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SS19: Citroën triumphiert beim Saisonauftakt

Sébastien Loeb holte in Irland seinen 48. WRC-Sieg vor Daniel Sordo und Mikko Hirvonen - Aaron Burkhart bejubelt seinen ersten Sieg in der J-WRC

(Motorsport-Total.com) - Weltmeister Citroën hat beim Saisonauftakt 2009 einen deutlichen Triumph gefeiert. Sébastien Loeb holte sich bei der Rallye Irland seinen insgesamt 48. WRC-Sieg. Im Ziel hatte der Franzose 1:27.9 Sekunden Vorsprung auf seinen Citroën-Teamkollegen Daniel Sordo. Auf Rang drei beendete Ford-Pilot Mikko Hirvonen die Rallye Irland. Der Finne holte in der abschließenden Zuschauerprüfung "Donegal Town" noch einmal eine Bestzeit. Sein Rückstand auf Loeb betrug am Ende 2:07.8 Minuten, auf Sordo fehlten ihm 39,9 Sekunden.

Sébastien Loeb

Sébastien Loeb hatte die Konkurrenz in Irland einmal mehr fest im Griff Zoom

Loeb, der als haushoher Favorit in die Rallye Irland gestartet war, hatte sich zunächst in der Reifenwahl vergriffen. Während viele Konkurrenten sich im sintflutartigen Regen des ersten Tages für Winterreifen entschieden hatten, zog der Franzose am Freitagmorgen Slicks auf. So startete er nur mit der siebtbesten Zeit in die Rallye Irland. Unterdessen lag zunächst Ford-Pilot Jari-Matti Latvala in Führung. Als er zwei Reifenschäden hatte, übernahm Stobart-Neuzugang Urmo Aava die Spitze.#w1#

Doch Loeb wechselte am Freitagnachmittag ebenfalls auf Winterreifen, übernahm die Führung und baute seinen Vorsprung fortan mit einer ganzen Serie von Bestzeiten weiter aus. Zwar hatte der Franzose bei den extrem tückischen Straßenbedingungen mehrere Schrecksekunden, doch sein Sieg war eigentlich ungefährdet.

"Hoffentlich geht es jetzt so weiter." Sébastien Loeb

"Das war eine wirklich heftige Rallye", bilanzierte Loeb im Ziel. "Ich bin sehr glücklich, dass ich die zehn Punkte mitnehmen kann. Es ist wichtig, auf Asphalt die maximale Punktzahl zu holen. Wir sind hier, wir haben gewonnen und das war der perfekte Start in die Saison. Hoffentlich geht es jetzt so weiter." Teamkollege Sordo, dem ein fehlerfreier Lauf gelungen war, stieß ins gleiche Horn: "Ich bin sehr zufrieden, denn es war eine schwierige Rallye mit sehr schlechten Bedingungen."

Kampfansage von Hirvonen

Hirvonen hatte sich am Freitag zunächst ebenfalls für Slicks entschieden und musste deshalb das Feld von hinten aufrollen. Er konnte jedoch aufholen und Druck auf den Gesamtzweiten Sordo machen. Seine Hoffungen musste er aber am Samstagvormittag aufgeben, als er in zwei Prüfungen wegen einer defekten Servolenkung viel Zeit verlor. Von da an musste sich der Ford-Pilot mit Platz drei begnügen.

"Jetzt kann ich es kaum erwarten, bis wir nach Norwegen kommen. Da beginnt für mich der Titelkampf." Mikko Hirvonen

"Wir hatten ein paar Probleme und teilweise die falschen Reifen, deshalb bin ich mit den sechs Punkten für den dritten Platz sehr zufrieden", gab Hirvonen zu Protokoll. "Ich hätte gern gegen Sordo um Platz zwei gefightet, aber das müssen wir dann eben ein anderes Mal tun. Jetzt kann ich es kaum erwarten, bis wir nach Norwegen kommen. Da beginnt für mich der Titelkampf." Im tiefen Schnee Norwegens rechnet sich Hirvonen wesentlich mehr Chancen gegen die Citroëns aus als auf den irischen Straßen.

Solberg mit bestem Asphalt-Ergebnis

Mit einem Rückstand von fast viereinhalb Minuten auf die Top 3 beendete Henning Solberg die Rallye Irland als Vierter. Das ist das bisher beste Asphalt-Ergebnis für den Stobart-Piloten. Er war am Vormittag noch von Citroën-Junior-Gaststarter Chris Atkinson überholt worden, bekam den vierten Platz aber in der vorletzten Prüfung zurück, als Atkinson wegen eines Fehlers über eine Minute verlor.

"Das ist spitze! Ich bin sehr, sehr glücklich!" Henning Solberg

"Das ist spitze! Ich bin sehr, sehr glücklich", freute sich Solberg. "Jetzt bin ich wirklich bereit für Norwegen. Da werden wir versuchen, die Positionen von Citroën und Ford zu tauschen. Vielleicht gelingt uns dort ein Ford-Dreifachsieg." Und auf die Frage, ob er bei seinem Heimlauf in Norwegen auf Sieg fahren wird, antwortete Solberg mit einem entschiedenen "Ja!".

Atkinson auf Sponsorensuche

Atkinson war vor ein paar Wochen eigentlich noch davon ausgegangen, dass er in einem Subaru Impreza WRC bei der Rallye Irland antreten würde. Doch dann kam der überraschende Rückzug von Subaru und Atkinson konnte kurzfristig für diesen einen Lauf beim Citroën-Junior-Team anheuern. Er überzeugte mit der Leistung, bei schwierigsten Bedingungen in einem für ihn völlig neuen Auto beinahe Vierter zu werden. Doch sein Fehler in der vorletzten Prüfung warf ihn um einen Platz zurück auf Endrang fünf.

"Jetzt suche ich nach Sponsoren, damit ich bald wieder in der WRC an den Start gehen kann." Chris Atkinson

"Wir sind wirklich zufrieden. Okay, am Ende habe ich einen Fehler gemacht, aber Platz fünf geht durchaus in Ordnung", bilanzierte der Australier. "Jetzt suche ich nach Sponsoren, damit ich bald wieder in der WRC an den Start gehen kann." Denn derzeit steht noch in den Sternen, wie die Zukunft von Atkinson aussieht. Der Australier zieht auch in Erwägung, in der IRC zu starten.


Fotos: WRC Rallye Irland


Sébastien Ogier, der vor einer Woche sensationell die Rallye Monte Carlo gewonnen hatte, beendete die Rallye Irland auf Rang sechs. Für den französischen Jungstar war es erst der zweite Lauf in einem WRC und der erste im neuen Citroën-Junior-Team. Auf Rang sieben kam Stobart-Youngster Matthew Wilson ins Ziel. Ford-Pilot Khalid Al Qassimi wurde Achter und holte sich damit den ersten WM-Punkt seiner Karriere. Urmo Aava wurde am Ende Zehnter, Jari-Matti Latvala startete nach einem Ausritt am Freitag eine Aufholjagd und belegte in der Endabrechnung Rang 14.

Burkhart siegt in der J-WRC

Aaron Burkhart

Aaron Burkhart in Irland: Neues Auto, neues Team und erster J-WRC-Sieg Zoom

In der Juniorenweltmeisterschaft J-WRC durfte Deutschland jubeln. Der deutsche Suzuki-Pilot Aaron Burkhart holte sich seinen ersten J-WRC-Sieg. Burkhart, der 2008 hinter Ogier Vizeweltmeister wurde, ist in dieser Saison von einem Citroën C2 S1600 auf einen Suzuki Swift S1600 umgestiegen. Zunächst lieferte er sich in Irland einen engen Fight gegen Hans Weijs, der übrigens in Burkharts altem Auto am Start war. Doch der Niederländer schied gestern Abend nach einem Unfall aus. Von da an musste Burkhart seinen Vorsprung nur noch verwalten. Am Ende hatte er ein Polster von 47,3 Sekunden auf den Zweitplatzierten Martin Prokop.

"Was soll ich sagen? Es ist ein wunderbarer Start in die Saison", jubelte Burkhart im Ziel. "Ein neues Auto, ein neues Team, eine neue Rallye und wir haben gewonnen - das ist einfach fantastisch. Das war die härteste Rallye, die ich je gefahren bin und ich bin wirklich happy, dass ich sie gewinnen konnte!"

Der zweite Lauf der WRC-Saison steht in zwei Wochen, vom 12. bis 15. Februar in Norwegen an. Dort wartet tiefer Schnee auf die Teilnehmer.

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