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SS19: Rekordsieg für Loeb, Atkinson Dritter

Sébastien Loeb hat zum fünften Mal die Rallye Monte Carlo gewonnen - Chris Atkinson setzte sich im Krimi um Platz drei hinter Mikko Hirvonen durch

(Motorsport-Total.com) - Citroën-Star Sébastien Loeb hat sich den nächsten Rekord in die Biographie geschrieben. Als erster Pilot überhaupt in der 75-jährigen Geschichte der Rallye Monte Carlo hat er den Klassiker zum fünften Mal gewonnen. Loeb ging in der zweiten Wertungsprüfung am Donnerstagabend in Führung und kontrollierte von da ab das Geschehen. Am Freitag legte er eine Bestzeitenserie hin, seit Samstagmittag änderte er seine Taktik. Denn da schied sein zweitplatzierter Teamkollege Daniel Sordo mit Motorschaden vorläufig aus.

Sébastien Loeb

Ein neuer Rekord: Sébastien Loeb hat zum fünften Mal die "Monte" gewonnen Zoom

So rückte Ford-Werkspilot Mikko Hirvonen vor auf Platz zwei. Doch da der schon über eine Minute Rückstand hatte, wählte Loeb seine Pace so, dass er zwar schnell fuhr, aber kein Risiko einging. Auch Hirvonen fuhr nur auf Position und sah von aussichtlosen Angriffen ab. So hatte Loeb nach der abschließenden Superprüfung im Hafen von Monte Carlo einen Vorsprung von 2:34.4 Minuten.#w1#

"Die Prüfung jetzt in Monte Carlo hat noch einmal richtig Spaß gemacht. Es war ein toller Sieg, heute musste ich ja nichts mehr riskieren", sagte Loeb, dessen Töchterchen Valentine mit dabei war, im Ziel. "Der Rekord ist für mich schon wichtig, denn es ist schön, dass ich so viel erreichen konnte in dem Sport, der mein Leben ist."

Hirvonen konnte seine Saisontaktik gut umsetzen: Wenn man nicht gewinnen kann, muss man Zweiter werden. "Citroen war klar besser als wir, aber für mich war es ein perfekter Start in die Saison", sagte Hirvonen. "Natürlich habe ich auch von den technischen Problemen bei Citroen profitiert, aber ich habe acht wichtige Punkte geholt."

Sekundenkrimi um Rang drei

Während die Plätze eins und zwei schon recht bald vergeben waren, entwickelte sich der Fight um Rang drei zum Krimi. Die Hauptdarsteller: Subaru-Pilot Chris Atkinson und Francois Duval, der nur für diese eine Rallye vom Stobart-Team verpflichtet wurde. Schon am gestrigen Samstag ging es eng zwischen den beiden her, allerdings konnte Atkinson am Nachmittag die Oberhand behalten. Während der Australier Topzeiten fuhr, fiel Duval zurück und hatte am Abend einen Rückstand von 20 Sekunden.

Doch heute Morgen folgte am berühmten Col de Turini und den anderen Prüfungen in den Bergen über Monaco der sensationelle Konter Duvals: Der Belgier holte in vier Wertungsprüfungen drei Bestzeiten und hatte vor der abschließen Zuschauerprüfung nur noch 1,1 Sekunden Rückstand. Die Entscheidung fiel also im Hafen - und da schenkten sich die Rivalen wirklich nichts, gar nichts. Die beiden absolvierten die 2,7 Kilometer lange Prüfung exakt zeitgleich! Damit konnte Atkinson seinen Vorsprung retten und über den hart verteidigten dritten Platz jubeln.

"Wow, es war so eng, Francois hat heute wirklich noch einmal Gas gegeben, das war fantastisch", sagte der erleichterte Atkinson danach. "Ich bin wirklich zufrieden. Ich bin froh, wieder auf dem Podest zu sein, es ist, als ob ein Traum wahr wird." Heute Abend will Atkinson erst einmal mit australischen Freunden, die zur Rallye angereist waren, feiern gehen.

Duval war ebenfalls zufrieden, auch wenn es mit dem dritten Platz nicht geklappt hat. "Es waren einige für mich neue Prüfungen dabei, von daher ist der vierte Platz sehr gut für mich und das Team", bilanzierte der Belgier. Er hofft nun, dass Stobart ihn für weitere Einsätze in dieser WRC-Saison unter Vertrag nehmen wird.

Wesentlich unaufgeregter ging die Verteilung der anderen Plätze über die Bühne. Subaru-Pilot Petter Solberg fuhr eine solide Rallye ohne Probleme, aber auch ohne Glanzlichter und wurde Fünfter. Damit hat Subaru das Ziel erreicht, beide Piloten in den Top 5 zu platzieren.

Gesamtsechster wurde Gigi Galli, der damit eine gute Premiere im Stobart erlebte. Der Italiener nutzte den Lauf vor allem, um sich an den für ihn neuen Ford Focus und das Team zu gewöhnen. Auf Rang sieben reihte sich Peugeot-Privatier Jean-Marie Cuoq ein.

Gelungener Saisonauftakt für Suzuki

Gut gelaufen ist die Rallye Monte Carlo auch für das Suzuki-Team, für den der Lauf der Auftakt in die erste komplette WRC-Saison war. Per-Gunnar Andersson holte bei seinem WRC-Debüt zahlreiche Topzeiten und landete auf Gesamtrang acht. Damit sicherte er für sich seinen ersten Fahrerpunkt und für Suzuki zwei Zähler in der Markenwertung. Teamkollege Toni Gardemeister wurde auf dem Weg zu einem weiteren Herstellerpunkt gestern Abend von einem überhitzten Motor ausgebremst und konnte heute nicht mehr teilnehmen.

Somit konnte Sordo den letzten Zähler in der Markenwertung für Citroën holen. Der Spanier war nach seinem Motorschaden heute unter SupeRally-Bedingungen wieder gestartet und wurde am Ende Elfter hinter den nicht für Punkte nominierten Stobart-Piloten Henning Solberg und Matthew Wilson. Ford-Neuzugang Jari-Matti Latvala, der gleich zweimal Restarten musste, schrammte als Zwölfter knapp daran vorbei, für sein Team zu punkten.

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