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SS12-17: Grönholm siegt mit 0,3 Seekunden Vorsprung!

In einem furiosen Finale konnte Marcus Grönholm Sébastien Loeb in Neuseeland doch noch schlagen - Wohl engstes Finish in der Geschichte der WRC

(Motorsport-Total.com) - Um 14:45 Uhr an diesem Sonntagnachmittag im neuseeländischen Mystery Creek gab es für Marcus Grönholm kein Halten mehr: Der Ford-Werkspilot riss die Arme nach oben, machte Luftsprünge und wirkte so glücklich, als wolle er alle Zuschauer auf einmal umarmen. Soeben hatte er die Rallye Neuseeland zum fünften Mal gewonnen - und soeben konnte er sich dessen auch erst sicher sein. Sein Rivale Sébastien Loeb war zwar gerade mit Bestzeit in der abschließenden Zuschauerprüfung über die Ziellinie gekommen, doch der Franzose war um einen Wimpernschlag gescheitert. Nach drei Tagen und 353,56 gezeiteten Kilometern konnte Grönholm einen Vorsprung von 0,3 Sekunden ins Ziel retten.

Marcus Grönholm

Erst mit der Zieldurchfahrt von Loeb wusste Grönholm: Er hatte gewonnen Zoom

Es war das wohl engste Finish in der Geschichte der WRC. In der letzten Prüfung der gestrigen zweiten Etappe hatte Citroën-Pilot Loeb den bis dahin führenden Grönholm von der Spitze verdrängt. Mit einem Zeitunterschied von 1,7 Sekunden starteten die beiden WM-Rivalen in den letzten Tag. In der ersten Prüfung des Sonntags, SS12, konnte Grönholm Bestzeit holen und mit 0,1 Sekunden Vorsprung die Spitze übernehmen.#w1#

Schulterprobleme bei Grönholm

Doch Loeb zeigte Zähne und konterte. In SS13 holte er die Bestzeit, ging wieder in Führung und hatte ein "Polster" von 0,5 Sekunden. In SS14 kamen plötzlich ungeahnte Sorgen auf Grönholm und sein Ford-Team zu: Der Finne bekam massive Schulterprobleme, konnte nicht mehr voll attackieren und verlor weitere Zeit - 2,9 Sekunden Vorsprung hatte Loeb nach dieser Prüfung, bevor es in die Mittagspause ging.

Über diesen Vorsprung konnte sich Loeb jedoch nicht lang freuen - als es in die zweite Schleife ging, begann "Bosses" furiose Aufholjagd. Grönholm holte drei Bestzeiten in Folge und verkürzte einen Rückstand schrittweise auf 2,3 und dann 0,2 Sekunden. In der vorletzten Prüfung der Rallye, SS17, hatte er es dann geschafft - er holte sich die Führung von Loeb zurück.

Entscheidung auf den letzten Metern

Die Entscheidung musste in der 3,14 Kilometer langen Zuschauerprüfung "Mystery Creek" fallen. Grönholm musste als Erster der beiden Rivalen auf die Strecke gehen, 0,7 Sekunden Vorsprung brachte er mit. Entschlossenheit und vollste Konzentration war in seinem Blick, als er auf der Startlinie Gas gab. Im Ziel hatte er die vorübergehende Bestzeit - dann hieß es abwarten, was Loeb macht. Und der dreimalige Weltmeister machte Druck: Bei der Splitzeit sah es so aus, als könnte er Grönholm doch wieder abfangen. Die Entscheidung fiel wirklich auf den letzten Metern - Loeb kam mit Bestzeit in dieser Prüfung ins Ziel, doch er war nur 0,4 Sekunden schneller als sein Rivale, damit hatte "Bosse" noch genau 0,3 Sekunden Vorsprung übrig, die ihm zum Sieg reichten.

"Es hätte auch Loeb vorn sein können, aber heute war unser Tag." Marcus Grönholm

"Das war wirklich eng, so eng war es noch nie", sagte "Bosse" bei der Siegerehrung. "Es hätte auch Loeb vorn sein können, aber heute war unser Tag und ich bin sehr glücklich. Es war aber sehr schwer, denn wir mussten immer am Maximum fahren und durften uns keinen Fehler erlauben - aber wir haben es geschafft." In der Fahrer-Weltmeisterschaft konnte Grönholm seinen Vorsprung damit wieder leicht auf jetzt zehn Punkte ausbauen.

Loeb: "Mein Bestmögliches hat nicht gereicht"

Loeb dagegen musste sich verständlicherweise zu einem Lächeln durchringen: "Es war ein großartiges Wochenende, wir hatten ein tolles Duell und am Ende einen Rückstand von 0,3 Sekunden", bilanzierte der Franzose. "Es ist frustrierend, aber was will man machen? Er war ein bisschen schneller und hat gewonnen. Ich bin mit einem Rückstand von 0,7 Sekunden in die letzte Prüfung gegangen und habe mein Bestmögliches versucht, aber es hat nicht gereicht."

Einen eher unspannenden Tag hatte Grönholms Teamkollege Mikko Hirvonen, der einsam auf seinem dritten Platz durch den Sonntag fuhr. 1:42.5 Minuten war sein Rückstand auf die Siegerzeit seines Kollegen, sein Vorsprung auf Platz vier betrug am Ende rund 50 Sekunden.

Atkinson holte sich Platz vier zurück

Auf Platz vier beendete Chris Atkinson im Subaru die Rallye Neuseeland. Auch hier fiel die Entscheidung erst ziemlich am Schluss: Der Australier konnte erst in der vorletzten Prüfung den Finnen Jari-Matti Latvala im Stobart wieder von Platz vier verdrängen, 4,6 Sekunden Vorsprung hatte Atkinson am Ende auf den Fünftplatzierten Latvala.

Dahinter änderte sich in den Punkterängen nichts mehr: Platz sechs ging an Loebs Teamkollege Daniel Sordo im zweiten Citroën C4, Platz sieben an Petter Solberg im Subaru. Den achten Platz und damit letzten Punkterang holte sich Mitsubishi-Privatier Urmo Aava. Manfred Stohl beendete die Rallye, die nach seinem Unfall am Freitag für ihn nur noch ein Trainingslauf war, auf Rang zwölf.

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