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Toyota-Teamchef über Hypercar-Engagment: "Die Uhr tickt!"

Ob Toyota auch über das Jahr 2020 hinaus in der WEC an den Start gehen wird, ist nicht sicher - Dafür müssen die neuen Regeln zeitnah verabschiedet werden

(Motorsport-Total.com) - Ab der Saison 2020/21 sollen die Hypercars die Spitzenklasse in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) bilden. Die neuen Boliden sollen im Jahr 2021 erstmals als Pfeilspitze beim 24h von Le Mans fungieren. Ob Toyota dann noch in der WEC mit von der Partie ist, ist jedoch noch offen. Laut Teamchef Rob Leupen müssen die Regeln alsbald klar definiert werden, damit Toyota überhaupt noch in die Entwicklung eines Autos einsteigen kann.

Mike Conway

Toyota pocht auf eine schnelle Lösung in der WEC Zoom

"Wir müssen in den kommenden ein bis zwei Wochen eine Lösung auf dem Tisch haben", so Leupen gegenüber 'Daily Sportscar'. "Ansonsten ist es für uns zu spät, über ein Engagement über den Juni 2020 hinaus nachzudenken." Leupen hat Vertrauen in die Technikkommission der Serie, jedoch würden noch viele Gespräche über Details im Hintergrund geführt werden.

"Ich hoffe und glaube, dass sie mit einem Plan zu uns kommen, der auch für die lange Frist solide ist", so der Toyota-Teamchef weiter. "Wir waren bis Ende des vergangenen Jahres intensiv in die Bildung der neuen Regeln eingebunden, aber seitdem hat sich vieles verändert." Ganz glücklich scheint Toyota mit dem aktuellen Ansatz in der Topklasse der WEC nicht zu sein. Jedoch spricht auch Leupen davon, dass "mehr [Autos] immer besser" seien und Toyota nicht alleine starten wolle.

Außerdem kann Leupen den Frust der Privatteams in der aktuellen LMP1-Klasse verstehen, die keinerlei Chancen gegen das Werksteam aus Japan haben. "So wollen wir nicht weitermachen", so Leupen. "Wir wollen einen echten Wettbewerb mit den Privatiers und am liebsten auch mit anderen Herstellern."


Fotostrecke: Hypercar-Konzepte für die 24h von Le Mans

"Aus meiner Sicht läuft die Zeit ab - die Uhr tickt", stellt der Teamchef klar. "Wenn alles in trockenen Tüchern wäre, hätten wir schon einen langfristigen Plan bekannt gegeben. So ist es aber noch nicht und deshalb gibt es keine Bestätigung." Solange die Regeln für Toyota aber Sinn ergeben und diese auch schnellstmöglich verabschiedet werden, stünde einem Engagement des Werksteams in der WEC nichts im Wege.

Außerdem plädiert Leupen für ein Regelwerk, das eine gute Balance aus Wettbewerb und technischen Fortschritt findet. "Wir sehen Le Mans auch als Technik-Workshop an und hier setzen wir uns für eine faire Regel basierend auf unserer Technologie ein", sagt der Teamchef. "Wir wollen zeigen, was ein Hybridauto leisten kann." Sollte diese Plattform für Toyota nicht mehr zugänglich sein, würde es keinen Sinn mehr für die Japaner ergeben, in der WEC zu starten.

Toyota GR Super Sport Concept

Toyota könnte mit seinem GR-Konzept in der WEC starten Zoom

Außerdem sei es schwierig, ein Auto zu reglementieren, das dafür gebaut wurde, um in Le Mans "mega Rundenzeiten" in den Asphalt zu brennen, so Leupen weiter. Er sagt: "Es ist schwierig, für unser Auto eine Balance zu finden. Ich müsste EoT sagen, aber das ist ein Projekt, das in meinen Augen nicht vollständig beendet werden kann. Es geht nicht nur um die Technologie, sondern auch um Ressourcen, Erfahrung im Team und Vollzeitangestellte, die ein hochkomplexes Auto entwickeln und bauen." Dagegen mit einer Balance anzukämpfen, sei alles andere als einfach, so der Toyota-Teamchef.

Sollte sich Toyota für einen Verbleib in der WEC entscheiden, möchte die Marke gerne seinen GR-Sports-Prototypen in der Topdivision der Serie einsetzen. So würde sowohl die Entwicklungs- als auch die Marketingabteilung von Toyota profitieren, meint Leupen. Dabei sei es egal, ob nur Prototypen oder auch straßenzugelassene Hypercars an den Start gehen dürfen.

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