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Portrait: Riley Pathfinder

Der Pathfinder ist das Flaggschiff von Riley in der Nachkriegszeit. Diese gehobene Mittelklassen-Limousine wurde 1953 auf der London Motorshow vorgestellt

(Motorsport-Total.com/Classic-Car.TV) - Ursprünglich wurde der Pathfinder unter der Bezeichnung "RMH" geplant und sollte den "RMF" ablösen. Doch die Verschmelzung von Nutting (Riley) mit Austin zur British Motor Cooperation ließ diese Pläne erst einmal ins Stocken geraten. Der Pathfinder wird dennoch als der letzte echte Riley betrachtet, da fast alle Elemente auf den Plänen des "RMH" basieren.

Riley Pathfinder

Britischer Klassiker: Der Riley Pathfinder Zoom

Der "Big Four" Reihen-Vier-Zylinder Motor mit 2 obenliegenden Nockenwellen und einem Hubraum von 2443 ccm entwickelt eine Leistung von ca. 112 PS und beschleunigt damit auf etwa 160 km/h. Zwei SU Vergaser versorgen den 2,5 Liter Motor mit dem nötigen Kraftstoff Gemisch.

An der Kühlerfront prangt das Riley Logo. Die hellblaue Farbe der Raute im Logo weist übrigens auf die leistungsstärkere 2,5 Liter Motorisierung hin. Dunkelblaue Embleme sind original an Fahrzeugen mit 1,5 Liter Motor angebracht.

Design: Gerald Palmer

Die Kraft wird über ein 4-Gang-Getriebe auf die Hinterachse übertragen. Ab 1956 war optional ein Getriebe mit zuschaltbarem Overdrive für den Pathfinder erhältlich.

Die von Gerald Palmer entworfene Karosserie liegt auf einem separaten Rohrrahmen auf. Ähnlich ist auch die Karosserie des Wolseley 6/90. Gerald Palmer arbeitete von 1952 bis 1955 bei BMC und designte diese Karossen für Nutting. Sie sind sehr ähnlich und lassen sich nur über die Motorhaube sehr leicht auseinanderhalten.

Während bei dem Riley Pathfinder die Kühlermaske mit der Motorhaube fest verbunden ist und beim Öffnen mit hoch geht, bleibt bei dem Wolseley die Kühlermaske starr mit der Karosserie verbunden.

Gediegen britische Innenausstattung

Die Vorderräder lagern an Einzelrad-Aufhängungen und werden über eine Torsionsfederung mit Teleskopstoßdämpfern gefedert, während die Hinterachse starr ist und anfänglich über Schraubenfedern, später über beidseitig halbelliptische Blattfedern abgefedert ist.

Die Innenausstattung ist gediegen britisch mit allen Elementen eines Luxusfahrzeuges auf wie Ledersitze und viel Beinfreiheit. In der Rückenlehne der Rücksitzbank befinden sich ausklappbare Armlehnen. Es gab für die Vordersitze optional eine durchgehende Sitzbank. Außergewöhnlich ist die Position der Schaltung bei diesem Rechtslenker. Der Schalthebel für das Viergang-Getriebe ist nämlich rechts neben dem Fahrer, zwischen Sitz und Türe. Dies ist etwas gewöhnungsbedürftig aber für geübte Fahrer wesentlich bequemer.

Das Armaturenbrett ist übersichtlich und nüchtern und mit Holzfurnier veredelt. "His Masters Voice", das legendäre original erhaltene Radio und der Lautsprecher schmücken das Armaturenbrett. Am oberen Rand des Frontfensters gibt es eine Uhr, wie sie bei manchen Luxusfahrzeugen der damaligen Zeit zu finden war. Der Blinker wird über einen Stell-Ring am Lenkrad betätigt.

Zuverlässiges Dienstfahrzeug

Die beiden Nebelscheinwerfer, Karten-Leselampe, Wischwasser-Spritzanlage, Fenstergebläse wurden bereits serienmäßig mitgeliefert.

Die Riley Pathfinder waren wegen ihrer Zuverlässigkeit sehr beliebt und waren häufig als Polizei- und Taxi-Fahrzeuge im Dienst.

Die Produktion der Pathfinder wurde 1957 eingestellt, als der leistungsstärkere Riley 2.6 auf den Markt kam.

Technische Daten: Riley Pathfinder
Motor: 4 - Zylinder - Reihen Motor
Hubraum: 2.443 ccm
Kühlung: Wasser
Bohrung x Hub: 81 x 120 mm
Verdichtung: 7,25 : 1
Gemischbildung: 2 SU Vergaser
Schmierung: Umlauf
Leistung: 112 PS

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