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Porsche Viersitzer-Konzepte: Nicht immer sahen die Raum-Porsche geglückt aus

Schon beim 356 in den 1950er-Jahren dachte Porsche an eine viersitzige Version. Familienkonzepte aus sieben Jahrzehnten vom Typ 530 über den 928 H50 bis zum 989

(Motorsport-Total.com/Motor1) - Lange hatte es gedauert: Mit dem Cayenne kam im Jahr 2002 der erste vollwertige Viersitzer mit hinteren Türen von Porsche auf den Markt, es folgten Panamera und Macan. Natürlich gab es schon im 924 und 928 hintere Sitze, doch diese waren maximal ein Aufenthaltsort für Kinder. Ein Blick in die Firmengeschichte von Porsche zeigt jetzt, dass die Marke schon seit ihren Anfängen einen richtigen Viersitzer im Blick hatte.

Alles begann schon zu Lebzeiten des 356. Bei dem "Typ 530" genannten Entwurf hatten die Türen größere Abmessungen, der Radstand war verlängert und das Dach im Fond war leicht angehoben. Und auch, wenn der intern genannte Typ 530 noch zwei Türen besaß: mit ihm war Anfang der 1950er-Jahre die Vision eines Porsche für Vier geboren. Ferdinand "Ferry" Anton Ernst Porsche selbst war es ein großes Bedürfnis, dass auch Familien in einem Sportwagen Platz finden.

Schließlich wurde er im Alter von 26 Jahren selbst Vater und schätzte das Familienleben - sowie das sportliche Fahren. Anfangs kamen Entwicklungen eines Porsche mit vier vollwertigen Sitzen jedoch nur zaghaft ins Rollen. Kein Wunder, lief doch der normale 356 so erfolgreich, dass nur für ihn die Produktion stetig erweitert wurde.

Typ 754 T7

Nach der Ära des 356 und dem Entwurf 530 folgte 1959 ein nächster viersitziger Versuch. Unter der Leitung von Ferry Porsches Sohn Ferdinand Alexander entstand der Typ 754 T7. Die Grundzüge glichen schon seinem baldigen Nachfolger: dem Porsche 911.


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Seine charakteristische Frontpartie bis zur A-Säule sowie das Fließheck lassen bis heute erkennen, dass sich der T7 schon nah am Ziel der Sportwagenikone befand, nur die Heckgestaltung war noch nicht ganz ausgereift. Hintergrund: Porsche grübelte lange darüber nach, ob der spätere 911 nicht von vornherein ein echter Viersitzer werde soll.

Um ihm noch etwas mehr Raum zu geben, unternahm man weitere Versuche und parallel entstanden die Typen T8 als 2+2 Sitzer und T9 als vollwertiger Viersitzer. Ferry Porsche persönlich gab 1961 die Weiterentwicklung des T8 frei. Es war letztlich die Geburtsstunde des 911.

928 S

Viersitziger Porsche 928 S für Ferry Porsche (1984)

Viersitziger Porsche 928 S für Ferry Porsche (1984) Zoom

Mit der Präsentation des 928 im Jahr 1977, der den 911 nach mehr als 14 Jahren eigentlich ablösen sollte, beginnt ein weiteres Kapitel auf der Suche nach einem vollwertigen Viersitzer. 1984 entschließt sich Porsche zu einer komfortableren Variante des 928. Es wird eine zweitürige Limousine mit vier Sitzen.

Pünktlich zu Ferry Porsches 75. Geburtstag 1984 entsteht ein Einzelstück auf der Basis eines 928 S. Doch das Geschenk der Mitarbeiter an den Firmenpatriarchen schafft es nicht in die Serienproduktion.

928 H50

Porsche 928 H50

Porsche 928 H50 Zoom

Nach 1984 nimmt eine neue Variante des 928 immer mehr Gestalt an. 1986 finden sich zwei Typen mit jeweils vier Türen und unterschiedlichen Heckpartien auf dem Zuffenhausener Zeichenbrett. Nach umfangreichen Entwicklungstests verwirft Porsche 1989 aber auch diesen Anlauf: die Steifigkeit der 928-Karosserie wirkt nicht überzeugend.

Ein Modell der beiden Versuche, ein schwarzer Viertürer mit kombiartigem Heck, befindet sich noch heute in der Sammlung des Museums. Der einzige 928 mit vier Türen, der jemals werksseitig für den Straßenverkehr zugelassen wurde, entstand 1988 auf Initiative von Ferry Porsche in Zusammenarbeit mit American Specialty Cars (ASC).

989

Ende der 1980er-Jahre folgen neue Versuche, einen Porsche für Vier zu etablieren. Mit einem 300 PS starken 3,6-Liter-V8 im Heck steht der von Harm Lagaay kreierte Typ 989 bereit, als erster viertüriger Porsche einen wichtigen Meilenstein zu setzen. Alles scheint dieses Mal richtig gemacht geworden zu sein.

Porsche 989 (1990)

Porsche 989 (1990) Zoom

Doch Wendelin Wiedeking hält mit Amtsantritt zum Vorstandsmitglied den Start des Werksbands aus betriebswirtschaftlichen Gründen an.Zu sehr sind die Entwicklungskosten für den 989 aus dem Ruder gelaufen, zudem schmilzt die Absatzprognose wie Eis in der Sonne. Ab 1993 werden alle Kräfte für die neuen Modellreihen Boxster und Carrera benötigt.

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