstvertrauen. Die Rallye hat super angefangen, dann hatte ich keine Fehler und keine Probleme. Es ist ein super Feeling!"

Hirvonen neuer WM-Leader

Mikko Hirvonen

Mit 16 Punkten ist Mikko Hirvonen neuer Spitzenreiter in der Welmeisterschaft Zoom

Hirvonen war der eigentliche Favorit der Rallye Schweden. Doch er konnte gegen den Youngster im Team nichts ausrichten und fühlte sich bei den schweren Bedingungen auch nicht richtig wohl im Auto. So entschied er sich am Samstagnachmittag, sich mit Rang zwei zu begnügen. Der brachte ihm acht Punkte ein - und die WM-Führung.

Denn Rivale Sébastien Loeb musste eine Nullnummer verzeichnen. Am Freitagmittag hatte er sich mit seinem Citroën überschlagen und dabei den Motor beschädigt. Im Remote-Service konnten nicht die nötigen Reparaturen durchgeführt werden. So hörte Loeb am Freitagmittag auf, startete gestern Morgen wieder, aber gestern Mittag gab er endgültig auf. In der WM-Wertung hat Hirvonen damit sechs Punkte Vorsprung auf Loeb.

Im Ziel eilte Hirvonen sofort zu Latvala, um ihm zu gratulieren. "Es ist fantastisch für Ford, Gratulation an Jari für eine klasse Rallye", sagte Hirvonen.

Galli komplettiert Ford-Triumph

"Es ist unglaublich! Ich bin wirklich happy," Gigi Galli

Mit Rang drei sorgte Stobart-Pilot Gigi Galli dafür, dass das Podium fest in Ford-Hand war. Der Italiener fuhr zwar erst seine zweite Rallye im Focus, kam aber gut mit den Bedingungen zurecht und ging am Schluss kein Risiko mehr ein. "Es ist unglaublich! Ich bin wirklich happy, es ist fantastisch für das Team", sagte Galli, der sich im Ziel in den allgemeinen Siegestaumel warf.

Galli lieferte sich zunächst ein Duell mit Teamkollege Henning Solberg, doch der Norweger fiel gestern nach einem Unfall weit zurück. Beifahrer Cato Menkerud musste sogar zu Untersuchungen ins Krankenhaus, die Ärzte gaben aber grünes Licht. Heute startete das Duo wieder und holte alle fünf Bestzeiten. Solberg landete zwar nur im Mittelfeld, konnte aber für Stobart zwei Herstellerpunkte holen. Damit liegt Stobart punktgleich mit Subaru auf Rang zwei der Teams, hinter dem neuen Spitzenreiter Ford und vor Citroën.

Petter Solberg einsamer Vierter

"Jari hat eine beeindruckende Leistung gezeigt." Petter Solberg

Gesamtrang vier ging an Subaru-Pilot Petter Solberg. Der Norweger fuhr eine solide Rallye, kämpfte aber unter anderem mit der Balance seines Impreza. "Fünf Punkte, das ist toll und wichtig für Subaru, und natürlich auch für mich", sagte Solberg. Er eilte im Ziel auch sofort zu Sieger Latvala. "Ich erinnere mich noch sehr gut an meinen ersten Sieg, Gott, das ist sieben Jahre her! Jari hat eine beeindruckende Leistung gezeigt, er ist gut organisiert und positiv eingestellt. Ich freue mich sehr für ihn", erklärte der Norweger. Sein Teamkollege Chris Atkinson fiel am Freitag durch einen Ausrutscher weit nach hinten, konnte aber noch einen Punkt für die Hersteller holen.

Heiß umkämpft war Rang fünf - von zwei Youngstern. Der 21-jährige Stobart-Pilot Matthew Wilson duellierte sich mit dem 18-jährigen Norweger Andreas Mikkelsen, dessen Mentor niemand geringeres als Marcus Grönholm ist. Wilson konnte den Norweger hinter sich halten, doch in der vorletzten Prüfung fiel die Entscheidung: Wilson blieb mit technischen Problemen stehen, Mikkelsen erbte kampflos Rang fünf. Damit holte der Teenie seine ersten vier WM-Punkte.

Sordo holte die Kohlen aus dem Feuer

Gesamtrang sechs ging an Daniel Sordo, der damit für Citroën die Kohlen zumindest ein bisschen aus dem Feuer holen konnte. Sordo war mit einer Fünf-Minuten-Strafe in die Rallye gestartet, weil der Motor an seinem C4 gewechselt worden war. Doch der Spanier fuhr gute Zeiten und profitierte von Ausfällen. So konnte er am Samstag einen Sprung von Rang 18 auf sieben machen. Dank Wilsons Ausfall wurde heute Platz sechs daraus. Das brachte ihm drei Fahrerpunkte und vier Hersteller-Zähler für Citroën. "Es ist ein großartiges Ergebnis", freute sich Sordo. "Ich hatte aber auch viel Glück, weil es vor mir so viele Ausfälle gab. Das Wichtigste sind die Herstellerpunkte für Citroën. Ich habe hier viel gelernt."

Toni Gardemeister

Toni Gardemeister holte seine ersten WM-Punkte mit dem Suzuki SX4 WRC Zoom

Platz sieben ging an Suzuki-Pilot Toni Gardemeister. Der hatte vor allem einen turbulenten Samstag. Erst hatte er Hydraulik-Probleme, dann landete er im Graben und verlor wertvolle Minuten, weil ihn Zuschauer aus Versehen noch weiter in den Schnee schoben. Doch Gardemeister konnte seinen achten Platz zurückerobern und halten, obwohl er heute Morgen Probleme mit der Servolenkung hatte. Durch Wilsons Ausfall rutschte er noch vor auf Rang sieben. Damit holte er zwei Zähler und drei weitere Herstellerpunkte für Newcomer Suzuki holen.

"Es ist gut, dass wir Punkte holen konnten", bilanzierte Gardemeister. "Jetzt müssen wir schauen, dass wir unsere Probleme lösen. Wenn uns das gelungen ist, können wir uns darauf konzentrieren, den richtigen Speed zu finden." Sein Teamkollege Per-Gunnar Andersson musste seinen Heimlauf schon am Freitag wegen eines Motorschadens beenden.

Der letzte Fahrerpunkt ging an Juho Hänninen, der Platz acht belegte und gleichzeitig auch die P-WRC-Wertung gewann.

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