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Retromobile: Groß, größer, am größten

Auf der Retromobile Paris trifft sich die internationale Oldtimer Szene - hier lassen sich Markt-Tendenzen und die wichtigsten Trends erkennen

(Motorsport-Total.com/Classic-Car.TV) - Die 43. Retromobile in Paris wurde noch einmal vergrößert und fand jetzt mit einer neuen Halle auf 69.000 qm statt. Das Plus an Platz sorgte für weniger Gedränge auf den Gängen - bot aber auch Raum für besondere Ausstellungen. Natürlich waren es vor allem die französischen Marken, die sich auf der Retromobile präsentierten, es gab aber auch einige Überraschungen.

Retromobile 2018

Größere Hallen, mehr Aussteller: Die Retromobile 2018 Zoom

Die diesjährige Retromobile stand ganz im Zeichen des 120. Jubiläums der französischen Marke Renault. So auch bei der Sonderausstellung des französischen Teuf-Teuf Clubs. Hier zeigte der Club einige Fahrzeuge aus den Anfängen der Marke, wie den Renault Typ C Course Rennwagen von 1900, Type AG aus den 1910er Jahren oder der Renault Type CQ von 1912.

In der gleichen Reihe stand auch der Renault Type AX, der ab 1908 die französischen Straßen eroberte. Sehr viel jünger präsentiert sich das Renault Type K3 Taxi aus dem Jahr 1933, das in dieser Form mit 2400 Exemplaren bis 1959 als Pariser Taxi im Einsatz war. Beeindruckend zeigt sich der Renault Type V Landaulet im Originalzustand, der substanzerhaltend fahrbereit gemacht wurde.

Renaults erste Autos

Ebenfalls im unrestaurierten Originalzustand zeigte sich der Renault Type A Voiturette am Stand des Museums Palais de Compiegne. Mit diesem Automobil begann die Historie der Gebrüder Renault in Jahr 1898 und auch die Retroperspektive des Konzerns Renault auf der Retromobile wird eben mit diesem Modell eingeleitet. Gleich daneben steht ein Type B mit einer geschlossenen Labourdette Karosserie, einem geschlossenen Modell, das ab 1900 gebaut wurde um den Komfort zu erhöhen. Auf dem Stand von Renault wurde ein zufälliger Querschnitt durch die automobile Historie gezogen.

Darunter Urväter wie der Omnibus von 1927 Autocar Type PR neben dem Renault Type BD Fourgon Postal von 1909, oder auch das Pariser Type AG Taxi von 1905. Die Sonderschau umfasste des Weiteren den ersten elektrifizierten Renault R5, einen Renault Colorale Pick-Up, den Renault Estafette Eiswagen und natürlich auch Massenfahrzeuge für jedermann wie den Renault 4CV oder das Modell R16, aber auch den Renault Espace, eine Revolution in den 80er Jahren. Ein absoluter Hingucker war der Rallye Renault R4, mit dem das ehemalige französische Fotomodell, Journalistin und Filmproduzentin Michèle Ray 1968 von Feuerland bis nach Alaska fuhr.

Gleich daneben würdigte Renault dem 40. Jubiläum der Alpine Siege bei Le Mans mit einer Sonderausstellung. Vier Alpine A442 Modelle reihten sich nebeneinander auf. Jedes der Fahrzeuge präsentierte auch den Helm der Fahrer, die einst das Fahrzeug pilotierten.

Staatskarossen von Citroën

Citroen zeigte Staatskarossen der französischen Regierung, wie die Staatslimousine DS21 mit Chapron Karosserie von 1968, aber auch die einstige Limousine DS 19 von 1962. Dazwischen die moderne DS von Emmanuel Macron. Citroen feierte aber auch das 70. Jubiläum der 2CV "Ente" und zeigte das Urmodell des 2CV, den Prototyp TPV. "TPV" stand dabei für "Petite Voiture" (kleines Fahrzeug). Unmittelbar daneben feierte der Mehari den 50. Geburtstag. Bei Peugeot hatte man auch zwei Jubiläen zu feiern, 80 Jahre Peugeot 203 und 50 Jahre Peugeot 504. Zu sehen waren einige Varianten der beiden Modelle.

In der neuen zusätzlichen Halle 3 wurde dem französischen Rennfahrer und Automobilkonstrukteur Jean-Pierre Wimille eine Sonderausstellung gewidmet. Wimille war der Sohn eines Motorsportjournalisten. Er bestritt privat ab 1931 in einem Bugatti Type 51 einige Rennen. Das Fahrzeug erschien ihm allerdings zu unzuverlässig und damit wechselte er auf einen Alfa Romeo. Nach einigen Rennerfolgen stellte ihn das Bugatti Werksteam ein und er bestritt weitere Rennen für Bugatti. In der Ausstellung waren zum einen seine Rennwagen zu sehen, auf der anderen Seite seine Automobil-Konstruktionen. Denn 1946 gründete Jean-Pierre Wimille die Wimille Automobilmarke.

Sein allererster Prototyp von 1946 basierte auf dem 4 Zylinder Motor des Citroen 11CV, den er als Mittelmotorkonzept in den Prototypen eingebaut hatte. Damit erreichte das Fahrzeug immerhin schon 150 km/h. Es folgte das Modell von 1947, das mit einem Ford V8 Motor ausgestattet wurde. Besonders auffällig ist die aerodynamische Form der Wimille Fahrzeuge. Diese Form wurde nochmals in dem 1948 Modell optimiert.

Die Abarth-Ausstellung von Möll

Eigentlich sollten die Wimille Fahrzeuge in Serie gehen, doch Ford zeigte kein Interesse an dem Modell. Tragischerweise verunglückte Jean Wilmille 1950 während eines Rennens. Geschäftsfreunde gründeten daraufhin die Compagnie Parisienne d´Automobile und bauten noch zwei Prototypen. Doch aus finanziellen Gründen mussten sie bald schließen.

Ebenfalls in Halle 3 war die Abarth Ausstellung des Schweizer Sammlers Möll zu sehen. Darunter echte Abarth Raritäten wie der Abarth 500 Rekordwagen von Pininfarina, der Prototyp Abarth 2000 Sport "4-Fari" und der Abarth 1000 TCR. Auch mit am Stand, der Abarth 1000 GT Bialbero Le Mans von 1962 und der Abarth 750 Bialbero Record Monza und der Abarth 2000 Sport Spider von 1969. Ebenfalls sehr selten ist das Fiat Abarth OT 2000 Coupé America von 1966 und die beiden Prototypen Abarth 2000 Sport Spider von 1969 und Abarth 2000 Spider SEO21 von 1971.

Sportlich ging es weiter am Stand von Richard Mille, mit einer Sonderschau der Marke McLaren. Gezeigt wurden verschiedene Rennwagen Modelle, mit denen McLaren Renngeschichte geschrieben hatte, beginnend mit dem Marlboro Team Texaco M23 von 1974 mit einem Ford V8 Crosworth DFV Aggregat. Emerson Fittipaldi erzielte damit die Konstrukteurs Weltmeisterschaft und die Fahrer Weltmeisterschaft. Mit dem Monocoque M8D V8 Chevrolet der Can-Am Serie erreichten die Fahrer Hulme/Courne/Gethim den Can-Am Gesamtsieg 1970.

Frühe Modelle von MacLaren

Bruce McLarens M7A von 1968 und der Ford V8 getriebene M2B von 1966 sind die frühesten Modelle des Bruce MacLaren Rennstalls. Natürlich spannte man auch hier die Spange zur Neuzeit und zeigte Modelle wie den McLaren P1 und den McLaren F1 GTO1R von 1995.

Ebenfalls Renngeschichte beschrieb die Sonderschau im Durchgang der Hallen 1 und 2. Gewidmet wurde sie den Großen Stunden des Autodromes de Linas-Monthéry in der Nähe von Paris. Auf dieser Strecke wurden 1800 Geschwindigkeitsrekorde eingefahren. Gezeigt wurden Rekordfahrzeuge wie der Peugeot "Petite Rosalie" von 1933, der Voisin C15 Rekordwagen von 1930, Citroen 2CV Barbot von 1953, Peugeot 203 Darl´Mat DS von 1953, die Isetta Velam von 1957 und auch moderne Rekordfahrzeuge wie der Peugeot EX1. Prototyp. Natürlich durften auch die Motooräder, wie das Peugeot 515 Rekord-Motorrad von 1934 nicht fehlen.

Auch die Youngtimer wurden auf der Retromobile thematisiert. Highlight dieser Sonderausstellung war der Matra Baghera.
Zurück zu den Herstellern. Auch Porsche feierte und zeigte zum Thema 70 Jahre Sportwagen einige Exemplare aus der Historie seit dem Porsche 356. Auch Aston Martin, Lamborghini und Jaguar zeigten die Bandbreite ihrer Firmenhistorie.

Trotz des Schneefalls während der Retromobile, zeigte der Teuf Teuf Club seine Fahrzeuge auch in Fahrt und nahm Besucher mit auf eine kurze Probefahrt vor den Hallen.

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